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Bundesliga Hoffenheim und Manager Tanner trennen sich


Nach Unstimmigkeiten mit Mäzen Dietmar Hopp muss Hoffenheims Manager Tanner seinen Hut nehmen. Der Verein gab bekannt, man habe sich "einvernehmlich getrennt". Trainer Markus Babbel soll vorerst Tanners Aufgaben übernehmen.

TSG 1899 Hoffenheim kommt einfach nicht zur Ruhe, nach der Entlassung von Holger Stanislawski in der Winterpause muss nun auch Manager Ernst Tanner nach Unstimmigkeiten mit 1899 Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp seinen Hut nehmen.

Hopp betonte auf der Pressekonferenz, dass der Schritt zum jetzigen Zeitpunkt notwendig gewesen sei, um die Transfers für die anstehende Saison mit genügend Vorlauf planen zu können.

Unstimmigkeiten zwischen Hopp und Tanner

Laut Hopp liegen in den "zu unterschiedlichen Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung der sportlichen Abteilung" die Hauptgründe für die Trennung. Wie der Verein mitteilte, erfolgte die Auflösung des Vertrages "einvernehmlich".

Übergangsmäßig soll nun Cheftrainer Markus Babbel die Aufgaben von Tanner bis zum Ende der Saison übernehmen. Die Ablösung von Tanner ist nicht überraschend, der Zeitpunkt allerdings schon. Noch bei der Pressekonferenz am Nachmittag hatte Babbel zu Fragen nach Tanners Zukunft gesagt: "Das ist ein normales Mit- und Gegeneinander. Ich habe keine Probleme mit ihm."

Bruch zwischen Hopp und Tanner schon bei Stanislawskis Entlassung

Das Verhältnis zwischen Tanner und Hopp war in den letzten Monaten immer mehr abgekühlt. Schon bei der Entlassung des beliebten Holger Stanislawski soll Hopp die treibende Kraft gewesen sein. Des weiteren soll es auch bei der Frage nach zukünftigen Transfers und der Perspektive des Clubs Differenzen gegeben haben. Während Hopp der Mannschaft einen radikalen Sparkurs verordnen wollte, im Zuge dessen unter anderem Luiz Gustavo und Vedad Ibisevic den Verein verließen, war Tanner ein Gegner dieser Vorgehensweise.

Bei den letzten Transfers hatte Tanner, der 2010 die Nachfolge von Jan Schindelmeiser angetreten hatte, zudem nicht immer ein glückliches Händchen. Die Verpflichtung des bisher auf ganzer Linie enttäuschenden Niederländers Ryan Babel oder die Einsetzung des überforderten Marco Pezzaiuoli als Chefcoach sind zwei Beispiele.

Ex-Schalker Müller als Nachfolger im Gespräch

Bereits unmittelbar nach Tanners Ende als Manager ranken sich Gerüchte um dessen Nachfolge. Prominenter Kandidat ist unter anderem der ehemalige Schalker Manager Andreas Müller.

Übergangsmanager Markus Babbel betonte, dass man die aktuelle Mannschaft nicht komplett umkrempeln wolle und sagte, man wolle sie lediglich "punktuell verstärken". "Ich bin sicher, dass wir mit einer Bündelung der Kräfte die laufende Spielzeit zufriedenstellend beenden und zuversichtlich sowie stark aufgestellt in die neue Saison gehen können", sagte Babbel.

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