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FC Bayern München: Magath bleibt bis 2008

Bayern-Trainer Felix Magath hat seinen Vertrag mit dem Rekordmeister vorzeitig um ein Jahr verlängert. Was die Champions-League-Ambitionen anbelangt, stapelt Vereins-Chef Karl-Heinz Rummenigge jedoch vorerst tief.

Felix Magath geht mit einem Vertrauensbonus in seine dritte Saison als Trainer des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern München. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge verkündete in München, dass sich der Vorstand des Rekordmeisters knapp vier Wochen vor dem Saisonstart mit dem 52 Jahre alten Fußballlehrer auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2008 verständigt habe. "Wir haben uns mit Felix Magath bereits auf ein Jahr geeinigt", sagte Rummenigge: "Wir sind uns in allen Details einig." Der neue Vertrag soll in Kürze unterzeichnet werden.

Ursprünglich wollte die Bayern-Führung erst im Verlauf der Bundesliga-Hinrunde mit Magath über eine Vertragsverlängerung verhandeln. Nun kam das Signal der Kontinuität an Mannschaft und Fans schon vor dem Saison-Eröffnungsspiel am 11. August gegen Borussia Dortmund. Die Verlängerung um nur ein Jahr sei dabei bewusst gewählt worden, erklärte Rummenigge: "Beide Parteien sind sich einig, dass ein Jahr reicht. Wir hatten oft Trainer mit langen Verträgen, daraus muss man seine Lehren ziehen. Und wir hatten auch in den Gesprächen den Eindruck, dass auch Felix Magath nicht an einem Sicherheitsvertrag interessiert ist. Er will so lange bleiben, wie er erfolgreich ist. Wir sind mit Felix sehr zufrieden."

Bayern kann nicht klagen

Die Zufriedenheit basiert in erster Linie auf den nationalen Erfolgen von Magath, der im Sommer 2004 als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld vom VfB Stuttgart zum FC Bayern gewechselt war und einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2007 erhalten hatte. In seinen ersten beiden Jahren als Bayern-Coach hatte er mit zwei "Double"-Gewinnen (Meisterschaft und DFB-Pokalsieg) auf nationaler Ebene den maximalen Erfolg erzielt.

In der Champions League war Magath dagegen mit dem Einzug ins Viertel- bzw. Achtelfinale hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Rummenigge dämpfte allerdings anlässlich der Vertragsverlängerung mit dem Trainer die Erwartungshaltung auf der internationalen Bühne, in dem er die Titelträume einiger Bayern-Profis am Montag geradezu barsch zurückwies. "Es gefällt mir nicht, dass die ersten Spieler jetzt das Spinnen anfangen, sie möchten Champions-League-Sieger werden. Da muss man mit einem Schuss Demut rangehen. Der FC Bayern kann nur Champions-League-Sieger werden, wenn alles tausendprozentig perfekt läuft", sagte der Bayern-Chef.

Neue Spieler - neue Aufgaben

Auf Magath kommt in der bevorstehenden Saison in erster Linie die Aufgabe zu, der Mannschaft nach dem Abgang von Spielmacher Michael Ballack zum FC Chelsea London neu auszurichten. Zur defensiven Zielsetzung in der Champions League passt, dass die Bayern trotz des Ballack-Abgangs ihre Transferaktivitäten nicht forcieren wollen. "Wir haben eine sehr attraktive Mannschaft", sagte Rummenigge.

Der belgische Abwehrspieler Daniel van Buyten und der deutsche Nationalstürmer Lukas Podolski sind die bislang namhaftesten Neuzugänge. Der französische Nationalspieler Franck Ribery von Olympique Marseille sei dagegen unverkäuflich, berichtete Rummenigge. Manager Uli Hoeneß gab zudem einem Millionen-Transfer des niederländischen Torjägers Ruud van Nistelrooy (Manchester United) im "kicker" eine Erfolgsaussicht von lediglich "fünf Prozent".

Umgekehrt soll der niederländische Top-Club PSV Eindhoven an einer Verpflichtung von Stürmerstar Roy Makaay interessiert sein. Rummenigge sagte allgemein zu den Transfergerüchten um Spieler des Rekordmeisters: "Wir haben klar gemacht, dass wir keinen Spieler verkaufen werden."

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