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Premier League Schwerer Frust als Ersatzspieler: Für Ronaldo läuft die Zeit ab, einen neuen Klub zu finden

Manchester-United-Trainer Erik ten Hag (l.) gibt Ronaldo vor dessen Einwechslung Anweisungen
Manchester-United-Trainer Erik ten Hag (l.) gibt Ronaldo vor dessen Einwechslung Anweisungen
© Adrian Dennis
Cristiano Ronaldo muss bei Manchester United weiterhin damit leben, nur Ersatzspieler zu sein. Trainer Erik ten Hag ließ ihn wieder eine Stunde lang auf der Bank schmoren. Offenbar findet der Superstar auch keinen Klub, der ihn verpflichten will.

Für Cristiano Ronaldo wird es bei Manchester United immer frustrierender. Erneut saß der Superstar nur auf der Bank und wurde im Spiel gegen den FC Southampton erst in der 68. Minute für Jadon Sancho eingewechselt. Da führte sein Team mit 1:0 und bei diesem Ergebnis blieb es. Es war der zweite Sieg in Folge nach zuvor zwei Niederlagen zum Saisonstart in der Premier League. Mit sechs Zählern hat sich der Traditionsclub nach vier Spieltagen ins obere Tabellen-Mittelfeld verbessert. Bei beiden Siegen saß Ronaldo nur auf der Bank.

Für den Superstar wird die Zeit langsam knapp, einen neuen Klub zu finden. Bis zum 1. September läuft die Transferperiode und bislang hat sich kein Verein gefunden, der Ronaldo verpflichten möchte. Sein Agent, Jorge Mendes, versuchte intensiv, seinen Klienten bei anderen europäischen Spitzenklubs unter zu bekommen, aber erfolglos. Das hohe Gehalt und sportliche Argumente sprachen bisher dagegen. Der FC Chelsea, der FC Bayern, Borussia Dortmund und weitere Klubs lehnten dankend ab.

Trainer ten Hag nimmt keine Rücksicht auf große Namen wie Cristiano Ronaldo

Manchesters neuer Trainer Erik ten Hag nimmt keine Rücksicht auf große Namen in der Mannschaft. So waren auch Kapitän Harry Maguire und der von Real Madrid für 70 Millionen Euro verpflichtete Casemiro gegen Southampton nicht in der Startelf. Es gilt als gesichert, dass ten Hag von den Wechselaktivitäten Ronaldo schwer genervt war (und ist). Unter Woche soll er der Mannschaft ein Ansage gemacht haben: Wer mit seiner Philosophie nicht einverstanden sei, könne gehen. Er habe dafür die volle Unterstützung der Klub-Führung.

Wie es weiter geht mit Ronaldo, ist offen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er einen Verein findet, der seinen Ansprüchen genügt, gering. Der Superstar verlangt ein hohes Gehalt und die neue Mannschaft sollte in der Champions League spielen. Ronaldo soll einige Werbeverträge haben, die ihm nur Einnahmen garantieren, wenn er in der Königsklasse spielt.

Ten Hag machte deutlich, dass er Ronaldo auch weiterhin auf die Bank setzen wird. Das ist für den Trainer wie auch Ronaldo ein Problem. Im Moment scheint es aber keine Lösung dafür zu geben.

Quellen: DPA, "Sportbild", "Spox"

tis DPA

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