FC Schalke 04 Assauer attackiert Klinsmann


Rudi Assauer spukt große Töne: Er hat Nationaltrainer Klinsmann als "eiskalten Hund" bezeichnet, der Oliver Kahn "auf dem kalten Weg abserviert" hat.

Rudi Assauer, Manager des Bundesligisten FC Schalke.04, hat Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann in ein schlechtes Licht gestellt. Er wirke "wie der ideale Schwiegersohn". In Wirklichkeit sei Klinsmann aber "ein eiskalter Hund, das hat er schon als Spieler bewiesen. Sein Berater war damals der Einzige, der eine Sonderprämie ausgehandelt hatte für Klinsi. Damals gab es so etwas ja noch gar nicht", sagte Assauer in einem "Zeit"-Interview .

Schalke "ganz oder gar nicht"

Assauer bemängelte auch die Art und Weise, wie Klinsmann in der Torhüterfrage der deutschen Nationalmannschaft Jens Lehmanns Konkurrenten Oliver Kahn "auf dem kalten Weg abserviert" habe. Assauer: "Dafür war Kahn einfach zu wertvoll für Deutschland, da hätte man sich einen anderen Abgang vorstellen können. Das wiederum wirft ein Licht auf Klinsmann."

Über sich selbst sagte der 62-jährige Assauer, er könne sich auch ein Leben ganz ohne Fußball vorstellen. "Ich sage mir manchmal: Assi, du hast genug gearbeitet, jetzt lässt du alles los, und das machen jetzt die anderen." Ob es denn Zeit für einen klaren Schnitt sei? Assauer: "Vielleicht, ja." Assauer und Schalke 04, das funktioniere nur "ganz oder gar nicht". Den Tag seiner Entscheidung fürchtet Assauer nicht: "Was habe ich denn zu verlieren? Wenn ich ganz aufhöre, dann machen sie mich hier zum Ehrenpräsidenten oder so was."

"Noch klar in der Birne"

Vorgesehen ist, dass Assauer vom 1. August an Präsident des Fußball-Traditionsvereins aus Gelsenkirchen sein wird. Sein Manager- Vertrag "auf Schalke" ist bis September 2008 befristet. Bereits im Februar hatte Assauer geäußert, sich dann aus dem Geschäft zurückziehen zu wollen. Das operative Geschehen soll in diesem Sommer auf den jetzigen Teammanager Andreas Müller übergehen.

Assauer sagte, er sei "noch so klar in der Birne, dass ich frühzeitig weiß, wann der Tag gekommen ist, an dem ich aufhöre." Dabei wisse er auch, dass "viele Leute an meinem Stuhl kratzen. Ob es alte Kumpels sind oder nicht - sie kratzen."

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker