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Europa League: Stuttgart und Leverkusen auf Kurs - BVB patzt

Borussia Dortmund hat eine große Chance auf wichtige Punkte in der Europa League verspielt: Lange führten die Dortmunder gegen Paris St. Germain, kassierten aber kurz vor Schluss den Ausgleich. Stuttgart bleibt durch das 1:0 gegen Getafe ebenso auf Kurs wie Leverkusen dank eines 0:0 in Saloniki.

Borussia Dortmund kommt international nicht in Tritt: Im Heimspiel in der Europa League gegen Paris St. Germain verspielte der Tabellenführer der Bundesliga eine 1:0-Führung. Kurz vor dem Schlusspfiff gelang PSG der Ausgleich. Umgekehrt zeigte Bundesliga-Schlusslicht Stuttgart, dass es auf internationalen Parkett viel besser läuft. Die Schwaben holten im Heimspiel gegen den FC Getafe mit 1:0 den dritten Sieg und führen in der Gruppe H souverän mit neun Punkten. Auch Bayer Leverkusen darf sich nach einem allerdings schmucklosen 0:0 bei Aris Saloniki berechtigte Hoffnungen auf die nächste Runde machen.

Borussia Dortmund droht dagegen das frühe Aus schon nach der Gruppenphase. Nach dem 1:1 (0:0) gegen den französischen Pokalsieger Paris St. Germain stehen für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp nach drei Spieltagen lediglich vier Punkte zu Buche. Folglich hat die nächste Begegnung am 4. November in Paris für den BVB schon den Charakter eines "Endspiels".

Dormund dominiert zunächst


Vor 50.200 Zuschauern rettete der eingewechselte Clement Chantome den Gäste in der 87. Minute mit dem 1:1 einen Punkt, nachdem der BVB in der 50. Minute durch Nuri Sahin in Führung gegangen war.

Die Dortmunder knüpften zunächst an die zuletzt überzeugenden Leistungen in der Bundesliga an und dominierten den Tabellendritten der Ligue 1, der zuvor sieben Pflichtspiele ungeschlagen und ohne Gegentor geblieben war.

Die technisch versierten Franzosen suchten von Beginn an den offenen Schlagabtausch. Doch die Borussen präsentierten sich in der Abwehr gut organisiert und erkämpften sich mit ihrem aggressiven Forechecking Vorteile im Mittelfeld. Die erste große Chance des Spiels ergab sich für den BVB, als Lucas Barrios nach einer Flanke von Shinji Kagawa in der 14. Minute nur den Pfosten traf.

Paris St. Germain ohne nennenswerte Torchancen


Der erste Torschuss der Gäste von Peguy Luyindula wurde erst in der 20. Minute registriert. Doch Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller, an dessen Verpflichtung die Franzosen am Tag vor dem Spiel öffentlich Interesse bekundet hatten, parierte ohne Mühe. Durch jene Störfeuer unbeeindruckt, diktierten die Borussen die Begegnung, mussten sich jedoch jede Einschussmöglichkeit gegen die dichte Abwehrkette der Gäste hart erarbeiten.

Die einzige Chance für Paris bis zur Halbzeitpause vergab Mamadou Sakho, der das BVB-Tor mit seinem Kopfball (36.) nur knapp verfehlte. Es sollte die vorerst letzte große Möglichkeit des Tabellendritten der Ligue 1 bleiben, denn die Borussia verstärkte nach dem Wechsel den Druck.

Nachdem der eingewechselte Mario Götze das Tor knapp verfehlte, nutzte Sahin per Elfmeter die Chance zum Führungstreffer. Sakho hatte Jakub Blaszczykowski im Strafraum zu Fall gebracht. Es zeichnete den BVB einmal mehr aus, dass er nicht versuchte, das Ergebnis zu verwalten, sondern nachsetzte. Doch Chantome machte dem BVB noch einen Strich durch die Rechnung.

Stuttgart in Europa auf Errfolgskurs


Bundesliga-Schlusslicht VfB Stuttgart bleibt dank Ciprian Marica wenigstens in der Europa League auf Erfolgskurs. Die Schwaben gewannen gegen den FC Getafe verdient mit 1:0 (1:0) und stehen durch den dritten Sieg im dritten Gruppenspiel fast schon in der K.o.-Runde.

Trainer Jens Keller feierte damit nicht nur eine gelungene internationale Premiere, sondern konnte mit seiner Mannschaft auch den seit 21 Jahren währenden Spanien-Fluch besiegen. Die Stuttgarter wollen nun am Sonntag gegen den FC St. Pauli den Schwung auch in die Liga mitnehmen und endlich die Wende einleiten.

Marica brachte den VfB im zweiten Spiel unter Keller, der schon beim 2:2 auf Schalke einen guten Einstand hatte, in der 29. Minute in Führung. Für die Stuttgarter war es der erste Sieg gegen ein spanisches Team seit dem 28. Februar 1989 (1:0 gegen Real Sociedad) und der zweite im 14. Vergleich überhaupt.

Leverkusener B-Elf defensiv stark


Bayer Leverkusen trat in Griechenland mit einer B-Mannschaft an. Trainer Jupp Heynckes sorgte vor dem Anpfiff für Überraschungen in der Aufstellung. Er bot eine Start-Elf auf, die in dieser Formation noch nie zusammengespielt hatte. Einige Stammkräfte wurden für das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag gegen den Tabellenzweiten FSV Mainz 05 geschont. Dagegen durfte Kapitän Simon Rolfes erstmals seit einem Jahr wieder von Beginn an spielen, nachdem er nach drei Knieoperationen 241 Tage hatte pausieren müssen.

Aris Saloniki präsentierte sich im Hexenkessel vor 22.000 Zuschauern weitgehend harmlos. Für Bayer ging nach vorne zunächst zwar wenig, aber in der Deckung standen die Rheinländer sicher. Leverkusen ist mit fünf Punkten weiter Gruppenprimus. Atletico Madrid, das Trondheim bezwang, kommt als Zweiter auf vier Punkte ebenso wie Saloniki auf Rang drei.

SID/tis / SID

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