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Fußball-Bundesliga: Kölns Ujah verhilft Berlin zum ersten Auswärtssieg

Berlin zeigt, dass es auch auswärts siegen kann. Schalke führt gegen Wolfsburg früh mit 3:0 und muss dann lange zittern. Frankfurt dreht in Gladbach die Partie und Dortmund schafft nur ein Remis.

Pechvogel: Kölns Anthony Ujah lenkte einen Berliner Freistoß unglücklich und letztlich spielentscheidend ins eigene Tor

Pechvogel: Kölns Anthony Ujah lenkte einen Berliner Freistoß unglücklich und letztlich spielentscheidend ins eigene Tor

Sieben Partien, viele Tore und noch mehr Dramatik: Nach der Länderspielpause kehrten die Mannschaften der Bundesliga scheinbar besonders motiviert ins Alltagsgeschehen zurück. Vor allem in der zweiten Halbzeit ging es auf den Spielplätzen heiß her. Die Samstagpartien des 12. Spieltags im Überblick:

1. FC Köln - Hertha BSC Berlin 1:2

Hertha BSC hat beim Aufsteiger 1. FC Köln einen überraschenden 2:1 (1:0)-Sieg gefeiert. Für die Berliner trafen am Samstagabend der Niederländer Roy Beerens (28. Minute) und Marcel Ndjeng (86.), dessen Freistoß unglücklich von Kölns Anthony Ujah ins Tor der Domstädter abgefälscht wurde. Besonders bitter: Ujah hatte zuvor für das zwischenzeitliche 1:1 der Rheinländer gegen die bis dato auswärtsschwächste Bundesliga-Mannschaft gesorgt (58.). Nach der fünften Niederlage fielen die Kölner (15 Punkte) auf den elften Platz zurück. Hertha (13) verbesserte sich dank des ersten Auswärtserfolgs mit nunmehr 14 Zählern auf Rang 13.

1. FC Köln:

Horn - Brecko (88. Finne), Mavraj, Wimmer, Hector - Gerhardt (46. Osako), Lehmann - Olkowski, Vogt, Svento (73. Halfar) - Ujah

Hertha BSC Berlin:

Kraft - Ndjeng, Hegeler, Brooks, Schulz - Skjelbred, Hosogai - Beerens, Stocker (61. Niemeyer), Ben-Hatira (73. Haraguchi) - Schieber (83. Kalou)

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg) - Zuschauer: 49.200 Tore: 0:1 Beerens (28.), 1:1 Ujah (58.), 1:2 Ndjeng (86.) Gelbe Karten: - / Niemeyer (3), Skjelbred (1), Stocker (3) Beste Spieler: Brecko, Ujah / Brooks, Beerens

Bayern München - 1899 Hoffenheim 4:0

Beim lautstark bejubelten Kurz-Comeback von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger hat der FC Bayern wieder einmal seine individuelle Klasse demonstriert. Durch ein Traumtor von Mario Götze (23. Minute), einen Kopfballtreffer von Robert Lewandowski (40.), einen feinen Lupfer von Arjen Robben (82.) und einem satten Schuss von Sebastian Rode (87.) gewann der unangefochtene Bundesliga-Spitzenreiter am Samstag gegen die furchtlosen Hoffenheimer mit 4:0 (2:0). Zum letzten Tor gab Rückkehrer Schweinsteiger die passgenaue Vorlage. Hoffenheims Adam Szalai (90.) sah nach einem grobem Foul noch die Rote Karte.

Bayerrn München:

Neuer - Rafinha, Benatia, Boateng (73. Dante), Bernat - Xabi Alonso - Robben, Götze (77. Schweinsteiger), Ribéry - Müller (59. Rode), Lewandowski

1899 Hoffenheim:

Baumann - Strobl, Süle, Bicakcic, Beck - Schwegler - Rudy, Elyounoussi (86. Kim) - Volland (71. Szalai), Roberto Firmino, Modeste (70. Schipplock)

Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen) - Zuschauer: 71.000 (ausverkauft) Tore: 1:0 Götze (23.), 2:0 Lewandowski (40.), 3:0 Robben (82.), 4:0 Rode (87.) Gelbe Karten: Boateng (1), Xabi Alonso (3) / Schwegler (1), Volland (4) Rote Karten: - / Szalai (90./grobes Foulspiel) Beste Spieler: Robben, Götze, Lewandowski / Baumann

Erfolgreiches Comeback: Rückkehrer Bastian Schweinsteiger (l.) klatscht Teamkollege Sebastian Rode, Torschütze des 4:0, ab

Erfolgreiches Comeback: Rückkehrer Bastian Schweinsteiger (l.) klatscht Teamkollege Sebastian Rode, Torschütze des 4:0, ab

Bor. Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 1:3

Mit dem ersten Sieg nach fünf Pflichtspiel- Niederlagen hat Eintracht Frankfurt seine sportliche Krise in der Fußball-Bundesliga beendet und Borussia Mönchengladbach die erste Heimpleite zugefügt. Die Hessen gewannen am Samstag im Borussia-Park mit 3:1 (0:1) und setzten sich mit 15 Punkten im gesicherten Tabellen-Mittelfeld fest. Die zuvor in 18 Pflichtspielen unbesiegten Gladbacher hingegen mussten nun schon die zweite Niederlage nacheinander hinnehmen. Vor 54.010 Zuschauern erzielten Marc Stendera (54. Minute), Alexander Meier (57.) und Takashi Inui (73.) die Treffer für die Gäste, Havard Nordtveit (5.) traf für Gladbach. Granit Xhaka sah zudem noch die Gelb-Rote Karte (90.+2).

Borussia Mönchengladbach:

Sommer - Korb, Jantschke, Dominguez, Wendt - Hahn (66. Hazard), Nordtveit (76. Hrgota), Xhaka, Herrmann (76. Traoré) - Raffael, Kruse

Eintracht Frankfurt:

Wiedwald - Chandler, Russ, Anderson, Oczipka - Aigner (90. Piazón), Stendera (67. Kittel), Hasebe, Inui - Meier, Seferovic (90.+1 Madlung)

Schiedsrichter: Dankert (Rostock) - Zuschauer: 54.010 (ausverkauft) Tore: 1:0 Nordtveit (6.), 1:1 Stendera (54.), 1:2 Meier (57.), 1:3 Inui (74.) Gelbe Karten: Dominguez (1) / Chandler (2), Hasebe (3), Oczipka (2), Russ (2) Gelb-Rote Karten: Xhaka (90.+2/Foulspiel) / - Beste Spieler: Sommer, Herrmann / Hasebe, Meier

Freud und Leid auf einem Bild: Während Frankfurts Sonny Kittel (l.) und Takashi Inui feiern, lassen Gladbachs Spieler die Köpfe hängen

Freud und Leid auf einem Bild: Während Frankfurts Sonny Kittel (l.) und Takashi Inui feiern, lassen Gladbachs Spieler die Köpfe hängen

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 3:2

Der FC Schalke hat die Siegesserie des VfL Wolfsburg beendet und den Anschluss an das obere Tabellen-Drittel der Fußball-Bundesliga hergestellt. Nach sechs Siegen hintereinander musste der Tabellen-Zweite aus Niedersachsen am Samstag beim 2:3 (1:3) in der Veltins-Arena die erste Niederlage hinnehmen. Vor 60.989 Zuschauern ging Schalke durch Tore von Eric-Maxim Choupo-Moting (10./22. Minute) und Christian Fuchs (25.) schnell mit 3:0 in Führung. Ivica Olic (37.) verkürzte noch vor der Pause. Der eingewechselte Nicklas Bendtner (74.) sorgte mit dem 2:3 dann noch für eine spannende Schlussphase.

Die Königsblauen feierten mit dem insgesamt vierten Pflichtspiel-Heimsieg unter Trainer Roberto Di Matteo eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Highlight am Dienstag gegen den FC Chelsea.

FC Schalke 04:

Fährmann - Neustädter, Felipe Santana, Höwedes - Uchida, Höger, Kirchhoff (72. Matip), Fuchs - Boateng, Choupo-Moting - Huntelaar (90. Ayhan)

VfL Wolfsburg:

Benaglio - Träsch (46. Hunt), Naldo, Knoche, Rodriguez - Luiz Gustavo, Guilavogui (63. Malanda) - Vieirinha, De Bruyne, Perisic - Olic (72. Bendtner)

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen) - Zuschauer: 60.989 Tore: 1:0 Choupo-Moting (10.), 2:0 Choupo-Moting (22.), 3:0 Fuchs (25.), 3:1 Olic (37.), 3:2 Bendtner (74.) Gelbe Karten: Huntelaar (4) / Luiz Gustavo (5) Beste Spieler: Choupo-Moting, Boateng / Olic, Perisic

Matchwinner Eric Maxim Choupo-Moting nimmt Maß - und erzielt das 1:0 für Schalke 04 gegen den Vfl Wolfsburg

Matchwinner Eric Maxim Choupo-Moting nimmt Maß - und erzielt das 1:0 für Schalke 04 gegen den Vfl Wolfsburg

FSV Mainz 05 - SC Freiburg 2:2

Mit viel Glück hat der FSV Mainz 05 die zweite Heimniederlage nacheinander verhindert. Abwehrspieler Stefan Bell erlöste am Samstag die Rheinhessen mit seinem Treffer in der 88. Minute zum 2:2 (1:1) gegen den SC Freiburg. Die Breisgauer waren ihrem dritten Sieg in Serie nach Toren von Jonathan Schmid (30.) und Admir Mehmedi (58.) sehr nahe, setzen aber mit dem Punktgewinn ihren Vormarsch aus den Abstiegsregionen fort. Vor 28.157 Zuschauern - darunter 250 von den Mainzern eingeladene Flüchtlinge aus verschiedenen Krisenregionen - hatte Junior Diaz (27.) mit seinem ersten Saisontreffer die Führung der über weite Strecken spielbestimmenden Rheinhessen gesorgt. Mainz wartet nach dem siebten Remis der Runde seit vier Spielen auf einen Sieg.

FSV Mainz 05:

Karius - Brosinski, Bell, Bungert, Júnior Díaz (86. Noveski) - Geis, Park - Jairo (60. Allagui), Malli (72. Djuricic), Koo - Okazaki

SC Freiburg:

Bürki - Sorg, Torrejón, Mitrovic, Günter - Klaus (75. Frantz), Darida, Höfler, Schmid - Mehmedi (84. Kerk), Guédé (61. Schahin)

Schiedsrichter: Siebert (Berlin) - Zuschauer: 28.157 Tore: 1:0 Júnior Díaz (27.), 1:1 Schmid (30.), 1:2 Mehmedi (58.), 2:2 Bell (88.) Gelbe Karten: - / Klaus (3) Beste Spieler: Geis, Bell / Darida, Mehmedi

Später Ausgleich: Mainz' Stefan Bell (M.) jubelt nach einem Treffer zum 2:2 zusammen mit Nikolce Noveski (2.v.l.) und Niko Bungert

Später Ausgleich: Mainz' Stefan Bell (M.) jubelt nach einem Treffer zum 2:2 zusammen mit Nikolce Noveski (2.v.l.) und Niko Bungert

Hannover 96 - Bayer 04 Leverkusen 1:3

Vollgasfußball mit Verspätung: In einer erst in der zweiten Hälfte hochattraktiven Partie hat Bayer Leverkusen einen neuen Clubrekord von Hannover 96 verhindert und in der Fußball-Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Durch ein 3:1 (0:0) am Samstag überholte der Champions-League-Teilnehmer die Niedersachsen in der Tabelle und rückte auf den vierten Rang vor. 96 verpasste es durch die verdiente Niederlage, erstmals in der Vereinsgeschichte vier Erstliga-Spiele ohne Gegentor zu überstehen.

Nach 860 Minuten ohne Treffer beendete Bayer-Stürmer Stefan Kießling (46. Minute) am zwölften Spieltag die längste Durststrecke seiner Karriere und brachte die Gäste in Führung. Heung Min Son (55.) und der starke Nationalspieler Karim Bellarabi (71.) erzielten die weiteren Treffer. Ceyhun Gülselam (60.) gelang vor 40.800 Zuschauern mit seinem ersten Bundesliga-Tor lediglich der zwischenzeitliche Anschlusstreffer für die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut.

Hannover 96:

Zieler - Sakai, Marcelo, Schulz, Prib (76. Albornoz) - Schmiedebach, Gülselam (83. Bittencourt) - Briand, Stindl (75. Sobiech), Kiyotake - Joselu

Bayer 04 Leverkusen:

Leno - Hilbert, Toprak, Spahic, Boenisch - Bender, Rolfes (46. Castro) - Bellarabi (84. Drmic), Calhanoglu, Son - Kießling (90. Jedvaj)

Schiedsrichter: Fritz (Korb) - Zuschauer: 40.800 Tore: 0:1 Kießling (46.), 0:2 Son (58.), 1:2 Gülselam (60.), 1:3 Bellarabi (72.) Gelbe Karten: Gülselam (2), Prib (2), Schmiedebach (2) / Rolfes (1) Beste Spieler: Sakai, Gülselam / Son, Bellarabi

Durststrecke beendet: Nach 860 Minuten ohne Treffer gelang Stefan Kießling wieder ein Tor

Durststrecke beendet: Nach 860 Minuten ohne Treffer gelang Stefan Kießling wieder ein Tor

SC Paderborn - Borussia Dortmund 2:2

Stillstand statt Fortschritt - bei Borussia Dortmund #link;http://www.stern.de/sport/fussball/bvb-in-der-bundesliga-es-hilft-nur-ein-hinrunden-endspurt-2154537.html;entpuppen sich alle Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend als Wunschdenken#. In der Bundesliga-Partie beim SC Paderborn verspielte der BVB einen Zwei-Tore-Vorsprung und musste sich mit einem 2:2 (0:2) begnügen. Zwei Wochen nach dem ermutigenden 1:0 über Mönchengladbach blieb das Team erneut den Nachweis seiner Klasse schuldig. Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena rissen der Paderborner Torschützen Lukas Rupp (59. Minute) und Mahir Saglik (81.) die Gäste aus allen Träumen vom zweiten Sieg in Serie. Selbst die Führung durch Pierre-Emerick Aubameyang (12.) und Marco Reus (45.) konnte der Borussia nicht die Verunsicherung nehmen. #link;http://www.stern.de/sport/fussball/marco-reus-borussia-dortmunds-nationalspieler-faellt-erneut-verletzt-aus-2154830.html;Nationalspieler Reus wurde zudem in der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt#.

SC Paderborn:

Kruse - Rafa, Strohdiek, Hünemeier (35. Heinloth), Hartherz (81. Saglik) - Rupp - Ouali (46. Kachunga), Bakalorz, Vrancic, Stoppelkamp - Koc

Borussia Dortmund:

Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Ginter, Durm - Gündogan, Kehl - Mchitarjan (85. Ramos), Kagawa (58. Großkreutz), Reus (67. Jojic) - Aubameyang

Schiedsrichter: Stark (Ergolding) - Zuschauer: 15.000 (ausverkauft) Tore: 0:1 Aubameyang (12.), 0:2 Reus (45.+1), 1:2 Rupp (60.), 2:2 Saglik (81.) Gelbe Karten: Bakalorz (2), Hartherz (1), Saglik (1) / Aubameyang (1) Beste Spieler: Rupp, Bakalorz / Aubameyang, Subotic

Marvin Bakaloz sieht für sein Foul an Marco Reus die Gelbe Karte. Der Nationalspieler musste anschließend verletzt vom Platz getragen werden

Marvin Bakaloz sieht für sein Foul an Marco Reus die Gelbe Karte. Der Nationalspieler musste anschließend verletzt vom Platz getragen werden

mod/DPA / DPA

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