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Bundesliga: Bayern auf Herbstmeister-Kurs, HSV gewinnt rasantes Nordderby

Der FC Bayern bleibt mit dem 13. Sieg im 14. Bundesliga-Spiel weiter ungeschlagen, der HSV gewinnt ein rassiges Nordderby in Bremen und Gladbach erkämpft sich ein Remis in Hoffenheim.

HSV-Spieler Michael Gregoritsch jubelt mit Trainer Bruno Labbadia (l)

HSV-Spieler Michael Gregoritsch jubelt mit Trainer Bruno Labbadia (l), Gotoku Sakai und Matthias Ostrzolek (r) über sein Tor zum 0:2 im Nordderby bei Werder Bremen

Der FC Bayern dreht an der Bundesliga-Spitze weiter einsame Kreise und steuert nach dem 2:0 über Hertha BSC Berlin und einer Elf-Zähler-Führung auf die Herbstmeisterschaft zu. Der zweitplatzierte BVB spielt allerdings erst morgen gegen Stuttgart. Im Nordderby setzt sich der HSV gegen Werder Bremen durch und schafft zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge. Derweil trennen sich TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach mit 3:3-Unentschieden und Hannover 96 macht mit Aufsteiger FC Ingolstadt kurzen Prozess. Der FSV Mainz bezwingt im Heimspiel die Eintracht aus Frankfurt. 

FC Bayern - Hertha BSC 2:0

Der FC Bayern München stürmt weiter unangefochten der 21. Herbstmeisterschaft entgegen. Trotz reihenweise verletzter Weltklasse-Spieler bejubelte der deutsche Rekordchampion am Samstag einen ungefährdeten 2:0 (2:0)-Sieg gegen Hertha BSC. Thomas Müller (34. Minute) mit seinem 13. Bundesliga-Saisontor und Kingsley Coman (41.) bescherten 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena den nächsten dominanten Bayern-Auftritt. Mit 40 Punkten nach 14 Spieltagen stellen die Bayern zum Ende "einer perfekten Woche", so Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, eine Bestmarke in der Bundesliga auf.

Werder Bremen - Hamburger SV 1:3

Der Hamburger SV hat erstmals seit achteinhalb Jahren in der Fußball-Bundesliga wieder im Weserstadion gewonnen und Werder Bremen noch tiefer in den Tabellenkeller geschossen. Nach Toren von Ivo Ilicevic (3.), Michael Gregoritsch (27.) und Nicolai Müller (68.) siegte der HSV im 103. Nordderby 3:1 (2:0) und verbesserte sich zumindest bis Sonntag mit 21 Punkten auf Tabellenplatz sechs. Anthony Ujah (62.) traf für die Hausherren zum zwischenzeitlichen Anschluss. Werder konnte nach dem 0:6 beim VfL Wolfsburg keine Antwort geben und muss sich nach der sechsten Heimniederlage mit nur 13 Punkten nach unten orientieren. Die Fans pfiffen schon zur Pause.

TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach 3:3

Fabian Johnson hat Borussia Mönchengladbach mit einem Doppelpack vor der ersten Bundesliga-Niederlage unter Trainer André Schubert bewahrt und die Negativserie seines Ex-Vereins 1899 Hoffenheim verlängert. Der Amerikaner traf am Samstag beim 3:3 zur frühen Führung (5. Minute) und besorgte drei Minuten vor Schluss den Ausgleich für die Gäste, die auch das neunte Liga-Spiel unter Schubert schadlos überstanden. Den dritten Treffer für die Borussia steuerte Josip Drmic (56.) bei. Die Tore von Steven Zuber (11.), Eugen Polanski (34.) und Nadiem Amiri (47.) reichten für die seit nunmehr sieben Spielen sieglose TSG vor 30.150 Zuschauern nicht zum ersten Erfolg unter dem neuen Coach Huub Stevens. Hoffenheim bleibt mit neun Punkten auch nach dem 14. Spieltag auf einem Abstiegsplatz. 

Hannover 96 - FC Ingolstadt 4:0

Unerwartet leicht hat Hannover 96 gegen den FC Ingolstadt den zweiten Heimsieg gefeiert. Im Premieren-Duell mit dem Aufsteiger aus Bayern gewannen die Niedersachsen am Samstag nach einem Blitzstart verdient mit 4:0 (3:0) und holten drei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Weil die bisher auswärtsstarken Ingolstädter ihre zweite Niederlage in einem fremden Stadion kassierten, darf 96-Trainer Michael Frontzeck nach dem höchsten Saisonsieg tief durchatmen. In einer einseitigen Partie schossen vor 35.000 Zuschauern Marcelo (5.), Leon Andreasen (11.), Kenan Karaman (24.) und Uffe Bech (85.) die 96-Tore.

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 2:1

Eintracht Frankfurt kann in der Bundesliga beim FSV Mainz 05 weiter nicht gewinnen. Das wie immer emotionsgeladene Rhein-Main-Derby gewannen die Mainzer am Samstag knapp mit 2:1 (2:0). Neben den Punkten verlor das Team aus der Banken-Metropole auch noch Kapitän Alexander Meier, der nach 40 Minuten wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah. Vor 33.098 Zuschauer sorgten Yoshinori Muto (5. Minute) und Yunus Malli (43.) für die Mainzer Treffer. Haris Seferovic besorgte den Anschlusstreffer (62.) für die leidenschaftlich kämpfenden Frankfurter. Die Partie in der nicht ganz ausverkauften Coface Arena hatte wegen der erhöhten Sicherheitskontrollen mit 15 Minuten Verspätung begonnen.


fin / DPA

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