HOME

BUNDESLIGA: Beide Heimspiele erfolgreich

Dortmund untermauert Titelanspruch, die Berliner Serie riss ab. Werder wurde gestoppt: Topic beschert Kellerkind Energie den ersten Sieg nach 14 Spielen.

Dank Jan Koller hat Borussia Dortmund seine Titelambitionen in der Bundesliga untermauert und mit Tabellenführer Bayer Leverkusen wieder gleichgezogen. Ausgerechnet der zuletzt wegen seiner Abschlussschwäche kritisierte tschechische Stürmer erzielte am Sonntag beim verdienten 3:1 (1:0) gegen Hertha BSC zwei Treffer.

Immer noch ungeschlagen

Der 2,02 m lange Koller traf für die nun seit neun Begegnungen ungeschlagenen Dortmunder in der 7. und in der 54. Minute jeweils per Kopf und markierte vor 63.000 Zuschauern seine Saisontreffer vier und fünf. Das dritte Tor steuerte Christian Wörns (76.) bei. Der eingewechselte Andreas Neuendorf (71.) konnte für die Berliner nur das Anschlusstor erzielen. Für die Gäste endete eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage. Außerdem warten sie seit März 1972 auf einen Sieg in Dortmund.

Aufstellung überraschte

Der Erfolg der Westfalen hätte höher ausfallen können: Doch Ewerthon (36.) scheiterte mit einem umstrittenen Foulelfmeter an Herthas Torhüter Jens Fiedler. Zuvor soll der Brasilianer nach Ansicht des Schiedsrichter Jürgen Aust von Fiedler gefoult worden sein. Dortmunds Trainer Matthias Sammer hatte mit seiner Aufstellung überrascht, als er außer auf dem erkrankten Brasilianer Amoroso auch auf dessen Landsmann Evanilson verzichtete.

Heil in der Offensive

Gegen die Berliner Abwehr fanden die Dortmunder schnell in die Partie. Gleich ihre erste Gelegenheit nutzten sie zum Führungstreffer durch Koller (7.). Doch die Berliner zeigten sich nicht geschockt und suchten mit ihren drei Stürmern mutig das Heil in der Offensive. Sie hatten Chancen durch Nationalspieler Marco Rehmer (15.) und einen Freistoß von Marcelinho (20.).

Hertha hielt wacker dagegen

Nach dem Wechsel wurden die Berliner kalt erwischt: Nach einem Eckball seines Landsmanns Tomás Rosicky war Koller (54.) erneut zur Stelle. In der Folgezeit machten die Gastgeber immer mehr Druck. Doch Hertha hielt dagegen. Hoffnung keimte auf nach dem Anschlusstreffer durch Neuendorf (71.). Schon zwei Minuten später hatte Marcelinho sogar die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Dortmunds Keeper Jens Lehmann kam noch mit den Fingerspitzen an den Ball. Verteidiger Wörns (76.), der erst vor wenigen Tagen seinen Vertrag verlängert hatte, verhinderte für die Westfalen eine mögliche Zitterpartie.

Werder vom Kellerkind gestoppt

Ausgerechnet Kellerkind Energie Cottbus hat mit dem ersten Erfolg nach 14 sieglosen Spielen die Überraschungsmannschaft des SV Werder Bremen aus dem Spitzentrio der Fußball-Bundesliga geschossen. Mario Topic sicherte den Lausitzern mit seinem Premieren-Treffer in der Bundesliga zum 2:1 (1:1) den ersten Sieg seit dem 18. August. Für die Hanseaten ging die Serie von acht Spielen ohne Niederlage zu Ende, obwohl sie durch Ailton in Führung (31.) gegangen waren. Vor 14.350 Zuschauern im Cottbuser Stadion der Freundschaft hatte der Ungarn Janos Matyus in der 41. Minute den Ausgleich für die Elf von Trainer Eduard Geyer erzielt.

Sieben Spieler fehlten

Der Energie-Coach musste gleich auf sieben Spieler verzichten, dafür gab der in der Winterpause von Zweitligist Eintracht Frankfurt verpflichtete Thomas Reichenberger sein Pflichtspiel-Debüt für die Lausitzer. Werder-Coach Thomas Schaaf veränderte seine zuletzt acht Mal in Folge siegreiche Elf lediglich auf einer Position: Der für 750.000 Euro Ablöse aus der Schweiz gekommene Ludovic Magnin gab auf der linken Außenbahn seinen Bundesliga-Einstand für die Grün-Weißen.

Frühe Führung

Cottbus begann angesichts zuletzt 14 sieglosen Spielen in Folge verunsichert, während sich die Bremer gewohnt ballsicher präsentierten und das Kommando im Stadion der Freundschaft übernahmen. Folgerichtig hatten auch die Hanseaten die erste Gelegenheit des in der Anfangsphase durch Nickligkeiten geprägten Spiels:: Ailton profitierte von einer Nachlässigkeit der Cottbusser Hintermannschaft und ließ Energie-Keeper Tomislav Piplica mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern keine Abwehrchance. Danach schlichen sich bei den Werderanern erste Nachlässigkeiten ein, die Cottbus bei der ersten Chance bestrafte: Vier Minute vor dem Pausenpfiff verpasst Bode eine Miriuta-Ecke und der ungarische Nationalspieler Janos Matyus köpfte zum 1:1- Pausenstand ein.

Möglichkeiten nicht verwertet

In der zweiten Hälfte wirkten die Werderaner noch geschockt vom Ausgleich und fanden nicht mehr richtig ins Spiel. Zwar hatte das Team von Trainer Schaaf noch gute Möglichkeiten, konnte diese aber durch Bode (56./57.) und Kristijan Lisztes (73.) nicht verwerten. Elf Minuten vor Ende der Partie gelang dem eingewechselten Topic der umjubelte Siegtreffer. In der Nachspielzeit verpasste Ailton per Kopf knapp den Ausgleich.

Wissenscommunity