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Bundesliga im stern-Check: RB Leipzig und TSG Hoffenheim oben: Ein Albtraum für Fußballromantiker

Für manche lebt der Fußball vor allem von der Tradition und der Verbundenheit zum Verein. Diesen Fußballromantikern dürfte es gar nicht schmecken, was gerade in der Bundesliga passiert. Besonders der Brauseklub RB Leipzig führt ihnen das schmerzlich vor Augen.

Das Makottchen von RB Leipzig. Die Sachsen kicken seit diesem Jahr dank der Red-Bull-Millionen in der Bundesliga.

RB Leipzig spielt seit diesem Jahr dank der Red-Bull-Millionen in der Bundesliga - und das auf Anhieb erfolgreich

So liefen die Spiele

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Gewinner des Tages

Der mit Red-Bull-Millionen aufgepumpte RB Leipzig ist eigentlich als längerfristiges Projekt geplant. "Obere Tabellenhälfte am Ende wäre sensationell", backen die Sachsen immer wieder möglichst kleine Brötchen. Aber nach neun Spieltagen ist man auf einmal der einzige Bayern-Jäger auf Tuchfühlung mit dem Rekordmeister. Ungeschlagen rumpeln die Bullen durch die Liga, als wären sie schon immer da. Das liegt vor allem daran, dass man in Leipzig nicht nur massig Geld, sondern auch ein funktionierendes Konzept hat. Mit Sachsen hat man sich zudem eine Region ausgesucht, die es nach Erstliga-Fußball dürstet. Ergo ist die Red-Bull-Arena immer rappelvoll. Und warum soll so nicht auch schon im ersten Bundesliga-Jahr am Ende etwas Zählbares herausspringen? Die Champions League wäre tatsächlich sensationell. Aber vielleicht machen die Red-Bull-Millionen ja sogar tatsächlich die Meisterschaft mal wieder spannend.


Verlierer des Tages

Das sind die sogenannten Fußballromantiker, also diejenigen, die es nicht so mit dem Kommerz und mehr mit Liebe, Tradition und dem haben, was in ihren Augen den Fußball so ausmacht. Natürlich mal abgesehen von den traditionsbewussten Bayern-Anhängern. Aber die haben in der jüngsten Vergangenheit ohnehin selten wirklich was zu meckern. Doch hinter dem FC Bayern stehen aktuell der "Brauseklub" aus Leipzig und die von SAP-Milliardär Dietmar Hopp in die Bundesliga finanzierte TSG 1899 Hoffenheim. Und es kommt noch schlimmer für das Fußballromantikerherz: Mit Gladbach, Schalke, Bremen und dem HSV fristen gleich vier Traditionsklubs und mit Bayer 04 Leverkusen der traditionsreichste unter den vermeintlich traditionslosen Vereinen aktuell ein Schattendasein in der unteren Tabellenhälfte. Wenn jetzt noch die Bayern einbrechen und RB Meister wird, würde das endgültig ihr Herz brechen.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Maximilian Philipp vom SC Freiburg erzielt das 1:0 gegen Werder Bremen

Aus einem Einwurf ein Tor zu kassieren, darf nicht passieren, weiß jeder Fußball-Stammtischfuchs. Kann aber eben doch passieren. Besonders wenn ein feiner Techniker wie Maximilian Philipp am Werk ist. Der Youngster des SC Freiburg umkurvte kurzerhand die komplette Hintermannschaft von Werder Bremen, ehe er präzise flach abschloss. Prädikat sehenswert.


Aufreger des Tages

Bayer-Coach Roger Schmidt musste am Samstag gegen Wolfsburg einen Teil seiner Zwei-Spiele-Sperre absitzen. Entsprechend durfte er nicht in den Innenraum - zumindest ab kurz vor der Partie. Um 14 Uhr kann ihm das eigentlich keiner verbieten. Eigentlich. Ein paar übereifrige Ordner in der VW-Arena waren entweder nicht so recht informiert oder wollten einfach mal zeigen, dass sie am längeren Hebel sitzen. So hinderten sie einen sichtlich verdatterten Schmitdt rund anderthalb Stunden vor Anpfiff am Betreten des Innenraumes. Der blieb allerdings gelassen und drehte ab - nach zwei vergeblichen Versuchen, an den sich ihm in den Weg schiebenden Ordnern vorbeizukommen. 

Bild des Tages

BVB-Fans haben einen Schalke-Banner geklaut: Eine blaue Insel treibt auf dem gelben Meer

BVB-Fans haben einen Schalke-Banner geklaut: Eine blaue Insel treibt auf dem gelben Meer


Das Revierderby ist weit mehr als nur Bundesliga-Alltag. Entsprechend denken sich die Anhänger beider Lager gerne besondere Aktionen dafür aus. Die Südtribüne überraschte dieses Mal kurz nach Anpfiff mit einer provokanten Aktion. Augenscheinlich hatten die BVB-Fans ein Schalke-Banner gestohlen und rollten dies nach wenigen Minuten auf der "gelben Wand" aus. Da es ihnen natürlich um alles andere ging, als die Schalker zu unterstützen, hielten sie es falsch herum. Der Inhalt blieb dem Beobachter des Schauspiels daher weitestgehend verborgen - auch weil sich die BVB-Fans fröhlich hüpfend selbst dafür feierten.

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