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WM-Qualifikation: Afrika kommt mit vier WM-Neulingen

Nach dem vorletzten Spieltag der WM-Qualifikation stehen 24 von 32 Teilnehmer der Endrunde in Deutschland fest. In Europa und Südamerika haben sich die Favoriten durchgesetzt, aus Afrika kommen fast nur WM-Debütanten.

Acht Monate vor dem Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft in München stehen 24 von 32 Teilnehmern der Endrunde fest. Bei den Qualifikationsspielen am Samstag erreichten nach dem Gastgeber Deutschland und der Ukraine auch die Niederlande, England, Polen, Kroatien, Italien und Portugal das große Ziel.

Die Niederlande sicherten sich den ersten Platz in ihrer Gruppe mit einem 2:0 in Tschechien. Die Tore erzielten HSV-Spieler Rafael Van der Vaart und Barry Opdam. Ohne den verletzten Jan Koller fiel Tschechien hinter Rumänien auf den dritten Platz zurück und muss nun am Mittwoch in Finnland gewinnen, um noch eine Chance auf die WM-Teilnahme zu haben. Von dem Ergebnis in Prag profitierten England und Polen. Beide sind qualifiziert - entweder als Gruppenerster oder als einer von zwei der besten Zweitplatzierten in den acht Europagruppen.

England wenig überzeugend gegen Österreich

England gewann in Manchester mit 1:0 gegen Österreich; das Tor erzielte Frank Lampard mit einem Elfmeter. Kapitän David Beckham musste das Spiel mit einer gelb-roten Karte vorzeitig beenden und fehlt nun beim Spitzenspiel gegen Polen am Mittwoch in Manchester. Englands zuletzt umstrittener Trainer Sven-Göran Eriksson sprach von einem schwierigen Start in die WM-Saison, aber auch von einer "Belohnung für die harte Arbeit im vergangenen Jahr".

Mit einem 1:0 gegen Schweden setzte sich Kroatien an die Spitze der Gruppe 8. Der Vorsprung von zwei Punkten vor Schweden garantiert zwar noch nicht den Gruppensieg, doch ist Kroatien zumindest einer der beiden besten Zweitplatzierten. Mit dem Minimalsieg von 1:0 gegen Slowenien qualifizierte sich Italien als Gruppenerster für die WM. Das goldene Tor erzielte der eingewechselte Cristian Zaccardo in der 78. Minute. Als Zweiter hat Norwegen einen Platz in der Relegation sicher, die am Freitag nächster Woche ausgelost wird. Die Hin- und Rückspiele finden am 12. und 16. November statt.

Portugal mühsam gegen Liechtenstein

Portugal errang den Gruppensieg mit einem mühsamen 2:1 gegen Liechtenstein. Die Entscheidung um den zweiten Platz fällt hier zwischen der Slowakei und Russland. In der Gruppe 2 haben die Türkei, Dänemark und Griechenland noch eine Chance auf den zweiten Platz hinter der Ukraine. Ein Tor von Michael Gravgaard zum 1:0 gegen Europameister Griechenland lässt die Dänen hoffen.

Noch alles offen ist in der Gruppe 4: Die Schweiz und Frankreich trennten sich mit 1:1, während Irland mit 1:0 auf Zypern gewann. Israel schlug in seinem letzten Spiel die Faröer mit 2:1 und ist nun mit einem Punkt Vorsprung Tabellenführer vor der Schweiz und Frankreich. Am Mittwoch empfängt Irland die Schweiz, Frankreich kann gegen Zypern punkten.

Gute Aussichten auf den Gruppensieg hat Serbien-Montenegro, das vor den letzten Spielen am Mittwoch mit zwei Punkten vor Spanien liegt. Die Serben gewannen am Samstag mit 2:0 in Litauen. Das gleiche Ergebnis gelang Spanien in Belgien, das damit erstmals seit 1978 nicht bei einer WM dabei ist. Chancen hat in dieser Gruppe auch noch Bosnien-Herzegowina, das am Mittwoch in Serbien-Montenegro antreten muss.

Angola, Togo, Ghana, Tunesien und die Elfenbeinküste sind die Vertreter Afrikas bei der Fußball-WM in Deutschland. Ausgeschieden sind hingegen Nigeria und Südafrika als Gastgeber der Weltmeisterschaft 2010. Fabrice Akwa, Torschütze zum 1:0 Angolas gegen Ruanda jubelte: "Das ist phantastisch! Das ist eine großartige Sache für ein Land wie Angola. Jetzt bereiten wir uns auf die Endrunde in Deutschland vor."

In Südamerika qualifizierten sich nach Brasilien und Argentinien auch Paraguay und Ecuador für die WM. Paraguay sicherte sich seine siebte WM-Teilnahme mit einem 1:0 über Venezuela; den Siegtreffer erzielte der für Werder Bremen spielende Nelson Haedo Valdez in der 65. Minute. Ecuador reichte ein 0:0 gegen Uruguay für den Einzug in die Endrunde. Mit einem 3:0 über die USA sicherte sich Costa Rica die Teilnahme an der Endrunde. Das mittelamerikanische Land ist nach den USA und Mexiko der dritte Teilnehmer aus dieser Region.

Stephen Wade/AP / AP

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