HOME

Stern Logo Bundesliga

2. Bundesliga: HSV schießt Verfolger Stuttgart eindrucksvoll ab – Hannover 96 erlebt nächsten Dämpfer

Der HSV bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga das Maß der Dinge. Gegen Verfolger Stuttgart setzten sich die Hanseaten am Samstag überraschend deutlich durch. Indes konnte Hannover 96 erneut nicht überzeugen und auch in Dresden wachsen die Sorgen.

2. Bundesliga - Ergebnisse der Samstagsspiele

Mit dem 6:2-Sieg über Verfolger Stuttgart konnte der Hamburger SV seine Spitzenposition in der zweiten Bundesliga eindrucksvoll untermauern

DPA

Der Hamburger SV hat seine Spitzenposition in der 2. Fußball-Bundesliga eindrucksvoll untermauert. Die Hanseaten setzten sich am Samstag in einem hochklassigen Top-Duell gegen Verfolger VfB Stuttgart überraschend deutlich 6:2 (3:1) durch.  Vor 57.000 Zuschauern im erstmals in dieser Saison ausverkauften Volksparkstadion sorgten Sonny Kittel (14./Foulelfmeter, 36.), Bakery Jatta (24.), Gonzalo Castro (56./Eigentor), Martin Harnik (76.) und Adrian Fein (90.+1) für den fünften HSV-Heimsieg in Serie. Nicolas Gonzalez' (33.) und Silas Wamangitukas Tore (63.) reichten bei weitem nicht, um die dritte Pleite nacheinander für die nun vier Punkte hinter dem HSV liegenden Schwaben zu verhindern. 

Drei Tage vor dem Pokalspiel an gleicher Stelle zwischen beiden Teams zeigte der HSV in der ersten Halbzeit, warum er die beste Heim-Mannschaft der Liga ist. Aus vier Top-Chancen machten der starke Kittel & Co. gnadenlos effizient drei Tore. Beim VfB erwies sich der für den gesperrten Abwehrchef Holger Badstuber aufgebotene Maxime Awoudja als Schwachpunkt: Er verursachte den Elfmeter und verlor vor dem 0:2 den Ball. Gonzalez' Tor hielt die offensiv starken Gäste aber im Spiel.

Nach dem Wechsel setzte der VfB voll auf Angriff. Nach dem Eigentor schien die Partie gelaufen. Doch Philipp Försters vermeintliches 3:4 wurde wegen vorherigen Handspiels von Gonzalez per Videobeweis zurecht nicht anerkannt. Mit dem 5:2 machte der ehemalige Stuttgarter Harnik in diesem völlig verrückten Spiel dann alles klar für den HSV.

Arminia Bielefeld auf direktem Aufstiegsplatz

Im parallel angepfiffenen Duell zwischen Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld konnte letzteres Team bereits den fünften Auswärtssieg der Saison einfahren und sich auf den zweiten Tabellenplatz vorschieben. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus setzte sich in Dresden mit 1:0 durch und gilt damit als das beste Team der der Liga (fünf Siege, ein Remis). Vor 26.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion erzielte Andreas Voglsammer (63.) das Siegtor, durch das Bielefeld die Situation des Vorletzten aus Dresden verschärfte.

Coach Neuhaus konnte an seiner alten Wirkungsstätte wieder auf Spielmacher Reinhold Yabo zurückgreifen. Die bisher auswärts ungeschlagenen Gäste agierten auch in Dresden sehr selbstbewusst und erarbeiteten sich im ersten Spielabschnitt einige gute Möglichkeiten. Doch erst in der 63. Minute konnten die Bielefelder jubeln. Nach einer Flanke von Jonathan Clauss erzielte Voglsammer per Flugkopfball seinen sechsten Saisontreffer.

Hannover 96 kassiert späten Ausgleich – Keeper Zieler muss vom Platz

Indes bleibt Bundesliga-Absteiger Hannover 96 im grauen Mittelmaß von Liga zwei hängen. Die Niedersachsen kamen beim Aufsteiger Karlsruher SC nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus und belegen mit 13 Punkten vorerst nur Rang 13. Vor 13.300 Zuschauern trafen Hendrik Weydandt (6. Minute/90.+4) sowie Marvin Ducksch (44./Foulelfmeter) für Hannover. Marvin Wanitzek (9./Handelfmeter) und Daniel Gordon mit einem Doppelpack (77./90.+5) glichen dreimal für die Hausherren aus. In der dramatischen Schlussphase sah 96-Torwart Ron-Robert Zieler nach dem 3:3 wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen durch Weydandt auf Zuspiel von Cedric Teuchert früh in Führung. Die Freude beim Team von Trainer Mirko Slomka, der 2017 nach nur drei Monaten beim KSC freigestellt worden war, währte jedoch nur kurz. Bereits 180 Sekunden später glich Wanitzek per Elfmeter aus, nachdem 96-Verteidiger Marcel Franke den Ball bei einem Schuss von Kyoung-Rok Choi im eigenen Strafraum an die Hand bekommen hatte. 

Kurz vor der Pause zeigte Schiedsrichter Guido Winkmann nach einem Rempler von KSC-Abwehrspieler Damian Roßbach an Ducksch erneut auf den Punkt. Der Gefoulte schnappte sich den Ball und verwandelte sicher. In einer intensiven Partie drückte Karlsruhe nach der Pause vehement auf den Ausgleich und belohnte sich durch Gordon für seine Bemühungen.

mod / DPA

Wissenscommunity