HOME

Fifa-Korruptionsskandal: Der Fußball muss sich entblattern

"Entscheidend ist aufm Platz!" In Zeiten eines mafiösen und korrupten Weltverbandes gilt die alte Fußballweisheit wohl kaum noch. Die Ent-Blatterisierung der Fifa wäre zumindest ein erster Schritt.

Ein Kommentar von Dieter Hoß

Das war ja nicht anders zu erwarten: Kaum versagt mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein Verband Sepp Blatter, dem Allmächtigen des Weltfußballs, die bedingungslose Gefolgschaft, wird er prompt mit Dreck beworfen. Für einen wie den mit allen Wassern gewaschenen Fifa-Chef ist es allerdings ein allzu durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Nur einen Tag nachdem die höchsten deutschen Fußballfunktionäre ihr Entsetzen über den von der Schweizer Justiz belegten Korruptionssumpf innerhalb der Fifa äußern, kommt Blatter mit nebulösen Vorwürfen daher, bei der Vergabe der WM 2006 nach Deutschland sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Der selbst ernannte König des Fußballs duldet eben keine Majestätsbeleidigung. Die Botschaft lautet: Legt euch bloß nicht mit mir an!

Blatters billige Retourkutsche zeigt auch: Es geht bei der Fifa schon lange nicht mehr darum, was richtig oder falsch ist. Richtig ist in jedem Fall, was der Fifa, ihren Funktionären und vor allem Blatter nutzt. Angesichts der Strukturen, die der 76-jährige Schweizer und seine Vorgänger im Weltfußballverband geschaffen haben, müssen Schuldzuweisungen zwangsläufig auf taube Ohren stoßen. "Was wollt ihr denn, so läuft das eben heutzutage", deutet Blatter zwischen den Zeilen an. Ein prestigeträchtiges Sportevent mit weltweiter Beachtung auf vollkommen saubere Art und Weise ins eigene Land zu holen, ist längst unmöglich geworden - und wer will sich anmaßen, immer die exakte Grenze zwischen kreativer Überzeugungsarbeit und handfester Bestechung ziehen zu können? Wer bei dem Geschacher um Geld, Interessen, Macht und Politik wirklich sauber bleiben will, dem bleibt nur der Verzicht auf weitere "Sommermärchen".

Was schauen wir uns da eigentlich an?

Dennoch: Korruption und Schieberei praktisch zum Normalfall zu erklären, wie es Sepp Blatter tut, ist dann doch allzu dreist. Wer sich vor Augen führt, wie der Weltfußballverband arbeitet, nach welchen Mechanismen die WM-Turniere wohin vergeben werden; wer sich dann noch an die durch den europäischen Kontinentalverband Uefa manipulierten Live-Fernsehbilder während der EM in Polen und der Ukraine erinnert und sich die seit Jahren um sich greifenden Wettbetrügereien im Fußball in Erinnerung ruft, der darf fragen: Was schauen wir uns da eigentlich an während der großen Turniere? Sind spektakuläre Fehlentscheidungen wie der trotz Torrichter nicht gegebene Treffer der Ukraine im EM-Spiel gegen England wirklich nur allzu menschliche Fehler? Ist es wirklich unzweifelhaft die sportliche Leistung, die dazu führt, dass die Liste der Weltmeister nach 80 Jahren WM-Geschichte mit acht Ländern erstaunlich kurz ist? Wissen Spieler und Trainer, was gespielt wird? Ist wirklich noch "entscheidend aufm Platz", wie die alte Fußball-Weisheit besagt? Oder sind wir, Fans und Zuschauer, letztlich nur noch Stimmungsvieh auf den Rängen und vor den Großbildwänden der Fanmeilen zu Turnieren, die weitgehend inszeniert sein müssen, weil solche Spektakel ohne wirtschaftliche und politische Interessen gar nicht mehr realisiert würden?

Kaum eine Frage scheint zu absurd, als dass sie nicht gestellt werden könnte. Auch das ist das "Verdienst" Blatters, der mit seinen Ränkespielen Verschwörungstheorien Tür und Tor öffnet. Schon das allein sollte der Fifa reichen, sich grundlegend zu verändern. Dass der Abschied Sepp Blatters dabei der erste Schritt wäre, versteht sich von selbst. Angesichts des Korruptionssumpfes, der sich offenbar in den Jahren unter dem Schweizer gebildet hat, dürfte der Verband ohne regelrechte Ent-Blatterisierung aber kaum auskommen. Ob die Fifa danach überhaupt noch handlungsfähig wäre?

Eine neue Ehtik für die Fifa

Sepp Blatter wird sich an diesem Dienstag vor der Fifa-Exekutive zu den jüngsten Korruptionsvorwürfen äußern müssen. Ironischerweise war die Sitzung der Verbandsführung ursprünglich angesetzt worden, um einen neuen Ethik-Kodex zu verabschieden und die Vorsitzenden der beiden Kammern der künftigen Ethikkommission zu bestimmen. Das neue Gremium sollte gleich zur Tat schreiten und eine neue Ära der Geschichte der Fifa einläuten.

Wissenscommunity

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?