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BUNDESLIGA: Lauterns Serie beendet: Wolfsburg feiert ersten Saisonsieg

Ausgerechnet beim bisherigen Tabellenletzten ist die beeindruckende Serie des 1. FC Kaiserslautern zu Ende gegangen

Ausgerechnet beim bisherigen Tabellenletzten ist die beeindruckende Serie des 1. FC Kaiserslautern zu Ende gegangen: Nach sieben Siegen in Serie verlor der Spitzenreiter des Fußball-Bundesliga am Samstag sein erstes Spiel. Mit dem 2:0 (1:0)-Sieg, den Andrzej Juskowiak (14.) und Frank Greiner (82.) herausschossen, beendeten die Wolfsburger zugleich ihre eigene Serie von sieben sieglosen Spielen.

Trainer Wolf wird in Ruhe weiter arbeiten können

Kaiserslautern bleibt dennoch Erster und im Besitz einer Bilanz, die sonst nur Bayern München aufweisen kann. 1995 waren die Bayern ebenfalls mit sieben Siegen in die Saison gestartet, ehe es eine 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund gab. Die Gäste verloren verdient, auch wenn sie lange Zeit mehr vom Spiel hatten, weil der gastgebende VfL mehr Einsatz zeigte und am Ende der Partie sogar einige spielerisch starke Szenen präsentierte. Trainer Wolfgang Wolf, der zuletzt unter Druck geraten war, dürfte dadurch in Ruhe weiter arbeiten können.

Wolfsburg war kaum wiederzuerkennen

Die Wolfsburger waren kaum wiederzuerkennen. Aggressiv gingen die VfL-Spieler zur Sache, mit einem Einsatz, wie ihn Trainer Wolfgang Wolf schon in den Partien zuvor eingefordert hatte, aber nicht zu sehen bekam. Die Mannschaft, das wurde deutlich, spielte auf jeden Fall nicht gegen den Trainer.

Flottes und abwechslungsreiches Spiel

Mit ihrem Einsatz trugen die Wolfsburger ihren Teil bei zu einem flotten und abwechslungsreichen Spiel, das vor allem in der Anfangsphase von den Gästen dominiert wurde. Die Lauterer schienen die zuletzt aufgetretene Unsicherheit der Wolfsburger ausnutzen zu wollen und besaßen durch den quirligen Spielmacher Lincoln (6., 7.) bei einem Schuss und einem auf der Latte landenden Eckball gleich in der Anfangsphase zwei Chancen. Auch sonst war der Brasilianer der auffälligste Akteur, Waldemar Kryger konnte ihn kaum stoppen. Auf Grund einer Rippenprellung musste Lincoln nach der Pause allerdings in der Kabine bleiben und wurde durch Youri Djorkaeff ersetzt.

Juskowiak erzielte seinen zweiten Treffer

Das Tor fiel indes auf der Gegenseite. Der lange vermisste Juskowiak erzielte bei seinem zweiten Einsatz seinen zweiten Treffer, als er den Ball nach einem Freistoß von Dorinel Munteanu per Kopf ins Tor bugsierte. Und kurz danach hätte der lange verletzte Torjäger beinahe ein weiteres Tor erzielt. Sein Heber missglückte jedoch.

Der Tabellenführer, bei dem Mario Basler zunächst auf der Bank saß, ließ sich durch den Treffer nicht aus dem Konzept bringen und erwies sich weiter als die schwungvollere Mannschaft. Die Wolfsburger mussten sich bei Torwart Claus Reitmaier bedenken, dass Tomasz Klos (24.) und Miroslav Klose (42.) keine Treffer bejubeln durften.

Greiner machte das entscheidende Tor

Auch nach der Pause besaß Kaiserslautern zunächst mehr Spielanteile. Überzeugend war der Auftritt des Tabellenersten trotzdem nicht, bei dem Nationalstürmer Klose in der 54. Minute nach einer Verletzung des rechten Sprunggelenks ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Vielmehr wurden die Wolfsburger immer gefährlicher und besaßen durch Martin Petrov (62.) und den eingewechselten Dietmar Kühbauer (70.) gute Chancen, ehe Greiner das entscheidende Tor erzielte.

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