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Nach dem EM-Aus "Tief enttäuscht": Nationalspieler Gosens berichtet von Löws Abschiedsworten

Robin Gosens und Joachim Löw klatschen ab
Robin Gosens (r.) gab unter Joachim Löw (l.) sein Debüt in der Nationalmannschaft
© Frank Hoermann / SVEN SIMON / Picture Alliance
Nach dem Aus im EM-Achtelfinale verabschiedet sich Joachim Löw als Bundestrainer. Nationalspieler Robin Gosens hat in einem Podcast erzählt, wie tief der Frust beim Trainer saß.

Nach dem 0:2 im Achtelfinale gegen England saß die Enttäuschung bei der deutschen Nationalmannschaft tief. Das frühe EM-Aus bedeutete das Ende aller Titelträume – und auch den Schlusspunkt in der Karriere von Joachim Löw als Bundestrainer. Löw hatte bereits vor der Europameisterschaft seinen Abschied nach 15 Jahren angekündigt.

Das Ende seiner Zeit bei der Nationalmannschaft hat sich der 61-Jährige allerdings mit Sicherheit anders vorgestellt. Entsprechend niedergeschlagen war der Bundestrainer nach dem Ausscheiden. Nationalspieler Robin Gosens hat in einem Podcast beim Sender Sport 1 darüber gesprochen, wie sich Löw nach dem Ausscheiden von der Mannschaft verabschiedet hat. Der Bundestrainer habe im Teamquartier in Herzogenaurach eine kurze Abschiedsrede gehalten, so Gosens.

"20 bis 25 Minuten Totenstille" nach dem EM-Aus

Dabei habe Löw gesagt, dass er "tief enttäuscht" vom Abschneiden bei der Europameisterschaft sei. Außerdem habe er von Höhepunkten und Tiefpunkten gesprochen, die den Sport nun einmal ausmachten. Bei jedem sitze der Stachel nach dem Ausscheiden tief. Bei seiner Mannschaft bedankte sich Löw für das Vertrauen sowie für ihre Leidenschaft und ihren Einsatz.

Gosens sprach auch über die Stimmung in der DFB-Kabine unmittelbar nach der Niederlage gegen England. "20 bis 25 Minuten Totenstille" hätten dort nach dem Abpfiff geherrscht, so der Linksverteidiger des italienischen Klubs Atalanta Bergamo: "Auf jeden Fall war es mucksmäuschenstill. So eine Atmosphäre hatte ich in der Form auch noch nie. Keiner hat einen Ton gesagt, jeder war in seiner eigenen Gedankenwelt und hat sich wahrscheinlich die Frage gestellt, wie wir jetzt hier gerade ausscheiden können." Er selbst habe "mit den Tränen gekämpft".

Nach dem EM-Aus: "Tief enttäuscht": Nationalspieler Gosens berichtet von Löws Abschiedsworten

Robin Gosens knabbert noch an der Niederlage

Gosens hatte im zweiten Gruppenspiel gegen Portugal mit einem Tor und zwei Torvorlagen eine extrem starke Vorstellung gezeigt. Das Spiel sei sein "bisheriges Karrierehighlight" gewesen, sagte er bei Sport 1: "Das wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Davon werde ich meinen Kindern und Enkelkindern erzählen."

Bei der EM dürfte sich Gosens damit für den Neuaufbau der Nationalmannschaft unter dem Löw-Nachfolger Hansi Flick empfohlen haben. Noch aber überwiegt beim 26-Jährigen nach wie vor der Frust über das schwache deutsche Abschneiden: "Verdaut habe ich es noch nicht. Es tut immer noch saumäßig weh. Das wird auch noch ein paar Tage, wenn nicht sogar Wochen dauern, weil es unglaublich und unfassbar bitter ist, so im Achtelfinale auszuscheiden, obwohl man sich eigentlich viel mehr vorgenommen hat."

Quelle: Sport 1

epp

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