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Europa League VfB Stuttgart siegt - Bayer verabschiedet Atlético


Der neue Trainer Bruno Labbadia hat beim VfB Stuttgart einen gelungenen Einstand gefeiert. Durch das klare 5:1 gegen Odense BK verbuchten die Schwaben im letzten Gruppenspiel der Europa League ihren fünften Sieg. Zuvor hatte Bayer Leverkusen Titelverteidiger Atlético Madrid mit einem 1:1 verabschiedet.

Erfolgreiches Debüt des Feuerwehrmannes, effektives Comeback des Torjägers: Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart bescherte dem neuen Trainer Bruno Labbadia mit dem 5:1 (1:0) gegen Odense BK an einem aus deutscher Sicht sportlich bedeutungslosen Abschlussabend in der Gruppenphase der Europa League einen Einstand nach Maß. Zuvor hatte Nationalspieler Stefan Kießling beim 1:1 (0:0) Bayer Leverkusens gegen Atlético Madrid nach der Pause seine Rückkehr nach langer Verletzungspause gefeiert. Der Bundesliga-Zweite Bayer war wie Stuttgart bereits zuvor als Gruppensieger für die Zwischenrunde qualifiziert.

Timo Gebhart sorgte in einer schwachen ersten Halbzeit für die VfB-Führung (20.). Nach dem Wechsel löste sich dann der Knoten: Dem Dänen Daniel Höegh unterlief zunächst ein Eigentor (48.), Christian Gentner (65.), Pawel Pogrebnjak (70.) und Ciprian Marica (90.+3) erhöhten.

Vor nur 14.000 Zuschauern konnte man beim VfB, der in der Bundesliga auf Rang 17 abgerutscht ist, nach dem Wechsel von Jens Keller zu Labbadia aber noch nicht wirklich von einer Trendwende sprechen. Immerhin: Was in der Bundesliga bislang misslang, lief auf europäischer Bühne reibungslos: Fünf Siege bei nur einer Niederlage - Platz eins in der Gruppe H. Vielleicht gibt der Sieg aber dringend benötigtes Selbstvertrauen für den Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!), an dem die Schwaben zum Hinrunden-Abschluss gegen den bislang auswärtssschwachen Meister Bayern München eigentlich punkten müssen.

"Ich habe mich riesig gefreut, wieder auf dem Platz zu stehen. Das war wie eine Befreiung, ich habe ja sogar noch einen Assist bekommen", sagte Kießling, der den Führungstreffer durch Patrick Helmes in der 69. Minute per Kopf vorbereitet hatte. Dem eingewechselten Fran Merida gelang vor 18.093 Zuschauern dann aber noch der Ausgleich. Die Werkself, die als Erster der Gruppe B bei der Auslosung für die Zwischenrunde (17. und 24. Februar) am Freitag in Nyon auf einen leichteren Gegner hoffen darf, blieb damit auch im achten Europacupspiel in der laufenden Saison ungeschlagen und konnte noch Kräfte für das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres gegen den SC Freiburg am Sonntag schonen. Für die Madrilenen, die sich im Mai dieses Jahres noch als erster Sieger der Europa League feiern lassen konnten, ist dagegen der Wettbewerb vorzeitig beendet.

Viel lief beim zweiten Anzug der Werkself aber insgesamt nicht zusammen, was bei der Besetzung auch nicht verwunderte. Jupp Heynckes hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel beim Hamburger SV (4:2) am vergangenen Samstag gleich auf neun Positionen umgestellt. Lediglich Außenverteidiger Gonzalo Castro und Mittelfeldstar Renato Augusto, die beide nur eine Halbzeit spielten, blieben in der Startelf. Im Tor stand unterdessen wie schon in Trondheim der erst 20-jährige Giefer, nachdem Nationalkeeper Rene Adler wegen Patellasehnenproblemen bereits vorzeitig in die Winterpause gegangen war.

zen/SID SID

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