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Europa-League-Qualifikation: Frankfurt fast durch, Stuttgart muss zittern

Dank zweier Tore durch Alex Meier steht Eintracht Frankfurt nach dem 2:0 beim FK Karabach fast sicher in der Europa League. Stuttgart lässt nur ein spätes Auswärtstor beim 1:2 in Rijeka hoffen.

Der VfB Stuttgart muss um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League fürchten, hat sich durch einen späten Auswärtstreffer aber noch alle Chancen offen gehalten. Beim 1:2 in Rijeka traf Vedad Ibisevic in der 89. Minute. Dagegen kann Eintracht Frankfurt nach einem 2:0 beim FK Karabach Agdam schon für die lukrativen Gruppenspiele planen.

VfB insgesamt zu harmlos

Nur zwei Minuten vor Ibisevics Treffer hatte Zoran Kvrzic HNK Rijeka mit 2:0 in Führung gebracht. Der VfB hätte bei diesem Ergebnis im Rückspiel mit drei Toren Vorsprung gewinnen können - angesichts der derzeitigen Sturmschwäche ein unwahrscheinliches Unterfangen. Nun könnte den Schwaben schon ein 1:0 reichen. Die Kroaten hatte der frühere Nürnberg-Profi Leon Benko in der 74. Minute in Führung gebracht.

Insgesamt sah sich der VfB dem erwartet schweren und unbequemen Gegner gegenüber. "Das Wichtigste wird sein, einen Sieg zu holen", hatte Sportvorstand Fredi Bobic vor der Partie noch betont. Der ehemalige Top-Stürmer hatte nach einem sechsmonatigen Ausflug in den kroatischen Fußball 2006 hier seine aktive Laufbahn beendet. Doch fünf Tage nach der 0:1-Niederlage in der Bundesliga gegen Leverkusen waren die Stuttgarter insgesamt zu harmlos in der Offensive.

Die zweite Halbzeit begann im Gegensatz zu den zumindest unterhaltsamen und abwechslungsreichen ersten 45 Minuten sehr verhalten. Beide Mannschaften leisteten sich zahlreiche Abspielfehler, VfB-Trainer Bruno Labbadia gestikulierte zeitweise engagiert an der Seitenlinie. Harnik probierte es erneut aus der Distanz (58.) und traf wenig später sogar ins Tor (70.), stand aber knapp im Abseits. In der Nachspielzeit hatte Ibisevic die große Chance zum Ausgleich, er schoss jedoch den Torhüter an.

Doppelpack von Alex Meier

Tor-Garant Alexander Meier hat Eintracht Frankfurt nach der gefühlten Ewigkeit von 2443 Tagen eine erfolgreiche Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne beschert. Der Mittelfeldspieler schoss den aktuellen Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga am Donnerstag im Playoff-Hinspiel der Europa League beim FK Karabach Agdam mit einem Doppelpack in der 6. und 75. Minute zu einem verdienten 2:0 (1:0)-Sieg und damit so gut wie sicher in die lukrative Gruppenphase. Im Rückspiel vor heimischer Kulisse können die Frankfurter, die letztmals 2006 im UEFA-Cup in einem europäischen Wettbewerb vertreten waren, am kommenden Donnerstag alles klar machen.

Auf der Holper-Wiese in Baku erwischte die Mannschaft von Trainer Armin Veh, der den Auftritt entspannt verfolgte, einen Start nach Maß. Nach Vorarbeit von Stefano Celozzi hämmerte Meier, der den zuhause gebliebenen Pirmin Schwegler als Kapitän vertrat, das Leder aus 15 Metern per Direktabnahme ins Netz. Das frühe Tor spielte dem Bundesliga-Schlusslicht in die Karten. Die Eintracht kontrollierte das Geschehen, auch wenn auf dem unebenen Untergrund im Tofik-Bahramow-Stadion flüssige Kombinationen kaum möglich waren.

Karabach mühte sich nach Kräften, konnte die Frankfurter Defensive aber kaum in Verlegenheit bringen. Eintracht-Torwart Kevin Trapp musste erst nach gut einer Stunde bei einem Kopfball von Muarem Muarem erstmals eingreifen. Sein Gegenüber Miro Varvodic war da wesentlich öfter beschäftigt, der entscheidende zweite Treffer wollte aber nicht fallen. Das hätte sich beinahe gerächt, da Leroy George eine Viertelstunde vor Schluss nur knapp den Ausgleich verpasste. Meier beseitigte im Gegenzeig mit seinem zweiten Treffer dann alle Zweifel.

dho/DPA / DPA

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