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Nach sieben Jahren: Wiese verlässt Werder

Tim Wiese verlässt Werder Bremen zum Saisonende. Der Nationaltorhüter hat laut eigener Aussage verschiedene Anfragen von Vereinen aus dem Ausland.

Fußball-Nationaltorhüter Tim Wiese verlässt Werder Bremen nach sieben Jahren und wechselt wahrscheinlich ins Ausland. "Ich bin froh, bei so einem tollen Klub wie Werder Bremen gespielt zu haben. Aber ich brauche eine neue Herausforderung", sagte der sechsmalige Nationalspieler "sportbild.de" am Mittwochabend. Auch Werder bestätigte den Wechsel: "Tim Wiese hat heute Klaus Allofs und Thomas Schaaf darüber informiert, dass er sich für einen anderen Club entschieden hat", sagte Mediendirektor Tino Polster.

Zuvor hatte "bild.de" berichtet, der 30-jährige Wiese habe Trainer Schaaf mitgeteilt, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Wohin Wiese wechselt, ist noch unklar. Auch Werder konnte dazu am Abend keine Angaben machen. Wiese selbst deutete indes an, Deutschland verlassen zu wollen. "Ich habe verschiedene Anfragen aus dem Ausland, mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Ich werde bis zum Schluss alles geben, damit wir die EuroLeague erreichen", versprach Wiese. Zuletzt waren die von Ausfällen - unter anderem dem von Wiese - geplagten Bremer nach drei sieglosen Spielen in Serie im Kampf um die Europa-League-Ränge etwas zurückgefallen.

Das Ende hatte sich angedeutet

Wiese war 2005 ablösefrei aus Kaiserslautern gekommen und in Bremen zum Nationalspieler gereift. Das Ende seiner Werder-Zeit hatte sich zuletzt angedeutet. Der Vertrag Wieses läuft ebenso aus, wie der von Kapitän Clemens Fritz. Auch Torjäger Claudio Pizarro machte zuletzt von seinem Kündigungsrecht zum Saisonende Gebrauch. Während Clubchef Allofs stets betonte, mit Pizarro und Fritz unbedingt verlängern zu wollen, hatte er sich in Sachen Wiese wiederholt zurückhaltend geäußert.

Im 22 Jahre alten Sebastian Mielitz steht im Werder-Kader bereits ein möglicher Ersatz parat. Der Reservetorhüter vertrat den jüngst verletzten Wiese gewohnt souverän. Wie es mit dem Rheinländer nun weitergeht, ist offen. Angeblich soll noch vor der EM im Sommer eine Entscheidung fallen.

jar/DPA / DPA

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