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Europa League 'Tatsachengeschisse' besiegelt Schalker Niederlage in Enschede


Schalke verliert in Enschede das Spiel und Joel Matip. Horst Heldt holt nach dem Spiel zum Rundumschlag gegen UEFA, Schiedsrichter und Torrichter aus, auch Huub Stevens tobt.

Die Szene des Spiels war schnell gefunden beim Europa-League-Achtelfinale zwischen dem FC Schalke 04 und Twente Enschede. In der 60. Minute entschied der schottische Referee Craig Thomson gemeinsam mit seinen Assistenten nach einem Laufduell zwischen dem Schalker Joel Matip und Luuk de Jong auf Notbremse und Elfmeter für Enschede. Der vermeintlich Gefoulte traf anschließend zum 1:0-Endstand.

Für Schalke ist der Schuldige schnell gefunden

Für die Schalker war nach dem Schlusspfiff der Schuldige schnell gefunden. Trainer Huub Stevens stellte die Unparteiischen auf dem Weg in die Kabine erbost zur Rede. und Sportvorstand Horst Heldt setzte vor laufenden TV-Kameras noch einen drauf:

"Das ärgert mich, das ist eine bodenlose Enttäuschung. Das ist so eine gravierende Fehlentscheidung. Ich verstehe das Ganze auch nicht mehr, was diese Pappnasen da entscheiden. Da krieg ich das Kotzen. Mit so einer Arroganz, wie die dann auftreten. Die haben einen Fehler gemacht, dann sollen sie auch zu dem Fehler stehen", sagte Heldt nach dem Spiel.

Matip touchiert, De Jong fällt vor dem Strafraum

Zur Verteidigung der Unparteiischen sei an dieser Stelle angemerkt, dass es tatsächlich eine minimale Berührung zwischen Joel Matip und Luuk de Jong gab. Matips linkes Knie hatte De Jong an der Sohle touchiert, bevor dieser über seine Füße stolperte. Das fand jedoch deutlich vor dem Strafraum statt.

"Es geht ja weiter: Der wird mindestens für ein Spiel gesperrt. Was kann ich mir denn dann für dieses Tatsachengeschisse kaufen? Gar nichts", fluchte Heldt nach der Partie.

UEFA-Offizielle "wie HB-Männchen"

Einmal in Rage, legte Heldt auch gegen die UEFA nach: "Da sitzen dann irgendwelche Leute in ihren dicken Sesseln, Regelboardwerk oder wie die Heinis da oben heißen, und entscheiden." Besonders auf die Torrichter war Heldt nicht gut zu sprechen: "Ja was macht er denn an der Torauslinie? Der soll zu Hause bleiben. Die sollen zu Hause bleiben mit so einem Scheiß."

Auch das Verhalten der UEFA-Delegierten am Rande des Spiels gab Heldt Anlass zur Kritik: "Da laufen sie wie HB-Männchen durch die Gegend. Und wenn du nur eine Sekunde zu spät kommst, dann schreiben sie das in den Bericht und du bekommst eine saftige Geldstrafe. Das regt mich so auf." Hintergrund war, dass die Schalker laut Heldt bereits 75 Minuten vor Anpfiff im Stadion sein mussten.

Saftige Geldstrafe könnte drohen

Nach dieser Schimpftirade kann man davon ausgehen, dass eine eventuelle Geldstrafe für Zuspätkommen noch die geringste Sorge sein dürfte, die Horst Heldt von Seiten der UEFA erwartet.

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