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Fußball-Bundesliga: Bayern lässt den Mainzern keine Chance

Die Revanche ist geglückt: Nach der peinlichen Heimniederlage in der Hinrunde hat der FC Bayern Mainz 05 souverän mit 3:1 geschlagen. Immer wenn die Truppe von Trainer Thomas Tuchel etwas besser ins Spiel zu kommen schien, schlugen die Münchener eiskalt zu.

Der FC Bayern München ist mit einem ungefährdeten Auswärtssieg in die Wochen der Wahrheit gestartet. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann am Samstag beim FSV Mainz 05 mit 3:1 (1:0) und feierte damit eine überzeugende Generalprobe für die Champions-League-Final-Revanche gegen Inter Mailand am Mittwoch.

Die Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (9. Minute), Thomas Müller (50.) und Mario Gomez (77.) mit seinem 18. Saisontor trafen vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion für das Team von Trainer Louis van Gaal, das Revanche für die 1:2-Hinspiel-Niederlage nahm. Das Gegentor durch Sami Allagui (84.) fiel zu spät.

"Ballverluste in der Vorwärtsbewegung"

"Wir haben die Konter gut ausgefahren und deshalb verdient gewonnen", sagte Torschütze Müller, fand aber auch kritische Worte: "Wir hatten zu viele einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und haben uns das Leben selbst schwer gemacht." Die Gastgeber erkannten die Überlegenheit des Rekordmeisters an. "Die Bayern haben groß aufgespielt, aber die Gegentore waren vermeidbar. Wir spielen mit so hohem Einsatz und dann sind wir in einigen Situationen nicht eng genug dran", monierte 05-Keeper Heinz Müller. "Uns hat das Ausgleichstor gefehlt", meinte Trainer Thomas Tuchel.

Eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen Branchenprimus Borussia Dortmund übernahmen die Bayern auch ohne eine erneute Gala der Flügelzange Arjen Robben und Franck Ribéry in der Tabelle zumindest für eine Nacht Platz zwei. Für die 05er war es dagegen die vierte Niederlage im sechsten Spiel 2011.

Die Bayern wirbelten die Mainzer zu Beginn kräftig durcheinander. Van Gaal hatte sein Team nach dem überzeugenden 4:0 gegen Hoffenheim unverändert auf den Rasen geschickt, Taktik-Tüftler Tuchel seiner Mannschaft nach dem ernüchternden 2:4 beim 1. FC Köln dagegen wieder einmal einer Radikalkur unterzogen. Gleich vier Veränderungen nahm der FSV-Coach vor, Nationalspieler Lewis Holtby saß zu Beginn lediglich auf der Bank.

Ribéry mit starkem Auftritt

Zudem tauschten die beiden Außenverteidiger Christian Fuchs (rechts) und Radoslav Zabavnik (links) ihre Positionen - ein Schachzug, der nicht aufging. Fuchs war gegen Ribéry ebenso überfordert wie Zabavnik gegen Robben, so dass Tuchel das Experiment nach 20 Minuten bereits wieder beendete.

Zu diesem Zeitpunkt führte der Rekordmeister schon mit 1:0 und hätte auch sehr viel deutlicher vorne liegen können. Nachdem Schweinsteiger die Gäste nach Vorlage von Robben per Kopf (!) in Front gebracht hatte, vergab Müller zweimal aus guter Position.

Doch angetrieben von den eigenen Fans legten die Mainzer nach gut 25 Minuten ihren Respekt ab und kreierten ihrerseits erste Offensivaktionen. In der 27. Minute hatte André Schürrle den Ausgleich auf dem Fuß, sein Lupfer über Bayern-Keeper Thomas Kraft ging aber knapp am Tor der Gäste vorbei. Drei Minuten vor der Pause scheiterte der Nationalspieler an Kraft.

Mainz 05 kalt erwischt

Die Hoffnungen auf einen erneuen FSV-Coup platzten bereits fünf Minuten nach der Pause. Mit dem Wiederanpfiff, zu dem Jörg Butt den angeschlagenen Kraft im Bayern-Tor ablöste, zogen die Münchner das Tempo wieder an. Zunächst scheiterte Schweinsteiger aus kürzester Distanz noch am Mainzer Torwart Heinz Müller (48.), kurz darauf schoss Müller aber zum 2:0 ein.

Danach vergab Gomez weitere Möglichkeiten für die Gäste (55., 60.). Auf der Gegenseite versäumte es erneut Schürrle, sein Team noch einmal ins Spiel zurückzubringen (67.). Gomez machte schließlich alles klar, ehe Allagui Ergebniskosmetik betrieb.

Lars Reinefeld und Detlef Rehling/DPA / DPA

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