HOME

Europa League: Hilflos und harmlos: BVB fliegt aus der Europa League - RB Leipzig weiter

Sie haben gekämpft, aber kein Tor geschossen: Gegen Salzburg fliegt der BVB aus der Europa League. RB Leipzig hat in der Europa League bei Zenit St. Petersburg den Sieg liegenlassen. Trotzdem haben die Leipziger Grund zur Freude.

Ein Spieler von RB Salzburg und einer von Borussia Dortmund kämpfen um den Ball

Lukasz Piszczek (r.) und seine Dortmunder Kollegen kämpften vergeblich gegen Andreas Ulmer (l.) und Co von RB Salzburg

DPA

Hilflos, ideenlos, chancenlos: Borussia Dortmund hat sich mit einer weiteren blamablen Vorstellung aus Europa verabschiedet. Mit dem 0:0 beim FC Salzburg besiegelte der Revierclub am Donnerstag das verdiente Aus im Achtelfinale der Europa League. Der erste Knockout des BVB gegen ein österreichisches Team passte ins Bild einer völlig missratenen internationalen Saison mit nur einem Sieg in zehn Spielen.

Vor 29.520 Besuchern im ausverkauften Salzburger Stadion lieferte der BVB eine gruselige Vorstellung ab und war völlig chancenlos gegen den Außenseiter, der vor einer Woche mit 2:1 in Dortmund triumphiert hatte. Einzig Torwart Roman Bürki verhinderte mit einigen Paraden eine weitere Niederlage auf internationaler Bühne.

Bei einem Ausscheiden werde es Diskussionen geben, hatte BVB-Coach Peter Stöger befürchtet. Und diskutabel war tatsächlich die Vorstellung der Schwarz-Gelben. In der Defensive, allen voran der überforderte Dan-Axel Zagadou, leisteten sich die Dortmunder unerklärliche Fehlpässe. Und das Offensivspiel war von Ideenlosigkeit geprägt. Wie schon im Hinspiel fand der Bundesligist überhaupt kein Mittel gegen das frühe Pressing der Salzburger.

Umso bitterer dürfte der schwache Auftritt für den gebürtigen Österreicher Stöger gewesen sein. Schließlich hat sich seine Ausgangsposition auf eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus verschlechtert. Erstmals seit 2011 werden die Westfalen damit kein Endspiel (DFB- oder Europapokal) bestreiten.

Zenit St. Petersburg - RB Leipzig 1:1

Die beeindrucke Europapokal-Reise von RB Leipzig geht unaufhaltsam weiter. Ein früher Genie-Streich von Vorbereiter Timo Werner und der Treffer vom neuen Tor-Garanten Jean-Kévin Augustin haben dem deutschen Fußball-Vizemeister den erstmaligen Einzug in das Viertelfinale der Europa League beschert.
Der Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl reichte am Donnerstag beim FC Zenit St. Petersburg ein 1:1 (1:1), nachdem die Sachsen das Hinspiel in der Red Bull Arena eine Woche zuvor mit 2:1 gewonnen hatten.

Vor 44.092 Zuschauern waren die Leipziger durch Augustins Tor in der 22. Minute in Führung gegangen. Der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Sebastian Driussi (45.+1) machte die zweite Halbzeit zu einer Zitterpartie.

Werner verschoss dabei in der Schlussphase einen Elfmeter und vergab die große Chance zur beruhigenden Entscheidung (82.). Weniger als 72 Stunden vor dem Meisterschaftskracher in Leipzig gegen den FC Bayern bestand die junge RB-Mannschaft jedoch nach aufopferungsvollem Kampf und auch ein wenig Glück den Stresstest im WM-Stadion der russischen Ostsee-Metropole. 

tkr / DPA

Wissenscommunity