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Frankfurt gegen Fürth: Eine Torchance für den Jahresrückblick

Dieses Tor hätte Greuther Fürths Edgar Prib eigentlich machen müssen: Allein stand er vor dem Frankfurter Kasten und schob die Kugel doch nur an den Pfosten. Es war die einzige Großchance des Zweitliga-Spitzenspiels.

Eintracht Frankfurt hat sich im Top-Spiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen die SpVgg Greuther Fürth zu einer glücklichen Nullnummer gezittert. Durch das Remis vor 35.500 Zuschauern konnten die Hessen den Rückstand auf Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (42) nicht verkürzen, verteidigten mit 39 Zählern aber den zweiten Tabellenplatz vor Fürth (37). "Wir haben Fürth auf Distanz gehalten. Jetzt müssen wir nächste Woche bei St. Pauli gewinnen", sagte Eintracht-Profi Benjamin Köhler.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gäste die Akzente setzten. Die Franken machten den spielerisch besseren Eindruck und ließen die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. "Heute war mehr möglich. Das war ein sehr, sehr ordentlicher Auftritt", sagte Fürths Trainer Mike Büskens. Die Gäste kombinierten gefällig und stürzte die Eintracht, bei der Mohamadou Idrissou nach einem Haarriss im Sprunggelenk sein überraschendes Comeback gab, in der ersten Halbzeit von einer Verlegenheit in die andere.

Eine Torchance für den Jahresrückblick

"Wir haben in der ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel gefunden und hätten uns nicht beklagen dürfen, wenn wir zur Pause zurück gelegen hätten", sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Edgar Prib zwang Eintracht-Torhüter Oka Nikolov schon nach vier Minuten zu einer ersten Parade und hätte die mutig auftretenden Gäste in der 18. Minute in Führung bringen müssen. Nach einem schönen Pass von Stephan Schröck umkurvte der Mittelfeldspieler Nikolov, schob den Ball dann aber statt ins leere Tor an den Pfosten. "Ich will es eigentlich nicht mehr sehen. Das kann er nicht erklären und ich auch nicht. Das wird in jedem Jahresrückblick zu sehen sein", kommentierte dies Büskens.

Nur 60 Sekunden später hatten die Frankfurter erneut Glück, als Constant Djakpa nach einem Schuss von Sercan Sararer auf der Linie rettete. Erst danach fand die Eintracht, die durch Alexander Meier (5.) ebenfalls früh hätte in Führung gehen können, etwas besser ins Spiel. Benjamin Köhler (23.) scheiterte aus 16 Metern an Fürth-Keeper Maximilian Grün, der seine Elf kurz darauf bei einem Kopfball von Theofanis Gekas mit einer Glanztat vor dem Rückstand bewahrte.

Dem hohen Tempo Tribut gezollt

Nach dem Wechsel mussten die Gäste dem hohen Tempo ein wenig Tribut zollen. Frankfurt hatte nun mehr vom Spiel, ohne sich jedoch klare Chancen herausspielen zu können. Die hatte weiter Fürth, doch Occean (66./78.) und Stephan Fürstner (88.) scheiterten am gut reagierenden Nikolov.

nik/DPA / DPA

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