Bundesliga FC Bayern wieder an der Spitze


Mit einem 4:0 gegen Duisburg hat der FC Bayern München nach nur einer Woche die Tabellenspitze zurückerobert.

Bayern München hat seine Pflichtaufgabe gegen einen in Ehrfurcht erstarrenden MSV Duisburg mit Leichtigkeit gelöst und Werder Bremen wieder als Bundesliga-Tabellenführer abgelöst. Der deutsche Fußball-Meister fertigte den hilflosen Aufsteiger am Samstag auch ohne einen Treffer von Roy Makaay, der nun schon seit insgesamt 814 Pflichtspiel-Minuten auf ein Erfolgserlebnis wartet, locker mit 4:0 (2:0) ab. Michael Ballack (27.), Zé Roberto (33.), Roque Santa Cruz (59.) und der eingewechselte Claudio Pizarro (90./+2) bauten beim höchsten Saisonsieg des Rekordmeisters die Bundesliga-Bilanz der Münchner in der Allianz Arena auf makellose fünf Siege und 13:0 Tore aus. Die auswärts weiterhin sieglosen Duisburger präsentierten sich wie ein Absteiger und bleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Ballack brach den Bann

Beflügelt vom 2:1-Erfolg in der Champions League gegen Juventus Turin ließen die Bayern vor 66 000 Zuschauern auch ohne den gesperrten Martin Demichelis, für den Jens Jeremies im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam, den Ball von Anfang an nach Belieben laufen. Die von Trainer Norbert Meier gegenüber der 0:1-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt auf drei Positionen umbesetzten Duisburger agierten ängstlich und waren nur auf Schadensbegrenzung bedacht.

Ballack brach nach 27 Spielminuten mit seinem vierten Saisontor den Bann. Der zur Pause mit Leistenproblemen ausbewechselte Kapitän der deutschen Nationalmannschaft kam nach einer Flanke von Roque Santa Cruz frei zum Kopfball. MSV-Torwart Georg Koch war ohne Abwehrchance. Pech hatte der Duisburger Kapitän sechs Minuten später, als Zé Roberto ihn im zweiten Versuch listig per Hacke überwand. Der Brasilianer hatte zuletzt im Dezember 2004 getroffen. Das 2:0 zur Pause war hochverdient für die zielstrebig kombinierenden Münchner, denen die überforderten Duisburger hilflos hinterher liefen.

Weiter warten auf einen Maakay-Treffer

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Bayern ein wenig das Tempo aus dem Spiel, aber dominierend blieben sie trotzdem. Santa Cruz durfte nach Flanke von Zé Roberto völlig freistehend zum 3:0 einköpfen, der für ihn eingewechselte Pizarro sorgte in der Nachspielzeit für den umjubelten Schlusspunkt. Nur das Warten auf einen Makaay-Treffer nahm erneut kein Ende, obwohl der Niederländer - wie schon gegen Juventus Turin - immer wieder sein Glück versuchte. Er traf die Latte (23.), verzog aus spitzem Winkel (49.) oder scheiterte an Koch (63./78.).

Klaus Bergmann/DPA


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