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EM kompakt Cassillas' Freundin verwirrt Iniesta


Nur Augen für ihren Iker? Casillas-Freundin Sara Carbonero hat den Elfmeter von Andrès Iniesta verpasst - peinlich für eine Sportmoderatorin. Derweil verkündete Ex-DFB-Chef Theo Zwanziger, auf sein Finalticket zu verzichten. EM kompakt.

"Hättest Du auch gerne geschossen?"

Für Heiterkeit und eine Reihe böser Kommentare hat TV-Reporterin Sara Carbonero nach dem Halbfinalkrimi bei der Fußball-EM zwischen Spanien und Portugal gesorgt. Die Lebensgefährtin von Spaniens Torwart Iker Casillas fragte nach dem Elfmeterdrama Andrés Iniesta in einem Interview: "Hättest Du auch gerne einen Strafstoß geschossen?" Der Barça-Profi antwortete verdutzt: "Ja, aber ich habe doch den zweiten Elfmeter geschossen..." Die Reporterin entschuldigte ihren Patzer mit den Worten: "Ich war wohl so aufgeregt, dass ich nicht hingeschaut habe."

Polnische Polizei erhöht Sicherheitsstufe vor Halbfinale

Die polnische Polizei hat wenige Stunden vor dem EM-Halbfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien die Sicherheitsstufe angehoben. Auslöser für die Entscheidung war ein Sprengstoff-Fund in Ostpolen. "Wir haben Informationen darüber erhalten, dass es möglicherweise eine terroristische Bedrohung geben könnte. Aber es gibt derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr für bestimmte Orte oder Personen", sagte Polens Innenminister Jacek Cichocki am Donnerstag. Die Maßnahme sei routinemäßig erfolgt.

Zuvor hatte ein Zwischenfall an der Grenze zwischen Polen und der Ukraine für etwas Aufregung gesorgt. Medienberichten zufolge hatten Grenzpolizisten ein Floß mit Sprengkörpern abgefangen. Zudem sei ein Handy mit Fotos vom Warschauer Nationalstadion an Bord gewesen.

Zwanziger verzichtet aufs Finale

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger verzichtet aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine auf sein Ticket für das EM-Finale. "Vor dem Hintergrund der Vergangenheit und des aktuellen Geschehens in der Ukraine würde mir ein ungezwungener Jubel auf der Ehrentribüne doch ein wenig schwerfallen", sagte Zwanziger dem Fachmagazin "Kicker". Schon vor dem Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Italien habe er sich daher gegen einen Stadionbesuch am Sonntag entschieden, obwohl er am Freitag und Samstag als Mitglied der Uefa-Exekutive zu Sitzungen nach Kiew fliegt. Der ehemalige Chef des Deutschen Fußball-Bundes will damit ein Zeichen für die politisch Verfolgten in der Ukraine setzen. Er werde sich nicht "an einer Inszenierung für den Präsidenten der Ukraine, wie es sich beim Finale zwangsläufig ergeben wird", beteiligen. Zwanziger befand, der Fußball solle den Mut haben, auf Missstände im Land des Co-Gastgebers der Europameisterschaft hinzuweisen. Deshalb werde er beim Finale nicht auf der Tribüne des Olympiastadions in Kiew mitfiebern, sondern daheim vor dem Fernseher.

Spanien: Seit neun K.o.-Spielen zu Null

Schalkes Trainer Huub Stevens hätte seine helle Freude an Spaniens Defensivkünsten: Die Null steht bei der Selección nunmehr seit neun K.o.-Spielen bei Europa- und Weltmeisterschaften. Seit ihrer 1:3-Achtelfinalniederlage gegen Frankreich bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland haben die Spanier in den Endrundenspielen der folgenden Turniere kein Gegentor mehr kassiert. Keeper Iker Casillas musste seit 900 Minuten nicht mehr hinter sich greifen. Insgesamt dreimal überstand der Weltklassemann von Meister Real Madrid auch die Verlängerung ohne Gegentreffer: Bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz kam es gegen Italien nach einem 0:0 zum Elfmeterschießen. Bei der WM in Südafrika konnte Spanien die Niederlande im Finale nach 120 Minuten mit 1:0 schlagen. Im EM-Semifinale von Donezk fiel die Entscheidung gegen Portugal ebenfalls erst im Elfmeterschießen (4:2, 0:0).

Marwijk-Entscheidung überrascht Oranje-Stars

Der Rücktritt von Bondscoach Bert van Marwijk hat die Stars des Oranje-Teams überrascht. "Dass er sein Amt so schnell zur Verfügung stellt, hätte ich nicht gedacht", sagte Wesley Sneijder. "Ich hätte die EM gerne noch mit ihm analysiert", meinte der Spielmacher des bei der EM früh gescheiterten Vize-Weltmeisters. Van Marwijk hatte am Mittwochabend sein Amt zur Verfügung gestellt, das er seit 2008 innehatte. Auch Rafael van der Vaart hatte eine so schnelle Entscheidung des ehemaligen Dortmunder Trainers nicht erwartet. "Ich will nicht viel dazu sagen, weil in den vergangenen Tagen viel über mich hereingebrochen ist. Die Entscheidung kommt zum jetzigen Zeitpunkt aber unerwartet für mich", sagte van der Vaart.

dho/DPA/AFP DPA

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