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Deutschland schlägt Dänemark Makellose Bilanz, aber...


Deutschland schließt die Vorrunde in der Todesgruppe mit drei Siegen und neun Punkten ab. Eine perfekte Bilanz. Dabei läuft längst nicht alles rund.
Von Klaus Bellstedt, Lwiw

Drittes Spiel, dritter Sieg: Die deutsche Nationalmannschaft hat zum Abschluss der Vorrunde 2:1 gegen Dänemark gewonnen. Als Gruppenerster steht man nun im Viertelfinale. In Danzig geht es am Freitag jetzt gegen Griechenland.

Schweinsteiger und Co. war die Gefahr des Ausscheidens bewusst und so gingen sie diese Partie im notwendigen "Endspiel-Modus" an. Dementsprechend konzentriert und engagiert lief das Spiel der Deutschen bei erneut brütend heißen Temperaturen in der Ukraine ab. Wie schon gegen Portugal und Holland war es aber auch gegen Dänemark mehr ein erarbeiteter Sieg. Der Trend eines eher konzentrierteren Offensivstils, der die Defensive nicht vernachlässigt, setzt sich bei der Nationalmannschaft also weiter fort.

Bender enttäuscht nicht - im Gegenteil

Unter besonderer Beobachtung des Bundestrainers stand im letzten Gruppenspiel Lars Bender. Und der Vertreter des gesperrten Jerome Boateng enttäuschte Joachim Löw auf der rechten Abwehrseite nicht. Nicht nur das Defensivverhalten des Leverkuseners war gut, Bender sorgte auch bei seinen Vorstößen für viel Belebung. Ihm gelang schließlich auch der befreiende Siegtreffer. Hier hat einer seine Chance genutzt.

Um Bender braucht sich niemand zu sorgen, mehr schon um das Mittelfeld. Erneut gingen vor allem von Mesut Özil zu wenige Impulse aus. Der Star von Real Madrid zeigte sich zwar leicht verbessert, seine EM-Form hat er aber noch immer nicht gefunden. Seine temporären Auszeiten deuten möglicherweise auf ein kleines Fitnessproblem hin. Lukas Podolski, der gegen Dänemark sein 100. Länderspiel bestritt, beschenkte sich zu seinem Jubiläum mit seinem Tor zum 1:0 selbst. Mehr war aber auch nicht. Nach dem dritten schwachen Spiel könnte nun André Schürrles große Stunde gegen Griechenland schlagen. Ein Wechsel wäre nur logisch.

Khedira und Schweinsteiger wichtigste Spieler

Der wichtigste Spieler war, abgesehen vom enorm lauf- und kampfstarken Sami Khedira, Bastian Schweinsteiger. Der Vizekapitän lenkt und denkt. Er führt und leitet. Dieses Mal glänzte er, anders als noch beim Sieg über Holland, als er beide Gomez-Tore vorbereitete, mehr im hinteren Drittel des Spielfelds. Es ist schon erstaunlich, in welch kurzer Zeit der Bayern-Profi das Chelsea-Trauma überwunden hat. Nicht nur im Hinblick auf das Viertelfinale, das ja nur eine weitere Etappe auf dem Weg zum EM-Titel sein soll, macht Schweinsteigers Verfassung Hoffnung. Aber ein paar andere Spieler sollten gegen Griechenland ruhig auch noch durchstarten.


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