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Torlinientechnologie in der Bundesliga: Welche Clubs zweifeln - und wer für die neue Technik ist

Die Vereine der Fußball-Bundesliga entscheiden über die Einführung der Torlinientechnologie. Nötig ist eine Zweidrittelmehrheit. Der stern sagt, welche Clubs noch zweifeln und wer dafür ist.

Die Fußball-Bundesliga entscheidet bei der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes am heutigen Donnerstag in Frankfurt, ob die Torlinientechnologie eingeführt wird. Zwölf der 18 Vereine müssen dafür stimmen, damit die Technik-Revolution in den deutschen Stadien Einzug hält.

Bei der ersten Abstimmung im März hatten sich 24 der 36 Profivereine gegen die Satzungsänderung gewehrt - auch aus finanziellen Gründen. Die Zweitligisten sind bei der Abstimmung am Donnerstag aber nicht mehr beteiligt.

Drei klare Gegner

Den Antrag zur erneuten Abstimmung hatte der FC Bayern München gestellt. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur haben sich neun Vereine bisher dafür ausgesprochen, einige Clubs halten sich bedeckt. Zudem gibt es drei klare Gegner: der SC Paderborn, Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg. Auch beim FC Schalke gibt es ablehnende Tendenzen. Der HSV hatte im März ebenfalls gegen die Einführung gestimmt. Unklar ist, wie der Verein nach der Umstrukturierung unter der neuen Führung entscheiden wird.

Drei Vereine unentschieden

Nach einer Umfrage der "Bild"-Zeitung sollen drei Vereine im Vorfeld noch nicht entschieden haben, wie sie abstimmen werden. Dazu gehören Augsburg, Hertha und der VfL Wolfsburg.

Als sichere Befürworter gelten der FC Bayern, Bremen, Dortmund, Gladbach, Hannover, Hoffenheim, Leverkusen, Stuttgart, Mainz und mittlerweile auch Köln. Die Domstädter hatten im März noch gegen die Einführung gestimmt. Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) spricht sich klar für die neue Technik aus: "Ich glaube, als eine der größten Ligen der Welt sollte man eine gewisse Grundeinstellung zu Veränderungen haben", sagte Geschäftsführer Christian Seifert der "Bild".

Die DFL hat derweil eine Ausschreibung unter verschiedenen Systemanbietern gestartet und will die genauen Kosten vorstellen. Ein Kandidat ist GoalControl, dessen Hersteller in Würselen sitzt. Das System zur Torerkennung war bereits bei der Fußball-WM in Brasilien zum Einsatz gekommen.

feh/DPA / DPA

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