Fußball-Bundesliga Bayern servieren Schalke kühl ab


Bayern München marschiert Richtung Spitze: Mit höchster Effizienz besiegte das Team von Jürgen Klinsmann Schalke. Toni und Ribéry sorgten für die Tore beim Meister. Hoffenheim verlor dagegen die Tabellenführung an Leverkusen durch eine Niederlage in Berlin. Frankfurt und Stuttgart trennten sich remis.

Der FC Bayern München hat die Kraftprobe beim FC Schalke 04 bestanden und einen großen Schritt auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft gemacht. Am zwölften Spieltag der Fußball-Bundesliga gewann der seit sechs Partien ungeschlagene deutsche Rekordmeister das Spitzenspiel am Sonntag mit 2:1 (2:1) und kehrte mit nur noch einem Punkt Rückstand auf das Spitzenduo aus Leverkusen und Hoffenheim auf den dritten Tabellenplatz zurück. Luca Toni (3. Minute) und Franck Ribéry machten vor 61 673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena den fünften Bayern-Sieg nacheinander perfekt. Jefferson Farfàn (5.) traf für die Schalker. Der spielerisch überzeugenden Mannschaft von Trainer Fred Rutten fehlte die Durchschlagskraft, um für ihren enormen Aufwand belohnt zu werden.

Während die Bayern dem Halbzeitziel ein großes Stück nähergekommen ist, fielen die seit März 2005 gegen die Münchner sieglosen Schalker nach der ersten Saison-Heimniederlage im Titelrennen zunächst zurück. Spielerisch blieben bei der Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann alle Wünsche offen, allein die eiskalte Chancenverwertung und starke Defensivarbeit zeichneten das spielerisch enttäuschende Starensemble aus.

Beckenbauer: Zwei perfekte Tore

"Zwei perfekte Tore, aber sonst relativ wenig", stellte Bayern- Präsident Franz Beckenbauer schon in der Halbzeitpause im Premiere-Studio seiner Mannschaft kein gutes Zeugnis aus. Sie änderte auch nach dem Seitenwechsel ihre Zurückhaltung nicht und rettete den glanzlosen Sieg mit taktischer Disziplin über die Runden. Den Schalkern fehlte bei allem Bemühen und trotz 18:1-Ecken die Durchschlagskraft, um das Null-Risiko-Spiel der Bayern entscheidend zu bestrafen.

Nach 43 Tagen stoppte Hertha BSC den Siegeszug des Dorfclubs 1899 Hoffenheim durch Fußball-Deutschland. Beim 0:1 (0:0) verlor der mutige Aufsteiger am Sonntagabend nicht nur sein erstes Bundesliga-Spiel seit dem 27. September (4:5 in Bremen), sondern auch den Platz an der Tabellenspitze. Andrej Woronin sorgte mit seinem Treffer in der 70. Minute für den dritten Heimsieg der Berliner hintereinander. Hoffenheim erarbeitete sich zwar wieder zahlreiche Torchancen, doch allein der Senegalese Demba Ba vergab nach der Pause drei hochkarätige Gelegenheiten.

Gomez sorgte wieder mal für die Entscheidung

Torjäger Mario Gomez bewahrte den VfB Stuttgart vor dem Absturz ins Mittelmaß. Mit seinem Treffer in der 87. Minute zum 2:2 (0:1) bei Eintracht Frankfurt verhinderte der Nationalspieler am Sonntag die dritte Punktspiel-Pleite in Serie für die Schwaben. Vor 51.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena hatte der Grieche Nikos Liberopoulis (18./66.) die Hessen zuvor mit seinem ersten Tore-Doppelpack in Deutschland zum vermeintlich ersten Heimsieg über den VfB seit sieben Jahren geschossen. Doch die Schwaben zeigten Moral und kamen durch Martin Lanig (71.) zurück in die Partie und retteten einen wichtigen Zähler. Dabei hatten die Stuttgarter ein wenig Glück, denn Schiedsrichter Babak Rafati hatte das Kopfballtor des Nationalstürmers wegen eines angeblichen Fouls zunächst nicht gegeben. Erst nach Rücksprache mit dem Linienrichter revidierte er die Entscheidung.

DPA/tis DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker