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Fußball-Bundesliga: Gladbach schlägt Bayern - Neuer patzt - Robben verletzt

Hochverdienter Sieg: Gladbach hat die Bayern ausgekontert und mit 2:0 gewonnen. Der Rekordmeister fand kein Mittel, die Defensive der Gäste zu knacken - und muss den Ausfall von Robben verkraften.

Rafael (2.v.l.) trifft zwei Mal gegen die Bayern

Rafael (2.v.l.) trifft zwei Mal gegen die Bayern

FC Bayern - Borussia Mönchengladbach 0:2

Der FC Bayern München hat seit fast einem Jahr wieder ein Budesliga-Heimspiel verloren. Gegen Borussia Mönchengladbach gab es am Sonntag ein 0:2 (0:1). Ein grober Patzer von Manuel Neuer leitete die Niederlage ein. Der Nationaltorhüter ließ nach einer halben Stunde einen harmlosen Schuss von Raffael durch die Hände rutschen. Der Brasilianer erzielte in der 77. Minute auch den zweiten Gäste-Treffer vor 75.000 Zuschauern. Eine weitere Hiobsbotschaft hat der Rekordmeister mit der Verletzung von Topstar Arjen Robben erhalten: Nach einem Foul von Tony Jantschke musste der Niederländer in der 24. Minute mit einem Bauchmuskelriss ausgewechselt werden - und fällt wochenlang aus. Trotzdem geht der FC Bayern mit einem dicken Polster von immer noch zehn Punkten Vorsprung auf Wolfsburg als Tabellenführer in die Länderspiel-Pause. Letztmals verloren die Bayern am 12. April 2014 ein Bundesliga-Heimspiel.

Bayern München:

Neuer - Rafinha, Boateng, Badstuber, Bernat - Xabi Alonso (61. Rode) - Robben (24. Müller), Alaba, Schweinsteiger, Götze (70. Lahm) - Lewandowski

Bor. Mönchengladbach:

Sommer - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Herrmann (89. Nordtveit), Kramer, Xhaka, Johnson - Hahn (72. Kruse), Raffael (81. Hazard)

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf) - Zuschauer: 75 000 (ausverkauft) Tore: 0:1 Raffael (30.), 0:2 Raffael (77.) Gelbe Karten: - / Hahn (3), Jantschke (4) Beste Spieler: Müller, Alaba / Raffael, Herrmann, Stranzl

Mainz 05 - VfL Wolfsburg 1:1

Haarscharf ist der VfL Wolfsburg an der zweiten Auswärtsniederlage in Serie vorbeigeschrammt. Der Tabellenzweite und Champions-League-Aspirant kam beim FSV Mainz 05 nicht über ein glückliches 1:1 (0:1) hinaus. Luiz Gustavo glich die frühe Mainzer Führung durch Kapitän Niko Bungert (8. Minute) nach 61 Minuten aus. Die Rheinhessen hatten es in der starken ersten Halbzeit versäumt, einen deutlicheren Vorsprung herauszuschießen. "Wir haben den Kampf nicht angenommen in der ersten Halbzeit. Wir waren nicht so wach, wie wir es sein sollten", kritisierte Manager Klaus Allofs.

FSV Mainz 05:

Karius - Brosinski, Bungert, Bell, Park - Baumgartlinger, Geis - Koo, Malli, De Blasis (82. Jara) - Okazaki

VfL Wolfsburg:

Benaglio - Jung (46. Perisic), Naldo, Klose, Schäfer - Guilavogui (46. Vieirinha), Luiz Gustavo (77. Knoche) - Arnold, De Bruyne, Schürrle - Bendtner

Schiedsrichter: Stark (Ergolding) - Zuschauer: 32 236 Tore: 1:0 Bungert (8.), 1:1 Luiz Gustavo (61.) Gelbe Karten: - / Arnold (5), Luiz Gustavo (9) Beste Spieler: Geis, Bungert / Luiz Gustavo, Naldo

Schalke 04 - Bayer Leverkusen 0:1
Bayer Leverkusen hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Big Point gelandet und Konkurrent FC Schalke 04 vorerst abgeschüttelt. Vier Tage nach dem unglücklichen Aus in der Königsklasse nach 120 Minuten und Elfmeterschießen in Madrid überwanden die Rheinländer ihre Müdigkeit und landeten beim 1:0 (1:0) in Gelsenkirchen einen wichtigen Erfolg. Karim Bellarabi gelang in der 35. Minute in der ausverkauften Veltins-Arena das Siegtor. Damit verschaffte er seiner Elf ein Sechs-Punkte-Polster auf den Verfolger. Nach der erst zweiten Heimniederlage der Saison wird es für den Revierclub in den verbleibenden acht Spielen immer schwieriger, noch den angestrebten vierten Tabellenplatz zu ergattern.

FC Schalke 04:

Wellenreuther - Ayhan, Matip, Nastasic - Barnetta, Höger, Neustädter (64. Goretzka), Meyer (78. Farfán), Fuchs - Sané (42. Boateng), Huntelaar

Bayer Leverkusen:

Leno - Hilbert, Papadopoulos (46. Toprak), Spahic, Wendell - Castro, Rolfes - Bellarabi, Brandt, Son (46. Calhanoglu) - Kießling (78. Bender)

Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen) - Zuschauer: 61 973 (ausverkauft) Tor: 0:1 Bellarabi (35.) Gelbe Karten: Höger (9), Neustädter (5) / Bellarabi (4), Hilbert (5), Papadopoulos (4), Wendell (7) Beste Spieler: Meyer, Boateng / Leno, Bellarabi

Hannover 96 - Borussia Dortmund 2:3
Für Tayfun Korkut wird es immer ungemütlicher. Der Trainer von Hannover 96 muss nach dem 2:3 (1:1) gegen Borussia Dortmund um seinen Job bangen. Der niedersächsische Club verpasste nach dem spielentscheidenden Gelb-Rot für Leonardo Bittencourt (55.) den ersten Sieg im neuen Jahr und rutschte am 26. Spieltag noch tiefer in den Abstiegskampf. Der BVB entfernte sich hingegen durch den Punktgewinn weiter vom Relegationsrang und darf wieder auf einen Europapokalplatz hoffen. Die Dortmunder zeigten drei Tage nach dem Aus in der Champions League gegen Juventus Turin eine lange Zeit mäßige Vorstellung in Hannover und kamen zu Toren durch Pierre-Emerick Aubameyang (19., 61.) und Shinji Kagawa (57.). Für die Hannoveraner traf Lars Stindl (31., 82.) zweimal.

Hannover 96:

Zieler - Sakai (85. Andreasen), Marcelo, Felipe, Schulz (72. Albornoz) - Sané - Briand (72. Prib), Stindl, Kiyotake, Bittencourt - Joselu

Borussia Dortmund:

Weidenfeller - Kirch (58. Dudziak), Subotic, Hummels, Sokratis - Gündogan (72. Bender), Kehl - Blaszczykowski, Kagawa, Reus (90. Ramos) - Aubameyang

Schiedsrichter: Brych (München) - Zuschauer: 49 000 (ausverkauft) Tore: 0:1 Aubameyang (19.), 1:1 Stindl (31.), 1:2 Kagawa (57.), 1:3 Aubameyang (61.), 2:3 Stindl (82.) Gelbe Karten: Sané (4) / Subotic (7) Gelb-Rote Karten: Bittencourt (55./wiederholtes Foulspiel) / - Beste Spieler: Sané, Stindl / Subotic, Aubameyang

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 3:1
Der VfB Stuttgart kann doch noch gewinnen! Nach neun Spielen ohne Sieg sendeten die Schwaben mit einem 3:1 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt ein wichtiges Lebenszeichen im Abstiegskampf. Die Mannschaft des heftig in der Kritik stehenden Trainers Huub Stevens bleibt zwar Letzter, geht aber zumindest mit ein wenig Zuversicht in die Länderspielpause. Die Frankfurter gaben am Samstag nach 60 Minuten völliger Spielkontrolle einen schon fest eingeplanten Auswärtserfolg aus den Händen. Haris Seferovic brachte mit seinem achten Saisontor (51. Minute) die hoch überlegenen Gäste in Führung. Daniel Ginczek mit einem Doppelpack (63./66.) und schließlich Spielmacher Alexandru Maxim (80.) bescherten dem VfB den ersten Dreier seit dem 1:0 (1:0) am 16. Dezember beim Hamburger SV.

VfB Stuttgart:

Ulreich - Klein, Baumgartl, Niedermeier, Hlousek - Gentner, Serey Die (53. Romeu) - Harnik, Maxim, Werner (58. Kostic) - Ginczek

Eintracht Frankfurt:

Trapp - Chandler, Zambrano, Madlung, Oczipka - Hasebe - Aigner, Inui - Stendera - Meier, Seferovic

Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim) - Zuschauer: 48 500 Tore: 0:1 Seferovic (51.), 1:1 Ginczek (63.), 2:1 Ginczek (66.), 3:1 Maxim (80.) Gelbe Karten: Maxim (2), Serey Die (3) / Madlung (3), Seferovic (7) Beste Spieler: Maxim, Ginczek / Oczipka

1. FC Köln - Werder Bremen 1:1
Nur zwei Minuten fehlten Werder Bremen am ersten Bundesligasieg beim 1. FC Köln seit knapp zehn Jahren. Mit seinem Foulelfmeter in der 88. Minute rettete Matthias Lehmann den Rheinländern aber noch einen wichtigen Punkt. Davie Selke hatte in der 27. Minute für die Hanseaten getroffen. Bei fünf Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 sind die Kölner wohl nicht mehr akut gefährdet.

1. FC Köln:

Horn - Olkowski (58. Osako), Maroh, Wimmer, Hector - Risse, Vogt, Lehmann, Peszko (73. Halfar) - Deyverson, Ujah (82. Finne)

Werder Bremen:

Wolf - Gebre Selassie, Prödl, Vestergaard, Sternberg (69. Garcia) - Bargfrede - Fritz, Junuzovic (90. Makiadi) - Bartels - Selke (66. Öztunali), Di Santo

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen) - Zuschauer: 50 000 (ausverkauft) Tore: 0:1 Selke (27.), 1:1 Lehmann (88./Foulelfmeter) Gelbe Karten: Deyverson (2), Lehmann (8) / Di Santo (6), Fritz (4) Beste Spieler: Lehmann, Risse / Bartels, Bargfrede

SC Paderborn - 1899 Hoffenheim 0:0
Der SC Paderborn kann einfach nicht mehr gewinnen. Nach zuvor nur einem Sieg aus den vergangenen 15 Spielen musste sich der Aufsteigergegen die TSG 1899 Hoffenheim mit einem 0:0 begnügen. Damit rangiert das Team von Trainer André Breitenreiter erstmals auf einem direkten Abstiegsplatz. 14.401 Zuschauer in der Bentelar-Arena bekamen eine über weite Strecken schwache Partie mit nur wenig Torraumszenen zu sehen. So blieben auch bei den Gästen, die nach der Gelb-Roten Karte für Ermin Bicakcic (65. Minute) in Unterzahl spielen mussten, blieben viele Wünsche offen.

SC Paderborn:

Kruse - Heinloth, Rafa, Hünemeier, Brückner - Ziegler - Wemmer (70. Koc), Rupp (77. Saglik - 90.+2 Kachunga), Vrancic, Meha - Lakic

1899 Hoffenheim:

Baumann - Beck, Strobl, Bicakcic, Kim - Polanski, Rudy - Volland, Roberto Firmino (90. Modeste), Elyounoussi (67. Abraham) - Schipplock (59. Szalai)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart) - Zuschauer: 114 401 Gelbe Karten: - / Modeste (2), Rudy (6) Gelb-Rote Karten: - / Bicakcic (65./wiederholtes Foulspiel) Beste Spieler: Brückner, Hünemeier / Baumann, Strobl

SC Freiburg - FC Augsburg 2:0
Dem SC Freiburg ist im Absttiegskampf ein Befreiungsschlag gelungen. Nach drei Niederlagen in Serie ohne eigenen Treffer und vier Spielen ohne Sieg gewann Freiburg sein Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 2:0 (0:0) und sprang auf den rettenden 15. Rang. Es war die zweite Niederlage am Stück für die Schwaben, die im Rennen um einen Europa-League-Platz erneut einen Rückschlag kassierten. Die Freiburger Torflaute beendete Jonathan Schmid am Samstag in der 71. Minute. Der eingewechselte Nils Petersen traf in der 84. Minute zum Endstand.

SC Freiburg:

Bürki - Riether, Krmas, Mitrovic, Günter - Klaus, Sorg, Höfler (89. Schuster), Schmid (81. Darida) - Frantz (65. Petersen), Mehmedi

FC Augsburg:

Hitz - Feulner, Callsen-Bracker, Klavan, Baba - Baier - Bobadilla, Kohr (75. Caiuby), Ji (70. Matavz), Werner - Djurdjic (46. Højbjerg)

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin) - Zuschauer: 23 700 Tore: 1:0 Schmid (71.), 2:0 Petersen (84.) Gelbe Karten: Riether (2) / - Beste Spieler: Bürki, Schmid / Baier, Werner

Hamburger SV - Hertha BSC Berlin 0:1
Nach einer bitteren Heimniederlage gegen den Abstiegskonkurrenten Hertha BSC muss Josef Zinnbauer um seinen Job als Trainer beim Hamburger SV bangen. Die Hanseaten verloren zum Auftakt des 26. Spieltags mit 0:1 (0:0) gegen die Berliner und rutschen auf den 16. Tabellenplatz ab, der die Relegation bedeutet. Vor 53.640 Zuschauer erzielte Sebastian Langkamp in der 84. Minute per Kopfball das Siegtor für die Elf von Pal Dardai, die sich im Überlebenskampf Luft verschaffte. Neben den Punkten verlor der HSV auch Abwehrspieler Cleber, der wegen einer Gelb-Roten Karte beim nächsten Spiel in Leverkusen zuschauen muss.

Hamburger SV:

Adler - Diekmeier (87. Beister), Djourou, Cléber, Westermann - Behrami, van der Vaart (75. Holtby) - Nicolai Müller, Stieber, Ilicevic (64. Lasogga) - Olic

Hertha BSC:

Kraft - Pekarik, Langkamp, Brooks, Plattenhardt - Skjelbred, Lustenberger - Beerens, Stocker (77. Hegeler), Ben-Hatira (46. Haraguchi) - Kalou (87. Schulz)

Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle) - Zuschauer: 53 640 Tor: 0:1 Langkamp (84.) Gelbe Karten: Behrami (7) / Langkamp (2) Gelb-Rote Karten: Cléber (81./wiederholtes Foulspiel) / - Beste Spieler: Westermann, Nicolai Müller / Kraft, Haraguchi

tis/DPA / DPA

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