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Nordkorea: Weitere Spielerinnen positiv getestet

Der Dopingskandal um Nordkorea weitet sich aus: Nachdem bereits zwei Spielerinnen positiv gestetet worden waren, sind nun bei drei weiteren Teammitgliedern verbotene Substanzen nachgewiesen worden. Nordkoreas Verband hat dafür eine kuriose Erklärung.

Bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft sind drei weitere nordkoreanische Spielerinnen positiv auf Steroide getestet worden. Das teilte der Weltverband Fifa auf einer Pressekonferenz am Samstag in Frankfurt am Main mit. "Tatsache ist, dass wir in der Fifa konfrontiert sind mit einem ganz groben bösen Dopingfall, das schmerzt", sagte Präsident Joseph Blatter. Die Disziplinarkommission des Weltverbandes werde nun über weitere Konsequenzen entscheiden.

Die gesamte Mannschaft Nordkoreas hatte nach dem 0:0 in der Vorrunde gegen Kolumbien bei einer "zielgerichteten Fahndung" zur Dopingkontrolle antreten müssen. Zuvor war im Urin von Song Jong Sun und Jong Pok Sim eine verbotene Substanz gefunden worden. Einen Tag vor dem Endspiel zwischen den USA und Japan (Sonntag, 20.45 Uhr) in Frankfurt wirft der Skandal einen Schatten auf das Endrundenturnier.

Jiri Dvorak, der Medizinische Direktor der Fifa, sprach von einem "klaren Fall von verbotenen Substanzen". Der nordkoreanische Verband habe die positiven Proben mit der Gabe von traditioneller chinesischer Medizin vom Moschushirschen erklärt, teilte Dvorak mit. Die B-Proben seien auch schon im Dopingkontroll-Labor in Köln analysiert worden. Insgesamt seien jeweils 14 Steroide bei den Spielerinnen gefunden worden, vier davon stünden auf der Dopingliste.

mad/DPA / DPA
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