Bundesliga Schalke unterstreicht Titelambitionen


Mit einem souveränen 3:0-Heimsieg über Wolfsburg macht der FC Schalke 04 deutlich, dass es für die Blauweißen in dieser Saison nur ein Ziel gibt: die Meisterschaft.

Mit einem souveränen Heimsieg wobei der Erfolg gegen die überforderten Wolfsburger durchaus noch hätte höher ausfallen können. Die Tore für Schalke erzielten vor 61 524 Zuschauern in der ausverkauften Arena Gerald Asamoah (13.), Ebbe Sand (35.) und der eingewechselte Mike Hanke (85.). Von der 76. Minute an musste der VfL mit zehn Mann auskommen, weil Hans Sarpei die Gelb-Rote Karte sah.

Beide Mannschaften mussten stark ersatzgeschwächt und ohne ihre etatmäßigen Innenverteidiger antreten. Bei Schalke war kurzfristig wegen eines fiebrigen Infekts auch Mladen Krstajic ausgefallen, Marcelo Bordon steht ohnehin seit zwei Wochen wegen Achillessehnen- Beschwerden nicht zur Verfügung. Die Gäste aus Niedersachsen mussten den erkrankten Hofland sowie die beiden Gelb-Gesperrten Stefan Schnoor und Martin Petrow ersetzen. Zudem saß der argentinische Spielmacher Andres D’Alessandro zunächst auf der Bank, wurde erst nach gut einer Stunde eingewechselt.

Gegen die Wolfsburger, die zuletzt auswärts sechs Mal in Serie verloren hatten, nahmen die Königsblauen das Heft von der ersten Minute an in die Hand. VfL-Torhüter Simon Jentzsch stand von Anfang an unter Beschuss und konnte sich gegen Ailton (1./9./34.), Dario Rodriguez (24.) und bei einem Freistoß von Lincoln (44.) gleich reihenweise auszeichnen. Bei einem Lattenschuss von Sven Vermant (7.) stand Jentzsch das Glück zur Seite. In der 13. Minute war er dann jedoch machtlos. Einen Lincoln-Freistoß verwertete der von einer Oberschenkel-Verletzung genesene Asamoah per Kopf. Auch das 2:0 resultierte aus einer Standard-Situation. Sand war der Nutznießer einer vom überragenden Lincoln getretenen Ecke (35.).

Gelb-Rot im zweiten Anlauf

Kurz nach dem Wechsel verpasste Ailton die große Möglichkeit, vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Nachdem Pablo Thiam den Brasilianer Lincoln im Strafraum zu Fall gebracht hatte, scheiterte Ailton per Strafstoß am großartig reagierenden Jentzsch. 20 Minuten später verhinderte der in Bestform auftrumpfende Wolfsburger Schlussmann bei einem Kopfball von Sand erneut das mögliche 0:3. Kurios: In der 76. Minute sah Sarpei die Gelb-Rote Karte wegen absichtlichen Handspiels, obwohl er in der ersten Spielhälfte zu Unrecht verwarnt worden war. Da hatte Sarpei anstelle des bereits verwarnten Facundo Quiroga die Gelbe Karte bekommen. Rund eine Minute nach seiner Einwechselung für Ailton sorgte Hanke doch noch für das dritte Tor.

Ulli Brünger/DPA


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker