Fußball-Bundesliga Bayern und Hoffenheim brillieren


Kurz vor Ende der ersten Halbserie steht fest, über wen die Titelvergabe führen wird: Sowohl die Bayern als auch Hoffenheim zeigten Glanzvorstellungen. Nächste Woche treffen beide aufeinander. Den ersten Schritt aus der Krise machten die Bremer, in Mönchengladbach ist dagegen Feuer unter dem Dach.

Sensations-Aufsteiger 1899 Hoffenheim und Titelverteidiger Bayern München haben sich vor dem Showdown am kommenden Freitag warm geschossen: Hoffenheim verteidigte durch das 3:0 (2:0) gegen Arminia Bielefeld mit 34 Punkten die Tabellenführung erfolgreich, Rekordmeister München (31) verbesserte sich durch das 2:0 (0:0) im Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen auf Rang zwei.

Das direkte Duell am vorletzten Hinrunden-Spieltag in München wird somit zu einem regelrechten Endspiel um die Herbstmeisterschaft. Die Münchner, deren Sieg in Leverkusen Luca Toni (59.) und Miroslav Klose (82.) sicherten, müssten allerdings mit vier Toren Differenz gewinnen, um am Überraschungs-Team vorbeizuziehen. Leverkusen fiel auf Rang vier zurück hinter Hertha BSC Berlin (30), das am Freitag 2:1 gegen den 1. FC Köln gewonnen hatte.

Derweil schoss sich Werder Bremen eindrucksvoll den Frust von der Seele. Werder (23) gewann drei Tage nach dem endgültigen Scheitern in der Champions League gegen Eintracht Frankfurt 5:0 (3: 0) und rückte vorübergehend auf Rang sieben vor. Hannover 96 (16) besiegte den Karlsruher mit 3:2 (3:0) und setzte sich von den Abstiegsrängen ab.

Die Karlsruher sind nach der Niederlage dagegen neues Schlusslicht, da der bisherige Letzte Energie Cottbus (12) das Kellerduell bei Aufsteiger Borussia Mönchengladbach (11) mit 3:1 (1: 0) gewann. Vorletzter ist vorübergehend der VfL Bochum (10), der erst am Sonntag den Fünften Hamburger SV (26) empfängt. Desweiteren treffen, ebenfalls um 17 Uhr, in Verfolgerduellen Borussia Dortmund (24) und der VfL Wolfsburg (22) sowie der VfB Stuttgart (18) und Schalke 04 (23) aufeinander.

Hoffenheim sorgte vor 26.000 Besuchern in Mannheim frühzeitig für klare Verhältnisse. Vedad Ibisevic (5.), der mit seinem 17. Saisontreffer seine Jagd auf den Bundesliga-Rekord von Gerd Müller (40 Treffer) fortsetzte und Carlos Eduardo schossen bereits bis zur 11. Minute ein 2:0 heraus. Francisco Copado nutzte einen unberechtigten Foulelfmeter in der vorletzten Minute zum 3:0. Mann des Tages in Bremen war Claudio Pizarro, der gleich dreimal traf (11./20./62.) und sein Torekonto auf zehn Treffer erhöhte. Diego hatte schon vor der Pause für das zwischenzeitliche 3:0 gesorgt (44., Foulelfmeter), Aaron Hunt sorgte für den Endstand (75.).

In Hannover leitete ausgerechnet der zuletzt ins zweite Glied gerückte Ex-Nationalspieler Mike Hanke mit einem Doppelschlag (12. /18.) den erlösenden Sieg ein. Mikael Forssell (44.) legte noch vor der Pause nach, Antonio da Silva per Foulelfmeter (48.) und Lars Stindl (87.) ließen 96 aber noch einmal zittern.

Cottbus ging in Mönchengladbach durch ein Eigentor des US-Amerikaners Michael Bradley (17.) und einen Treffer von Dennis Sörensen (51.) 2:0 in Führung, Gladbach kam durch Steve Gohouri zum Anschlusstreffer (60.), Emil Jula sorgte für die Entscheidung (85.). Die bisherigen sechs Spiele sahen 194.826 Zuschauer, was einen mäßigen Schnitt von 32.477 pro Spiel bedeutet. In der Torschützenliste zieht Ibisevic nach seinem 17. Saisontor einsam seine Kreise. Es folgen der Leverkusener Patrick Helmes und der Wolfsburger Grafite mit je elf Toren vor Pizarro mit zehn.

DPA DPA

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