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Deisler-Rücktritt: Verlorene Hoffnung einer Generation

Von Sebastian Deisler haben Fußball-Fans alles erwartet: Weltmeistertitel, Ruhm und Ehre. Aber der beste Spieler seiner Generation konnte die Hoffnungen nie erfüllen. Jetzt geht das unvollendete Genie.

Ein Kommentar von Nico Stankewitz

Selten, sehr selten sieht man Fußballspieler, die in der Lage sind, mit einer kleinen Bewegung nicht nur ein Spiel, sondern das Fußballspiel insgesamt zu verändern. Angeschnittene Freistoßflanken, hart und mit Effet - auch weltweit gab es kaum jemanden der solche Bälle spielen konnte wie Sebastian Deisler. Dazu die Schnelligkeit, die perfekte Ballbehandlung, diese nicht zu erklärende Intuition, wann man sich in welchen Raum bewegt: Deisler war einer dieser Spieler, die über eine außergewöhnliche Gabe verfügten - und von denen nur selten mehr als einer pro Generation auftaucht.

Der rechte Fuß des Ausnahmetalents war schon zu Jugendzeiten auffällig. Bereits als er 1998 aus seinem Geburtsort Lörrach zu Borussia Mönchengladbach wechselte, ging ein Raunen durch das Stadion, wenn der 18-Jährige am Ball war. Nach nur einem Jahr verabschiedete sich Deisler nach dem Abstieg der "Fohlen" in Richtung Berlin, im Handgepäck ein unglaubliches Tor, das 1999 in jedem Fußball-Jahresrückblick zu sehen war. Beim Heimsieg gegen die Münchner Löwen düpierte der Youngster die gesamte Abwehr der 60er und erzielte mit dem eigentlich schwachen linken Fuß seinen ersten Bundesligatreffer.

Immer tieferes Versinken in der Depression

Die drei Jahre in Berlin begannen mit einem Paukenschlag, denn gleich im ersten Spiel führte Deisler Hertha zu einem 5:2 über Hansa Rostock, war dabei der überragende Mann auf dem Platz. "Basti Fantasti verzaubert Berlin" wurde getitelt - Fans und Medien der Hauptstadt waren entzückt. Deisler debütierte im Nationalteam, spielte trotz ständiger Verletzungsprobleme relativ konstant in der Bundesliga und als 20-Jähriger in einer desolaten deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2000. Aber schon gegen Ende seiner Berliner Zeit ließ ihn sein Körper noch öfter im Stich. Als sein Wechsel zum FC Bayern bereits feststand, erwischte ihn der vielleicht schwerste Rückschlag seiner Karriere: In der WM-Vorbereitung beim bedeutungsarmen Testkick gegen Österreich riss das Kreuzband.

Die viereinhalb Jahre bei den großen Bayern scheinen im Rückblick eher ein Martyrium gewesen zu sein. Aber immer wieder diese Lichtblicke: Hier ein genialer Freistoß zum Einnicken für Ballack oder Salihamidzic, dort ein kluger Pass - für eine spielentscheidende Aktion war er immer gut. Aber zu selten lieferte er Farbtupfer in den grauen Jahren, immer tiefer versank er in der Depression und gleichzeitig sanken die Hoffnungen der Fans, nicht nur des FC Bayern und der Nationalmannschaft, sondern aller Fußballliebhaber, die auf einen wie ihn gewartet hatten.

Platz bei den Unerfüllten

Deislers Karriere bleibt unvollendet. Er hätte das Nationalteam zum WM-Titel 2010 führen können, oder die Bayern zum Champions-League-Sieg. Er war als Spieler - begabter als etwa Klose, Ballack, oder Schweini - der beste seiner Generation. Aber sein Platz in der Geschichte des Fußballs wird anderswo sein, bei den Unerfüllten und nicht in einer Reihe mit Pele, Maradona oder Zidane, in deren Nähe er hätte kommen können. Solche Spieler werden selten geboren, der Fußball hat am 16. Januar 2007 einen davon verloren.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(