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Champions League: Champions League - Die besten Spieler der Gruppenphase

Die Vorrunde der Champions League ist vorbei. Anlass für uns, die elf Spieler zu nominieren, die am meisten zum Achtelfinaleinzug ihrer Teams beigetragen haben - und einen, dessen Club unglücklich ausgeschieden ist. 

Die Vorrunde der Champions League ist vorbei. Wir haben elf Spieler ausgewählt, die in der Gruppenphase ganz wichtig für ihre Teams waren.

Tor: Steve Mandanda (Olympique de Marseille)

Vier Gegentore kassierte OM in der Gruppe F, in der sich die Franzosen erst in den Schlussminuten von Dortmund fürs Achtelfinale qualifizierten. Ohne die tollen Paraden und die beeindruckende Strafraumbeherrschung von Steve Mandanda wären es aber viel mehr gewesen - und Olympiakos stünde heute in der KO-Runde.

Rechtsverteidiger: Daniel Alves (Barcelona)

Zugegeben: Gegen BATE Borisov und Viktoria Plzen spielt es sich leicht groß auf. Aber das ist ja nicht die Schuld von Daniel Alves, der seinen Status als einer der besten Rechtsverteidiger der Welt auch in den Gruppenspielen eindrucksvoll untermauerte. Im letzten Spiel gegen BATE zeigte allerdings Youngster Martin Montoya aus der zweiten Mannschaft, dass Alves seinen Stammplatz nicht auf alle Zeiten sicher hat.

Innenverteidiger: Branislav Ivanovic (Chelsea)

Ob innen oder als Rechtsverteidiger - gerade im Vergleich zum alternden John Terry fiel auf, wie viel Chelsea Branislav Ivanovic zu verdanken hat, wenn es um defensive Stabilität geht. Die beste Balltechnik hat er vielleicht nicht, aber in Sachen Kopfball- und Zweikampfstärke macht dem Serben kaum jemand etwas vor - außer vielleicht sein Landsmann Nemanja Vidic.

Innenverteidiger: Jan Vertonghen (AFC Ajax)

Die gute Saison von Ajax in der Champions League war neben Christian Eriksen vor allem der starken Defensive mit Gregory van der Wiel und dem belgischen Innenverteidiger Vertonghen zu verdanken. Selbst beim 0:4 in Madrid und dem 0:3 zu Hause gegen die Königlichen wusste er noch zu gefallen. Das 0:0 in Lyon war sogar großteils sein Verdienst. Dass es am Ende nicht fürs Achtelfinale reichte, lag sicher nicht an ihm, sondern am erbarmungswürdigen Auftritt von Dinamo Zagreb gegen Lyon.

Linksverteidiger: Philipp Lahm (Bayern München)

Als Lahm in Manchester auf der Bank saß, kassierte Bayern seine erste Saisonniederlage in der Champions League. Zuvor aber zeigte der Kapitän hervorragende Leistungen auf der linken Seite, mit Ausnahme des Spiels in Neapel, als ihm Christian Maggio vor dem Ausgleich der Italiener entwischte.

Rechtes Mittelfeld: Pedro (Barcelona)

4 Startelfeinsätze, vier Tore: Auch Pedro profitierte von der relativ einfachen Gruppe Barcelonas, aber auch im Spiel gegen Milan brillierte der spanische Nationalspieler und erzielte das wichtige 1:1. Sein Name wird neben Lionel Messi, Xavi, David Villa und Andres Iniesta gerne vergessen, aber die Torgefährlichkeit und die Beidfüßigkeit Pedros, der in der Offensive überall bedenkenlos eingesetzt werden kann, sind alles andere als unwichtig für Barcelona.

Mittelfeld: Toni Kroos (Bayern München)

Bastian Schweinsteiger fehlt seit seiner Verletzung in München deutlich - aber gerade in der Champions League wusste Toni Kroos ihn brillant zu ersetzen - und anfangs noch zu ergänzen. Nach sieben Minuten brachte er Bayern in Villarreal in Führung, nach zwei Minuten in Neapel. Auch in den Heimspielen gegen beide Gegner spielte Kroos groß auf, und dass die einzige Niederlage in Manchester ohne ihn eingespielt wurde, rundet das Gesamtbild passend ab.

Mittelfeld: Xavi (Barcelona)

Der heimliche Weltfußballer der letzten Jahre wurde nur viermal eingesetzt in der Vorrunde, wusste aber erneut seine große Klasse zu demonstrieren. Wie ein Uhrwerk taktete er seine Pässe, sein Siegtor in Mailand war die Krönung einer tadellosen Gruppenphase des spanischen Mittelfeldlenkers. Der kommende Clasico in Madrid wird sein 600. Spiel im Trikot der Blaugrana werden. Solange Xavi für Barcelona spielt, ist kaum vorstellbar, dass dieses Team irgendetwas anderes als Weltklasse sein wird.

Linkes Mittelfeld: Cristiano Ronaldo (Real Madrid)

Der Gewinner des Goldenen Schuhs macht ohne Atempause da weiter, wo er in der vergangenen Saison gar nicht aufgehört hatte: 21 Tore in 20 Pflichtspielen dieser Spielzeit sind die beeindruckende Bilanz von Ronaldo, der zudem das vielleicht schönste Tor der Gruppenphase erzielte, als er einen wunderschönen Konter übers ganze Feld mit dem 1:0 gegen Ajax abschloss. Auch beim 2:0 in Lyon war der Portugiese mit beiden Treffern der Mann des Spiels. Zum Dank durfte er sich in den letzten beiden Gruppenspielen dann ausruhen.

Angriff: Lionel Messi (Barcelona)

Langweilig? Mag sein. Aber: Fünf Spiele. Sechs Tore. Drei Assists. Genug gesagt.

Angriff: Seydou Doumbia (ZSKA Moskau)

Viele Kandidaten kamen für den Platz im Sturm neben Messi in Frage. Mario Gomez, der sechsmal in der Gruppenphase traf. Zlatan Ibrahimovic, ohne dessen vier Tore und einen Assist in vier Spielen Milan selbst in der schwachen Gruppe H Probleme bekommen hätte. Aber kein Stürmer war für sein Team so wichtig wie Seydou Doumbia. Der Ivorer erzielte in fünf Spielen fünf Treffer und trübte seine Bilanz nur durch eine dumme Ampelkarte in Trabzon. Beim anschließenden Spiel gegen Lille sah man ohne ihn, wie viel Doumbia für die Mannschaft wert ist.

Daniel Raecke 

sportal.de / sportal

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