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Wechsel zum FC Bayern: Hoffenheim gibt Luiz Gustavo frei

Der Wechsel des Brasilianers Luiz Gustavo von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern nimmt konkrete Formen an. "Es ist sonnenklar, dass Gustavo im Sommer zu den Bayern gehen wird", so Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Aber vielleicht kommt schon eher Bewegung in die Sache - wegen Mark van Bommel.

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hat dem Brasilianer Luiz Gustavo grünes Licht für einen Wechsel vom Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim zum FC Bayern München erteilt. "Es ist sonnenklar, dass Gustavo im Sommer zu den Bayern gehen wird. Es wäre unfair, ja geradezu unmoralisch, wenn wir ihm die Karriere verbauen würden", sagte Hopp der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Zwar habe der Mittelfeldspieler bei der TSG Hoffenheim einen Kontrakt bis Sommer 2014, "doch langfristige Verträge werden auch gemacht, um die Ablöse zu erhöhen", erklärte Hopp. Die Hoffenheimer, die Luiz Gustavo im Sommer 2008 für eine Million Euro von Sport Club Corinthians Alagoano verpflichtet hatten, könnten mit einem Transfer richtig Kasse machen. Sollte der Deal zustande kommen, rechnet Hoffenheim mit einem Erlös von rund 15 Millionen Euro.

Hopp würde den 23-Jährigen sogar schon in der Winterpause ziehen lassen. "Wenn wir gleichwertigen Ersatz bekommen, kann er schon jetzt gehen", sagte er. Allerdings räumte der Mäzen ein: "Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, wird mit jedem Tag geringer."

Rangnick bestätigt Bayern-Anfrage

Hoffenheims Coach Ralf Rangnick hatte vor dem Pokalspiel am Dienstag gegen Borussia Mönchengladbach noch erklärt, dass der Mittelfeld-Abräumer kurzfristig auf jeden Fall gehalten werden soll. Manager Ernst Tanner und er seien sich einig, "dass wir Luiz Gustavo in der Winterpause nicht abgeben werden", so Rangnick. "Ich würde mich wundern, wenn wir unseren besten Spieler abgeben würden. Es wäre auch das falsche Signal für die anderen Spieler", erklärte der Trainer und verwies auf die gute Ausgangsposition des Tabellenachten: "Wir haben in beiden Wettbewerben die Chance, den internationalen Wettbewerb zu erreichen."

Zuvor hatte er erstmals eine Anfrage für den Defensiv-Allrounder bestätigt. "Ja, es gibt ein offiziell hinterlegtes Interesse von den Bayern", sagte Rangnick der "Bild"-Zeitung. Für ihn wäre eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro eine "Lach-, aber keine Schmerzgrenze". Luiz Gustavo gilt als Kandidat für die Münchner, falls der Rekordmeister Kapitän Mark van Bommel ziehen lässt. Und danach sieht es mehr und mehr aus.

Van Bommel auf dem Abstellgleis

Der Bayern-Vorstand soll laut "kicker" van Bommel in der zweiten Dezemberwoche, vor dem Spiel gegen St. Pauli, mitgeteilt haben, dass zum Saisonende Schluss für ihn sei. Es soll eine Reaktion auf die "recht forsche" Forderung von van Bommels neuem Berater, Mino Raiola, nach einem Zweijahresvertrag gewesen sein, der andernfalls mit einem Weggang seines Schützlings in der Winterpause drohte.

Der Mittelfeldspieler kennt die Mechanismen des Geschäfts. "Es wäre kurios, wenn der Kapitän im Winter geht. Im Fußball kann man aber nichts ausschließen. So ist es halt", sagt van Bommel. Der VfL Wolfsburg würde den "Aggressiv-Leader" gerne verpflichten, noch sind Manager Dieter Hoeneß allerdings die Gehaltsvorstellungen zu hoch. Auch eine Rückkehr in die Heimat zur PSV Eindhoven ist für van Bommel denkbar, gleichzeitig sollen Manchester City, Tottenham Hotspur und Klubs aus Katar Interesse angemeldet haben.

kbe/DPA/SID

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