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EM 2021 Uefa verbietet Werbebanner in Regenbogenfarben in St. Petersburg und Baku

Eine Eckfahne in Regenbogenfarben
Eine Eckfahne in Regenbogenfarben
© Friso Gentsch / DPA
Ein Riss geht durch Europa: Die Uefa hat ihren Sponsoren untersagt, in den EM-Stadien in St. Petersburg und Baku die Werbebanner in Regenbogenfarben zu zeigen. In München und Rom ist das kein Problem.

Der Europäische-Fußballverband Uefa hat unter anderen seinem Hauptsponsor Volkswagen untersagt, in den EM-Stadien in St. Petersburg und Baku seine Bandenwerbung in den Regenbogenfarben zu zeigen. Damit ist der Verband offenbar vor dem Druck der russischen und der aserbaidschanischen Regierungen eingeknickt. In beiden Länder gelten restriktive Gesetze für Homosexuelle und Transpersonen. An den Spielorten in München und Rom sollen sie hingegen zum Einsatz kommen.

"Aufgrund von Bedenken der Uefa im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen an den Spielorten in Russland und Aserbaidschan hat der Verband uns darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine Bespielung der Werbebanden in Regenbogenfarben in St. Petersburg und Baku nicht möglich sei", teilte Volkswagen am Freitag mit. Der Autobauer bedauere diese Entwicklung und habe erneut ein "deutliches Zeichen pro Vielfalt" setzen wollen.

Zuletzt Streit zwischen München und Uefa

Zuletzt hatte es einen Streit zwischen der Stadt München und der Uefa in der Frage gegeben. Der Stadtrat hatte beschlossen, die Außenhülle der Allianz Arena während des Spiels der deutschen Elf gegen Ungarn in Regenbogenfarben zu erleuchten. Damit wollte die Stadt gegen die gerade in Ungarn erlassenen Homosexuellen-Gesetze protestieren. Das hatte die Uefa ebenfalls untersagt und einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Erleuchtung der Münchner Arena bleibt auch weiterhin untersagt, während die Bannerwerbung erlaubt ist.

Quellen:  "RP online"


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