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Deutsche Nationalmannschaft Özil fällt mit Knieverletzung monatelang aus


Bundestrainer Joachim Löw hat vor den EM-Qualifikationsspielen gegen Polen und Irland mit Personalsorgen zu kämpfen. Mesut Özil erhielt nun eine bittere Diagnose und muss bis Jahresende pausieren.

Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem wichtigen EM-Qualifikationsspiel am Samstag in Polen neue Personalsorgen. Mesut Özil fällt für zehn bis zwölf Wochen aus. Wegen Beschwerden im linken Knie war der Mittelfeldprofi zu einer Kernspinuntersuchung nach München gereist. Dort erhielt der Arsenal-Legionär eine niederschmetternde Diagnose: Teilruptur des Außenbandes des linken Kniegelenkes.

Özil muss nun das Knie sechs Wochen lang ruhigstellen, aber nicht operiert werden. Somit wird er auch die Partien am 14. November gegen Gibraltar in Nürnberg und am 18. November gegen Spanien in Vigo verpassen und in diesem Jahr nicht mehr für die Nationalmannschaft auflaufen können.

Auch André Schürrle nahm erneut nicht am Teamtraining in Frankfurt teil und absolvierte nur eine individuelle Einheit im Hotel. Die DFB-Verantwortlichen hoffen aber, dass der Chelsea-Offensivmann bis zum Abflug nach Polen wieder einsatzbereit ist. Der grippekranke Schalker Julian Draxler soll in Kürze noch zum Nationalteam dazustoßen.

Löw hat somit vorerst nur noch 14 fitte Feldspieler und drei Torhüter dabei. Denkbar ist, dass der Bundestrainer weitere Akteure nachnominiert. Gerade im Mittelfeld muss Löw nun angesichts des Özil-Ausfalls improvisieren. Verletzt fehlen beim Doppelspieltag gegen Polen und Irland ohnehin die Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira sowie Marco Reus und Mario Gomez.

Löw rechnet mit längerer Umbruchphase

Nach den Rücktritten der langjährigen Leistungsträger Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose geht der Weltmeister-Coach ohnehin noch von einer längeren Umbruch-Phase in der Nationalmannschaft aus. "Eine WM-Teilnahme, noch dazu bis ins Finale, bringt natürlich einige Herausforderungen für die Zeit danach mit sich", betonte der DFB-Coach in einem Interview auf der Homepage des Weltverbandes Fifa.

"Auf einigen Positionen haben wir schon auch Probleme. 'Wie Sand am Meer', wie oft zu hören ist, gibt es auch bei uns keine Weltklasse-Spieler. Aber wir haben einige außergewöhnliche Talente", sagte Löw. Zudem hätten viele seiner Spieler ihr Leistungslimit auch mit dem WM-Titel noch nicht überschritten.

Mit den gegenwärtigen Personalproblemen hatte der Bundestrainer gerechnet. "Nach einer WM, die kräfteraubend für alle Spieler ist, gibt es immer mal Situationen, bei denen Spieler kurzfristig ausfallen, weil sie sich verletzen. Von daher bin ich nun in den Monaten Oktober und November auf Wechsel eingestellt", sagte Löw.

nck/DPA DPA

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