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Nach Eklat um Netzpöbelei: Wiederholungstäter Ribery - die lange Liste seiner Skandale und Ausraster

Franck Ribery vom FC Bayern ist wegen einer unflätigen Pöbelei im Netz massiv in die Kritik geraten. Der Verein belegte ihn mit einer Geldstrafe. Es ist bei Weitem nicht der erste Skandal um den dünnhäutigen Franzosen.

Franck Ribery ist als fröhlicher Teamclown bekannt - aber auch immer wieder für seine Ausraster

Franck Ribery ist als fröhlicher Teamclown bekannt - aber auch immer wieder für seine Ausraster

DPA

Im Sommer wird das Kapitel Franck Ribery beim FC Bayern München zu Ende gehen, einen neuen Vertrag bekommt der 35-Jährige nicht. In seinem letzten Monaten beim Rekordmeister hat sich der Franzose noch einmal einen handfesten Skandal eingebrockt. Nach Kritik an einem Video, das ihn in Dubai beim Verzehr eines vergoldeten Steaks zeigte, pöbelte der Flügelstürmer im Netz in öbszöner Weise gegen seine "Hater und Neider". Der Verein belegte ihn mit einer Geldstrafe, das Thema sorgte für reichlich Wirbel. Dabei war es bei Weitem nicht Riberys erste Entgleisung. In seinen nun mehr fast zwölf Jahren an der Säbener Straße hat sich der Franzose zahlreiche davon geleistet. Eine Auflistung.

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Prostituierte und blaues Auge für Robben

Im Jahr 2010, drei Jahre nach seiner Ankunft beim FC Bayern, trug sich einer der größten Skandale seiner Karriere zu. Damals wurde die Affäre um eine französische Prostituierte publik, deren Dienste mehrere Nationalspieler - darunter auch Ribery - in Anspruch genommen hatten. Die Dame war zu der Zeit jedoch noch minderjährig. Ribery beteuerte, dies nicht gewusst zu haben und wurde vor Gericht freigesprochen.

Zwei Jahre später stritt er sich mit seinem kongenialen Partner Arjen Robben derart heftig darüber, wer einen Freistoß auszuführen hatte, dass die beiden danach in der Kabine aneinandergerieten. Der Franzose verpasste dem Holländer dabei ein blaues Auge.

Aufreger und Eklats während der Fußball-Spiele

Für kleinere Aufreger sorgte Ribery auch immer wieder, wenn er ausgewechselt wurde, was ihm bis heute grundsätzlich sehr missfällt. Allerdings ließ er oftmals die nötige Professionalität vermissen, verweigerte Handschläge mit Trainern oder feuerte, wie 2017 unter Carlo Ancelotti, wutentbrannt sein Trikot gegen die Bank.

Auch auf dem Platz produzierte Ribery zahlreiche negative Schlagzeilen. So holte er sich 2010 einen Platzverweis für eine völlig übermotivierte Grätsche im Spiel gegen Olympique Lyon ab, griff ein Jahr später in der Bundesliga dem Kölner Henrique Sereno an den Hals. Dani Carvajal und Vincent Company von Real Madrid respektive Manchester City kassierten Ohrfeigen von Ribery. Im Supercup 2016 schlug er BVBs Felix Passlack ins Gesicht, zuvor hatte er Gonzalo Castro im DFB-Pokalfinale ins Auge gegriffen. Rote Karten sah der Franzose für seine Aktionen überraschend selten.

Angriffe auf Fotograf und TV-Experten

Die jüngsten Ausraster ereigneten sich erst vor wenigen Wochen. So soll Ribery Medienberichten zufolge im September auf einen Fotografen losgegangen sein, der ein Foto von ihn in einem Taxi gemacht haben soll. Er habe den Paparazzi gepackt und gefordert, dass dieser die Fotos löscht, berichten mehrere Medien.

Nach der Pleite beim BVB Anfang November attackierte er noch im Stadion den französischen TV-Experten Patrick Guillou, verpasste ihm eine Ohfreige. Der ehemalige Fußballprofi wurde anschließend zum Trainingsgelände des FC Bayern München eingeladen, damit sich Ribery persönlich entschuldigen konnte. Zum Jahreswechsel folgte dann die verbale Totalentgleisung nach der Kritik an seinem Steak-Posting.

Ein paar Monate hat der Franzose ja noch beim Rekordmeister. Mal sehen, ob die Liste bis zum Sommer noch länger wird.

Frankc Ribéry (l.) hat im Spiel gegen Hoffenheim einen Elfmeter geschunden
fin

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