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EM 2012: Bundestrainer Löw hat seine 23 Mann für die EM beisammen

Am Ende hatte es Joachim Löw eilig und gab früher als erwartet die Namen der vier Streichkandidaten bekannt. Marc-André ter Stegen, Sven Bender, Julian Draxler und Cacau müssen die EM vor dem Fernseher verfolgen.

Bundestrainer Joachim Löw hat sich auf seinen 23-Mann-Kader für die EM festgelegt. Marc-André ter Stegen, Sven Bender, Julian Draxler und Cacau mussten die Heimreise antreten und dürfen nun in den Urlaub statt zur EM. Das Quartett befindet sich bereits auf der Heimreise.

Am morgigen Dienstag muss Löw seinen Kader für das Turnier in Polen und der Ukraine der UEFA melden und eigentlich sollte auch dann erst die Entscheidung bekanntgegeben werden. Eine wirkliche Überraschung ist nicht unter den Streichkandidaten.

Zieler statt Ter Stegen 

Im Tor vertraut Löw neben Stammkeeper Manuel Neuer und Tim Wiese auf Ron-Robert Zieler. Der Keeper aus Hannover ist seit August 2011 ständiger Gast in der Nationalmannschaft und hatte deshalb sicherlich einen kleinen Bonus gegenüber Ter Stegen, der gegen die Schweiz nach einer starken Saison ein unglückliches Debüt feierte.

"Natürlich bin ich enttäuscht. Dennoch waren die Tage im Kreis der Nationalmannschaft für mich eine interessante Erfahrung", sagte der Gladbacher ter Stegen. Er war bei der 3:5-Niederlage gegen die Schweiz in Basel zu seinem Länderspieleinsatz gekommen.

Draxler darf sicher wiederkommen

Auch Schalkes Mittelfeldspieler Draxler hatte am Samstag sein Debüt gegeben. Der 19-Jährige war etwas überraschend in den erweiterten Kader gekommen und durfte sicherlich im Hinblick auf die Zukunft schon mal die Atmosphäre bei der DFB-Auswahl kennenlernen.

Für den Stuttgarter Angreifer Cacau kam das EM-Aus hingegen relativ überraschend. "Wie die jüngeren Spieler bin auch ich enttäuscht, aber ich fühle mich weiterhin als Teil der Mannschaft und wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie eine tolle EM spielt", sagte der Stürmer.

Objektiv betrachtet ist sein Aus sicherlich nachzuvollziehen. Cacau war kein Stammspieler in Stuttgart und wurde aufgrund seiner Joker-Qualitäten zunächst berücksichtigt. Auch wenn mit Miro Klose und Mario Gomez nur zwei echte Stürmer im Kader verbleiben, gibt es mit Marco Reus, Lukas Podolski, Thomas Müller oder Andre Schürrle genügend Alternativen in der Offensive.

Ein Bender darf mit 

Für Sven Bender setzte sich dagegen der Trend seiner Saison fort. Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück und so verlor er in Dortmund seinen Stammplatz an Ilkay Gündogan, der zuletzt ganz stark in Form war. Dazu machte auch sein Bruder Lars in Leverkusen große Fortschritte und stellte zudem auf verschiedenen Positionen seine Vielseitigkeit unter Beweis.

Der FC Bayern München stellt mit acht Spielern wie erwartet den größten Block des endgültigen deutschen Kaders, von Borussia Dortmund stehen vier Profis im Aufgebot. 

sportal.de / sportal

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