Sport Die WM in Katar könnte den Fußball zerstören. Warum es jetzt Zeit wird für eine Gegenbewegung

Fifa-Boss Infantino mit Emir Tamim Bin Hamad Al Thani
Katar 2022: Fifa-Boss Infantino mit Emir Tamim Bin Hamad Al Thani bei der WM-Eröffnungszeremonie
© ATP images
Ein despotischer Weltverband, gekaufte Fans, Stadien ohne Stimmung. In Katar bestätigt sich, was viele bei der WM befürchtet haben. Es wird Zeit für eine Gegenbewegung.

Jody Wilson und ihr Sohn Ben drücken sich in die Sitzsäcke, als wäre so der Hitze Dohas zu entkommen. Kein Schirm spendet Schatten, aber in die Wohneinheit zurück, zur Mittagszeit, das ist keine Option. Die beiden, aus Chester in England, wohnen im Fan Village Rawdat Al Jahhaniya, einem jener betrüblichen Containerdörfer, wie sie die Katarer in die Leere um Doha würfeln ließen. Jody hat in der Mall of Qatar, die ein paar Schnellstraßen weiter aus dem Staub steigt wie eine Fata Morgana, ein Thermometer gekauft. 46 Grad zeige das im Container, sagt sie. Jody, die Stirn schweißnass, lässt den Blick schweifen, auf der Leinwand siegt der Iran spät, was einige hier müde bejubeln, und sie sagt: "Fuck this all."

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