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Trainer in Mexiko: Viel "Aaaaaaa", kein Inhalt: Fußball-Legende Maradona gibt wirres TV-Interview

Diego Maradona hat seit zwei Monaten einen neuen Job als Trainer. Und es läuft gut: Den mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa führte er vom Tabellenkeller in die Aufstiegsränge. Privat hingegen steht der Argentinier weiterhin neben sich, wie ein TV-Interview zeigt.

Diego Maradona als Dorados-Coach

Diego Maradona im Dress seines neuen Klubs. Zumindest sportlich läuft es in Mexiko grandios. Er übernahm das Team am Ende der Tabelle und führt es jetzt mit Kurs auf die erste mexikanische Liga sehr erfolgreich.

Getty Images

Seit rund zwei Monaten trainiert die argentinische Fußball-Legende Diego Maradona den mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa. Sportlich läuft es rund: Maradona übernahm den Klub auf dem vorletzten Tabellenplatz, nun steht er mit dem Verein vor dem Aufstieg in die erste mexikanische Liga. Privat hingegen gibt Maradona weiterhin Rätsel auf: Erneut legte der Star einen wirren TV-Auftritt hin.

Der Argentinier redete bei einem seiner neuesten Live-Interviews, wie inzwischen fast schon üblich, völlig unstrukturiert und neben sich stehend daher. Die beiden TV-Moderatoren schauten sich hin und wieder vielsagend an. Bei der Frage, wie er denn die mexikanische Meisterschaft einschätze, wird es besonders deutlich: Maradona stammelt vor sich hin, bekommt nur langgezogene Füll-Laute aus dem Mund. Ganze zweieinhalb Minuten geht das so.

Diego Maradona: Trainer-Job als Lebenshilfe

Der in Argentinien als "Dios" (zu Deutsch: Gott) gefeierte Ex-Weltfußballer steht seit vielen Jahren mit Drogenskandalen in den Schlagzeilen und benimmt sich mindestens seit ebenso langer Zeit seltsam. Auch bei seinen Auftritten bei der WM 2018 in Russland wirkte er alles andere als nüchtern. Bei seiner Vorstellung als Trainer in Mexiko sagte Maradona damals: "Ich war 14 Jahre lang krank. Aber heute will ich die Sonne sehen, nachts will ich schlafen. Vorher schlief ich nicht, ich wusste nicht mal, was ein Kissen ist. Deshalb habe ich das Angebot der Dorados angenommen."  

Maradona möchte also wieder einen geregelten Tagesablauf, braucht eine Aufgabe, damit er nicht eingeht, wie viele andere Ex-Sportler auch nach ihren Karrieren. Dass diese 14 Jahre Drogenkonsum nicht spurlos an ihm vorübergegangen sind, zeigte sich jüngst beim obigen TV-Interview.

Sportlich hingegen steht Maradona, sollte der Aufstieg tatsächlich gelingen, vor seinem größten Erfolg als Fußball-Coach. Die Fans in Mexiko hatten die in ganz Südamerika gern gesehene Legende schon vor ihrem Antritt als Trainer mit Vorschusslorbeeren überhäuft und wie einen Messias gefeiert: "Die Ankunft Maradonas, historisch für Mexiko", schrieb das nationale Leitmediun "El Universal".

Trainer in einer von Kartellen geprägten Region

Auch für "Dorados"-Klubboss José Antonio Núñez war Maradona demnach die Wunschlösung für das Traineramt in einer Region, die durch ihre Kartellkriminalität jede Menge Probleme mit Drogen hat und ein gefährliches Pflaster ist. Gerade deshalb, so Núñez damals, sei Maradona genau der Richtige - schließlich kenne der sich mit Drogen zumindest aus und habe ihnen abgeschworen. 

Maradona selbst hat bei dem Zweitligisten einen Vertrag über elf Monate abgeschlossen. Dafür erhält der allseits entweder geliebte oder belächelte Argentinier umgerechnet rund 1,4 Millionen Euro.

Quellen: "Goal.com", "Zeit Online", "Youtube", "Watson"

 

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wlk

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