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"Bodenlose Frechheit": FCA-Manager Reuter geht nach Abpfiff auf RB-Boss Mintzlaff los, muss festgehalten werden

Ein Handspiel kurz vor dem Elfmeterschießen entscheidet das Pokalspiel zwischen dem FC Augsburg und RB Leipzig zum Vorteil der Sachsen. Danach geraten die Bosse an der Außenlinie aneinander.

FCA-Manager Stefan Reuter (l.) und RB-Geschäftsführer Stefan Mintzlaff

FCA-Manager Stefan Reuter (l.) und RB-Geschäftsführer Stefan Mintzlaff gerieten nach Abpfiff aneinander

DPA / Getty Images

Die Schlussphase der Pokalpartie FC Augsburg gegen RB Leipzig hatte es in sich. Erst entschied ein fataler Aussetzer von Michael Gregoritsch die Partie in der letzten Minute der Verlängerung. Der FCA-Angreifer hatte im eigenen Strafraum eine Flanke ebenso klar wie unnötig mit der Hand berührt. Leipzigs Marcel Halstenberg verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:1-Siegtreffer - und das kurz vor dem Elfmeterschießen. Das erhitzte ganz offenbar die Gemüter, denn kurz darauf kam es an der Seitenlinie zu einem Gerangel der Verantwortlichen beider Klubs.

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff war auf einmal vor der Bank der Augsburger aufgetaucht und lieferte sich ein heftiges Wortgefecht mit FCA-Manager Stefan Reuter. Der wiederum war so wütend, dass er von Co-Trainer Jens Lehmann festgehalten werden musste, als er auf Mintzlaff losging.

Stefan Reuter: "bodenlose Frechheit"

Auch an den Mikrofonen der Journalisten war Reuter noch außer sich: "Eine bodenlose Frechheit, wie er sich nach dem Schlusspfiff verhalten hat. Anstatt sich mit seiner Mannschaft über das Weiterkommen zu freuen, stürmt er in unsere Coachingzone direkt zu unserer Bank", kritisierte er. "Man sollte mit Anstand verlieren, aber heute hat man gesehen, dass man mit extremer Arroganz offensichtlich gewinnt." Mintzlaff brauche gar nicht mehr zu kommen und sich entschuldigen. "Das kann er sich sparen, so verhält man sich nicht", monierte Reuter.

Mintzlaff hingegen wies jede Schuld von sich. Er habe lediglich kritisieren wollen, dass angeblich die FCA-Verantwortlichen "die ganze Zeit" bei RB in der Coaching-Zone standen. Das gehe so nicht, meinte Mintzlaff. Dies habe er Jens Lehmann mitteilen wollen. Zu Stefan Reuter habe er gar nichts gesagt. "Am Ende gehen die Gemüter hoch. Wir sind weiter. Das ist das einzige, was zählt", zog er sein Resümee.

Coach Ralf Rangnick bestätigte wenig später am Mikrofon die Sichtweise seines Geschäftsführers: "Der einzige, der hier heute ständig in der gegnerischen Coaching-Zone war, war Stefan Reuter", so Rangnick, der mit seinem Team nun im Halbfinale des DFB-Pokals steht. Ebenfalls bereits für die nächste Runde qualifiziert ist der HSV, der sich mit 2:0 gegen Paderborn durchsetzte. Am Mittwoch spielen noch der FC Bayern München gegen Heidenheim und der FC Schalke 04 gegen Werder Bremen. 

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