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Jogi Löw: "Wir gewinnen gegen Nordirland. Wir werden Gruppenerster"

Lässig und kämpferisch stellte sich Bundestrainer Jogi Löw am Samstag der Presse und hatte gute Nachrichten dabei: Jérôme Boateng wird gegen Nordirland spielen. Überhaupt mache er sich keine Sorgen um das letzte Vorrundenspiel.

Jogi Löw bei der Pressekonferenz am Samstag

Jogi Löw betonte am Samstag vor der Presse auffallend oft, wie entspannt er sei

"Lösungen finden" ist einer von Jogi Löws Lieblingsausdrücken. Was das Spiel am Dienstag gegen Nordirland betrifft (18 Uhr, ARD und im stern.de-Liveticker) hat der Bundestrainer zumindest schon mal eine Lösung für die Defensive gefunden: Jérôme Boateng wird spielen. "Er ist für den Dienstag absolut eingeplant, seine Verletzung ist nicht ernsthaft", sagte er am Samstag. Den Innenverteidiger, der sich eine Prellung an der Hüfte zugezogen hat, lobte Löw über den grünen Klee: "Ich fand es gut, dass Jérôme die Dinge klar angesprochen hat. Er gehört zu unseren Führungsspielern und ist ein Weltklasse-Innenverteidiger." So weit so gut, was aber das eigentliche Problem betrifft, die eher maue Offensive, da will sich Löw ab sofort Gedanken drüber machen.

Nach dem ernüchternden 0:0 gegen Polen jedenfalls sind Umstellungen in der Startelf nicht ausgeschlossen. "Es kann durchaus sein, dass es die eine oder andere Veränderung gibt", sagte er bei einer Pressekonferenz. Er habe schon vor dem Turnier geplant, "mal mit unterschiedlichen Typen und Mannschaften" aufzulaufen. Aber nicht gegen Nordirland. An den Weltmeistern Mesut Özil, Thomas Müller und auch Mario Götze will er wohl (erstmal) weiter festhalten: "Ich glaube an ihre Fähigkeiten." Wobei er sich auch nicht erklären kann, warum etwa Müller bislang blass geblieben ist. "Es ist ungewöhnlich, dass Thomas keine Chancen hatte. Aber er redet viel und sucht nach Lösungen."


Jogi Löw ist sicher: Wir werden Gruppensieger

Der Nationalcoach ist aber davon überzeugt, dass sein Team die Gruppe C als Erster abschließen wird. "Wir wollen gegen Nordirland gewinnen, wir werden gewinnen, wir werden die Gruppe gewinnen", sagte Löw, der vor den Pressevertretern mehr als einmal betonte, wie entspannt er sei.

Um den Kopf freizukriegen vor der entscheidenden dritten Vorrundenpartie gestattet Löw der Mannschaft erstmals Freizeit - ein ganzer Tag Durchschnaufen am Genfer See. "Wir sind seit fast vier Wochen zusammen, die Belastung war zuletzt sehr hoch", so der Coach über die für ihn nicht ungewöhnliche Maßnahme. Löw kann den Spielern auch ein wenig Freizeit gönnen, weil diese sich nach dem 0:0 gegen Polen durchaus selbstkritisch gezeigt hatten. "Wir müssen definitiv gegen die Nordiren einen Gang hochschalten", sagte etwa Spielmacher Mesut Özil, der dem Angriffsspiel in den ersten zwei Europameisterschafts-Partien noch nicht die entscheidenden Impulse geben konnte. Es gilt also weiter: Lösungen gesucht.


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nik mit DPA

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