HOME

Bundesliga: 2:0 in Ingolstadt: Handtor von Gladbachs Stindl sorgt für Diskussionen

Der Aufwärtstrend bei Borussia Mönchengladbach hält an. Beim FC Ingolstadt holten die Fohlen einen 2:0-Arbeitssieg, Lars Stindl erzielte ein umstrittenes Tor. Schalke verpasst den Sieg gegen Hoffenheim.

Tor für Gladbach in Ingolstadt - Lars Stindl erzielt das umstrittene 1:0

Umstrittenes Tor zum 1:0 für Gladbach in Ingolstadt: Lars Stindl bugsiert den Ball auch mit der Hand über die Linie.

Mit einer Ausnahmevorstellung und einem 8:0-Kantersieg hat Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern den Fünf-Punkte-Vorsprung auf seinen einzigen Verfolger RB Leipzig gewahrt. Die Münchner demontierten den Hamburger SV am Samstag und bescherten ihrem Coach Carlo Ancelotti in dessen 1000. Pflichtspiel als Trainer zugleich einen echten Fußball-Feiertag. Auch Leipzig und der Tabellendritte Borussia Dortmund fuhren Erfolge ein, im Abstiegskampf sieht es dagegen weiter schlecht aus für Darmstadt 98. Auch Ingolstadt verlor am Sonntag zuhause gegen Mönchengladbach.

Schalke 04 - 1899 Hoffenheim 1:1

1899 Hoffenheim hat in der Fußball-Bundesliga seinen vierten Platz gefestigt. Sebastian Rudy traf am Sonntag beim 1:1 (0:1) bei Schalke 04 in der 79. Minute für die Kraichgauer zum wichtigen Ausgleich. Schalke war durch Alessandro Schöpf bereits in der fünften Minute in Führung gegangen. Für Hoffenheim war es der erste Punktgewinn gegen S04 seit 2011. Mit 38 Zählern hat das Team von Trainer Julian Nagelsmann auf dem Playoff-Platz zur Champions League einen Zähler Vorsprung auf Hertha BSC. Schalke blieb im siebten Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage, konnte als Zwölfter mit 27 Punkten aber kaum Boden auf die Europacup-Plätze gut machen.

FC Ingolstadt - Borussia Mönchengladbach 0:2

Dank eines umstrittenen Handtores von Lars Stindl hat Borussia Mönchengladbach seine Erfolgsserie in der Bundesliga fortgesetzt. Drei Tage nach seinem Dreierpack in der berauschenden Europa-Pokalnacht von Florenz brachte der Kapitän die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking beim 2:0 (0:0) mit einem Unterarm-Treffer in der 60. Minute auf die Siegerstraße. André Hahn machte den fünften Erfolg in den letzten sieben Pflichtspielen mit seinem Tor in der ersten Minute der Nachspielzeit perfekt. Beim Führungstreffer war Stindl der Ball von der Brust gegen den Arm geprallt. Schiedsrichter Christian Dingert erkannte den Treffer dennoch an - eine Regel-Entscheidung mit Interpretationsspielraum. "Es war eine schwierige Situation, auf jeden Fall keine Absicht. Es war nicht astrein, aber auch kein Regelverstoß", sagte Stindl. Die Situation sei "unglücklich gelaufen". Sky-Schiedsrichter-Experte Peter Gagelmann bescheinigte Stindl, dass er nicht mit Absicht gehandelt habe; das Tor müsse daher zählen.

Bayern München - Hamburger SV 8:0

Ihrem Lieblingsgegner der vergangenen Jahre ließen die Bayern auch diesmal keinerlei Chance. Schon vor der Pause war nach Treffern von Arturo Vidal (17. Minute) und Robert Lewandowski (24., Foulelfmeter/42.) alles entschieden. Erneut Lewandowski (54.), David Alaba (56.), Kingsley Coman (65./69.) und Arjen Robben (87.) machten den vierthöchsten Bayern-Sieg der Bundesliga-Geschichte schließlich perfekt. Vor zwei Jahren hatten die Münchner den HSV schon einmal mit 8:0 abgefertigt. Für Ancelotti war es im jobübergreifend 1000. Pflichtspiel als Trainer der 591. Sieg - ein gänzlich ungefährdeter.

RB Leipzig - 1. FC Köln 3:1

Durch den 15. Sieg im 22. Saisonspiel bleibt Leipzig zumindest einigermaßen dran am FC Bayern. In einer einseitigen Partie sorgte Emil Forsberg (5.) nach feiner Vorarbeit durch Timo Werner für die frühe Führung. Per Eigentor legte Kölns Dominic Maroh noch vor dem Pausenpfiff den zweiten Leipziger Treffer nach - und zwar äußerst unglücklich: Mit dem linken Knie bugsierte er den Ball ins Netz. Nach dem Kölner Anschluss durch Yuya Osako (53.) stellte Werner (65.) schnell den alten Abstand wieder her.

SC Freiburg - Borussia Dortmund 0:3

Die in dieser Saison so inkonstanten Dortmunder erwischten wieder einen besseren Tag und waren den Gastgebern in allen Belangen überlegen. Die Ein-Tore-Führung zur Pause durch Sokratis (13.) spiegelte nicht den Spielverlauf wider - die Westfalen hätten schon zuvor mehrmals nachlegen müssen. Weitere Treffer aber gelangen erst Pierre-Emerick Aubameyang (55./70.) nach Wiederanpfiff.

Bayer Leverkusen - FSV Mainz 05 0:2

Ein früher Mainzer Doppelschlag erwischte Bayer kalt: Stefan Bell (3.) und Levin Öztunali (11.) ließen die Gäste auf drei Punkte hoffen. Bayer kassierte schnell erste Pfiffe von seinen Anhängern - und brachte offensiv auch danach wenig zustande. Die Europa-League-Ambitionen des Werkclubs erhalten durch die überraschende Niederlage somit wieder einen kleinen Dämpfer.

SV Darmstadt 98 - FC Augsburg 1:2

Lange blieb es ein Spiel ohne Höhepunkte, bis Marcel Heller gleich die erste wirkliche Darmstädter Torchance nutzte. Nach 48 Minuten verwertete der Offensivspieler eine Flanke von rechts aus kurzer Distanz zum 1:0, das nicht lange Bestand hatte. Nur sieben Minuten später gab Referee Jochen Drees nach einer unbedachten Aktion von Alexander Milosevic Strafstoß für Augsburg, den nutzte Paul Verhaegh. Raul Bobadilla (85.) traf kurz vor Schluss entscheidend für den FCA.

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 2:0

Die Berliner untermauerten ihre Europapokal-Ansprüche und verdrängten die Eintracht von Tabellenrang fünf. Vedad Ibisevic (52.) und Vladimir Darida (83.) erzielten die beiden Treffer. Die Hessen schafften es in einer schwachen Partie nicht, ihre vielen Ausfälle zu kompensieren. Vor allem offensiv blieb die Eintracht harmlos. Obendrein sah Haris Seferovic (78./Tätlichkeit) die Rote Karte.

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 1:2

Dank Torjäger Serge Gnabry hat Werder Bremen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga drei wichtige Punkte geholt. Die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri gewann am Freitagabend das Nordduell beim VfL Wolfsburg überaus glücklich mit 2:1 (2:1) und verließ Relegationsplatz 16. Die über 90 Minuten besseren Gastgeber konnten eine Vielzahl zum Teil hochkarätiger Chancen nicht nutzen. Gnabry brachte die Bremer mit seinen Saisontoren neun und zehn (10. und 18. Minute) früh in Führung, nach dem Anschlusstreffer durch den Spanier Borja Mayoral (19.) stürmten fast nur noch die Wolfsburger. Durch den Auswärtssieg zum Auftakt des 22. Spieltags ist Bremen nun punktgleich mit dem VfL Wolfsburg (beide 22).

car / DPA

Wissenscommunity