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BVB schlägt Gladbach Die jungen BVB-Wilden machen Hoffnung im Kampf gegen die Bayern-Dominanz

Dortmunds Giovanni Reyna (2.v.r.), 17 Jahre alt, bejubelt sein Tor zum 1:0 mit den beiden anderen sehr jungen BVB-Profis Jude Bellingham, 17, und Erling Haaland (r.), 20. Mats Hummels (2.v.l.) ist mit 31 Jahren sowas wie der Elder Statesman des Jubelhaufens.
Dortmunds Giovanni Reyna (2.v.r.), 17 Jahre alt, bejubelt sein Tor zum 1:0 mit den beiden anderen sehr jungen BVB-Profis Jude Bellingham, 17, und Erling Haaland (r.), 20. Mats Hummels (2.v.l.) ist mit 31 Jahren sowas wie der Elder Statesman des Jubelhaufens.
Borussia Dortmund hat zum Bundesliga-Auftakt Borussia Mönchengladbach mit 3:0 verdient geschlagen. Die Mannschaft mit den vielen jungen Talenten hat überzeugt - und das macht Hoffnung im Kampf gegen die Bayern.

Borussia Dortmunds Jungstars haben einen eindrucksvollen 3:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach hingelegt - das macht Hoffnung, wenn man bedenkt, was für ein Signal die Bayern am Freitagabend mit ihrem 8:0-Erfolg gegen den FC Schalke 04 an die Liga sendeten. Während viele dem Rekordmeister und Champions-League-Sieger in einer Art vorauseilendem Gehorsam vorab zur neunten Meisterschaft in Folge gratulieren wollten, hat der BVB nun gezeigt, dass mit den Schwarz-Gelben zu rechnen ist. Der Sieg gegen Gladbach ist ebenfalls ein Ausrufezeichen, schließlich sind die Gladbacher ein ernster Anwärter auf einen Champions-League-Platz.

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Im ersten Spiel der neuen Saison, das immerhin vor 10.000 Zuschauer stattfand, war für die Gladbacher gegen den BVB mal wieder nichts zu holen, es war die zwölfte Niederlage in Serie. Es waren die jungen Wilden, die die Gladbacher erlegten: Der erst 17 Jahre alte Giovanni Reyna (35. Minute) mit seinem ersten Saisontor und der 20 Jahre alte Torjäger Erling Haaland mit einem Doppelpack (54.,Foulelfmeter/77.).

Die Fans machen sich gleich bemerkbar - mit einem Pfeiffkonzert

Vor Anpfiff der Partie kam Stimmung auf, die man lange vermisst hatte: Die Gladbacher wurden von den BVB-Fans nach Kräften ausgepfiffen. Auch sonst sorgten die Zuschauer wieder für halbwegs normale Bundesliga-Atmosphäre, die dem Topspiel des ersten Spieltages würdig war. Zu recht hatte der BVB, dessen Luxus-Kader noch einmal mit dem englischen Jung-Star Jude Bellingham aufgepimpt worden war, großen Respekt vor Gladbach gezeigt. Die Rheinländer hatten als einziges Spitzenteam in diesem Sommer keinen Leistungsträger verloren, aktuell aber vier verletzte Stammkräfte. 

Im Mittelfeld neutralisierten sich der Vize-Meister aus Dortmund und der Vierte der Vorsaison zunächst. Überraschend setzte Gäste-Coach Marco Rose auf eine Dreierkette - eine Formation, die er ohne den nach wie vor verletzten Denis Zakaria in den vergangenen Monaten kaum noch angewandt hatte. Dadurch wurden die Räume im Mittelfeld eng, es gab zunächst kaum Torchancen in einer sonst aber intensiven Partie.

Die Führung der Westfalen nach gut einer halben Stunde kam zu dem Zeitpunkt überraschend. Entschlossen kombinierten die beiden erst 17-Jährigen Jude Bellingham und Torschütze Reyna, der seinen ersten Bundesligatreffer schoss. Gladbachs Innenverteidiger Nico Elvedi sah dabei unglücklich aus. Bis zur Pause hatte Gladbach mehr Ballbesitz und tat mehr fürs Spiel, die Dortmunder konterten mit der Führung im Rücken und erhöhten nach der Paus etwas glücklich.

Der Strafstoß war umstritten 

Gladbachs Ramy Bensebaini brachte den starken Reyna im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Felix Brych entschied zunächst auf Weiterspielen, hatte danach aber Kontakt mit dem Video-Referee Tobias Reichel und gab nach Studium der TV-Bilder doch noch den Strafstoß. Eine knifflige Entscheidung, zumal es offenbar zuvor keine klare Fehl-Einschätzung von Brych war. Haaland verwandelte sicher und gab dem Dortmunder Spiel noch mehr Sicherheit. Gladbach versuchte, mit den gerade erst wieder genesenen Marcus Thuram und Alassane Plea als Einwchsel-Stürmern noch einmal Druck aufzubauen.

Pech hatten die Gäste, als Mats Hummels Thuram nach rund einer Stunde ebenfalls im Strafraum traf, Brych diesmal den Elfmeter-Pfiff aber verwehrte. Gladbach versuchte weiter alles, Dortmund konterte und wurde belohnt. 13 Minuten vor dem Ende entschied Haaland mit einem vollendeten Konter die Partie.

tis DPA

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