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Antwort auf Uefa-Verbot Deutschland gegen Ungarn: Regenbogenfahnen am Münchner Rathaus gehisst

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Seit Mittwochvormittag wehen vor dem Rathaus in München die Regenbogenfahnen. Es sind sechs. Und sie sind zehn Meter lang. Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Die Landeshauptstadt bekennt sich zu Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", steht in dem Antrag, der vom Münchener Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Zuvor hatte die Europäische Fußball-Union UEFA einen Antrag von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter abgelehnt, die Münchner Arena in Regenbogenfarben zu erleuchten. Über das UEFA-Verbot hatte es heftige Debatten gegeben. Diese Passanten fanden die Reaktion des Münchener Stadtrates gut. "Also, ich wäre auch dafür gewesen, dass das Stadion auch in den Farben leuchtet" "Ja, ich sehe das genauso. Ich finde es auch gut, dass das andere Stadien auch übernehmen. Das, wenn die UEFA das schon in München verbietet, dass eben andere Stadien ein Zeichen setzen. Und dass die Stadt eben ein Zeichen setzt, auch wenn sie das Verbot bekommen haben. Also, ich finde es sehr gut." "Ja, was ich ein bisschen schade finde, dass die UEFA das Stadion nicht in den Farben erleuchten lassen kann und nicht möchte. Das könnte man noch überdenken. Und ich würde es auch gut finden, wenn zum Beispiel die Techniker in den Stadien das machen würden und sich gegenüber der UEFA widersetzen." Auch an anderen Orten der Stadt sollen die Regenbogenfarben deutlich sichtbar sein. Rund um das Stadion und im Stadtbereich wollen Aktivisten Tausende Regenbogenfahnen verteilen, die die Fans im Stadion schwenken können. Der Deutsche Fußballbund hat angekündigt, dass er die Aktion unterstützen will. Stadionbetreiber in anderen deutschen Städten haben angekündigt, dass ihre Stadien während des EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn in Regenbogenfarben leuchten sollen.
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Nach dem Verbot für die Münchner EM-Arena wird das Rathaus am Marienplatz mit Regenbogenfarben beflaggt. Auch an anderen Orten wird ein farbenfrohes Zeichen gesetzt.

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