HOME

BUNDESLIGA: Bayern München patzt erneut

FC Bayern München hat nach dem Ausscheiden in der Champions League auch in der Bundesliga einen Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld unterlag am Sonntagabend beim SV Werder Bremen mit 0:2.

Rekordmeister FC Bayern München hat nach dem Ausscheiden in der Champions League auch in der Bundesliga einen Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld unterlag am Sonntagabend beim SV Werder Bremen mit 0:2 (0:1) und führt die Tabelle mit nur noch zwei Punkten Vorsprung als Spitzenreiter an. Die Treffer für die auf Rang vier vorgerückten Bremer erzielten Markus Daun (17. Minute) und Mladen Krstajic (80.). Im zweiten Sonntagsspiel bezwang der VfL Bochum durch die Tore von Dariusz Wosz, Paul Freier und Thordur Gudjonsson Hertha BSC mit 3:0 (0:0) und eroberte als bester Aufsteiger Rang sechs in der Tabelle.

Nach dem erfolgreichen Auftritt auf internationaler Bühne wurden Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen erneut Opfer ihrer Heimschwäche. Der deutsche Meister blieb zwar auch im 11. Punktspiel ungeschlagen, kam jedoch beim 1:1 gegen den Hamburger SV bereits zum vierten Mal nicht über ein Unentschieden im Westfalenstadion hinaus. Noch bescheidener sieht die Bilanz beim Vize-Meister aus: Das 0:1 gegen den VfB Stuttgart war die dritte Saison-Schlappe vor heimischer Kulisse. »So sind wir auf dem besten Wege, die Meisterschaft zu verspielen. Wir haben zu Hause genug Gastgeschenke verteilt«, klagte BVB-Manndecker Christian Wörns.

Platzverweis nach Beschimpfung

Eine Woche vor der Partie beim FC Bayern München verpasste es der Tabellenzweite, mit dem Spitzenreiter gleichzuziehen. In einer hektischen Schlussphase überließ der BVB nach der Führung dem auswärts bisher punktlosen Gast die Regie. Selbst der verschossene Elfmeter des Hamburgers Bernd Hollerbach (87.) rüttelte die Gastgeber nicht wach. Eine Minute vor Schluss wurde er durch den Ausgleich von Kim Christensen doch noch bestraft. Das Rätsel um den Platzverweis von Erik Meijer, der kurz vor Schluss die Rote Karte sah, löste der Niederländer auf seine Weise. »Ich war mit den Entscheidungen des Schiris nicht einverstanden. Da habe ich ihn einfach Wichser genannt«, bekannte er vor laufenden Kameras.

Noch schlechter als in Dortmund war die Stimmung in Leverkusen. Das 0:1 gegen den VfB machte Klaus Toppmöller sichtbar zu schaffen. »Das war ein bitterer Rückschlag und verantwortungslos«, schimpfte der Bayer-Coach, dessen Team das Wechselspiel zwischen Glanz und Elend zu seinem Leidwesen fortsetzte. Während die Schwaben dem angestrebten Spitzenplatz immer näher kommen, ist Leverkusen nur noch einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt. »Wir blicken jetzt bös? nach unten«, meinte Toppmöller.

Von einer Erfolgsstory wie beim TSV München 1860 können die Leverkusener derzeit nur träumen. Heimlich, still und leise hat sich das Team von Trainer Peter Pacult in der Tabelle nach oben geschlichen. Vor allem der erst 21 Jahre alte Angreifer Benjamin Lauth machte mit seinen Saisontreffern vier und fünf das Glück der »Löwen« perfekt. »Das Klima in der Mannschaft ist so gut wie lange nicht mehr, vielleicht können wir uns da vorne ein paar Wochen etablieren«, sagte Präsident Karl-Heinz Wildmoser.

»Junge Wilde«

Neben Meijer und Lauth sorgte Andreas Möller am 11. Spieltag für Gesprächsstoff. Ausgerechnet der auf die Bank verbannte Spielmacher stoppte den Negativ-Trend des FC Schalke 04. Elf Minuten nach seiner Einwechslung (68.) erzielte er mit einem Freistoß den Treffer zum 1:0-Endstand gegen Energie Cottbus. »Das wünscht man sich natürlich als Trainer, besser kann es nicht gehen«, sagte Schalke-Coach Frank Neubarth über seinen Schachzug mit Möllers Einwechslung. Beim Gastgeber machte sich die Trennung von den Routiniers Vasile Miriuta und Bruno Akrapovic nicht bezahlt: Die »jungen Wilden« um Silvio Schröter, Zsolt Löw und Timo Rost spielten zwar mit viel Einsatz, konnten aber die vierte Heimschlappe in Folge nicht verhindern.

Bedrohliche Züge nimmt auch die Talfahrt von Borussia Mönchengladbach an. Einen Tag vor dem 60. Geburtstag von Trainer Hans Meyer rutschte der Altmeister nach der 1:2-Schlappe beim 1. FC Nürnberg auf einen Abstiegsplatz ab. Von einer Krise wollte der Coach, dessen Team nach der Roten Karte gegen Stephane Stassin (87.) das Spiel mit neun Feldspielern beenden musste, jedoch nichts wissen:

»Wenn heute der 32. Spieltag wäre, müsste ich mir Sorgen machen. So können wir noch alles korrigieren.«

Wissenscommunity