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Fußball-Bundesliga: Hannover stürmt auf den dritten Platz

Ein erfolgreicher Sonntag für zwei Nordclubs: Der VfL Wolfsburg feierte gegen Freiburg den dritten Sieg in Folge. Hannover kletterte durch einen knappen Auswärtssieg in Kaiserslautern auf den dritten Tabellenplatz.

Mit dem zweiten Auswärtssieg hat Hannover 96 seinen besten Saisonstart perfekt gemacht und ist durch den 1:0-Sieg zum Jubiläum in der Bundesliga auf den dritten Platz geklettert. Der VfL Wolfsburg befindet ebenfalls auf einem kleinen Höhenflug. Die englische Woche schloss der VW-Club gegen Freiburg mit dem dritten Sieg in Folge ab.

Hannover darf sich aktuell neben Mainz und Dortmund zum dritten Überraschungsteam der Liga zählen. Die Niedersachsen gewannen am Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern durch das Tor des Norwegers Mohammed Abdellaoue in der 33. Minute knapp mit 1:0. Beim FCK scheint dagegen die erste Euphorie nach dem Aufstieg verflogen. Die "Roten Teufel", in der Tabelle nun auf Rang elf, verloren erstmals in dieser Saison ein Heimspiel und sind bereits seit vier Spielen ohne "Dreier".

FCK mit der Dortmunder Pleiten-Elf


Trainer Marco Kurz ließ dieselbe Kaiserslauterer Mannschaft auflaufen, die noch vor vier Tagen bei Borussia Dortmund mit 0:5 unter die Räder gekommen war. Nach einigen Unsicherheiten zu Beginn des Spiels zeigten sich die Gastgeber aber gut erholt von dem Debakel und hatten durch Martin Amedick und Srdjan Lakic erste Chancen (12.)

Hannover fand dagegen in seiner 750. Bundesliga-Partie in der ersten halben Stunde offensiv nicht statt. Das Team von Trainer Mirko Slomka lauerte auf Konter, die zuletzt beim 4:1 gegen Werder Bremen starken Angreifer Didier Ya Konan und Abdellaoue waren in der FCK-Hintermannschaft fast komplett abgemeldet. Die Führung fiel dann auch wie aus dem Nichts. Den ersten gelungenen Angriff schloss Abdellaoue nach einer Flanke von Manuel Schmiedebach erfolgreich mit dem Kopf ab.

Hannover spielt nicht gut


Nach der Führung versäumten es die 96er nachzusetzen und hatten kurz vor dem Halbzeitpfiff Glück, als Lauterns Leon Jessen den Ausgleich (41.) vergab, als den Bal nur an den Innenpfosten setzte.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel nicht ansehnlicher, die Teams neutralisierten sich zumeist im Mittelfeld. Während die Niedersachsen auf weitere Konter hofften, fehlten Kaiserslautern die spielerischen Mittel, um ihren Spitzen in Position zu bringen. Die Angriffe der bemühten Lauterer wirkten halbherzig und einfallslos. Hannover verteidigte mit allen Kräften die knappe Führung und rettete den Sieg über die Zeit.

Grafite ist wieder da


In Wolfsburg bescherte Torjäger Grafite dem VfL und seinem Trainer Steve McClaren einen perfekten Abschluss der englischen Woche. Mit seinen Treffern zum 2:1 (1:1) gegen den SC Freiburg sorgte der Torschützenkönig von 2009 im Spiel am Sonntagnachmittag für den dritten Sieg der Wölfe binnen acht Tagen. Grafite war in der 25. und 64. Minute nach Diego-Freistößen jeweils per Kopf zur Stelle und markierte wie schon zuletzt beim 3:1 in Hamburg zwei Tore. "Ich hoffe, ich helfe der Mannschaft. Ich glaube, wir haben ein gutes Spiel gemacht", kommentierte der Matchwinner bescheiden.

Während sich der mit drei Pleiten gestartete Ex-Meister im oberen Tabellen-Mittelfeld etablierte, kassierten die punktgleichen Freiburger ihre erste Auswärtsniederlage. Der Ausgleich durch das sechste Tor von Bundesliga-Topschütze Papiss Demba Cissé (36.) war zu wenig. Für die auswärts zuvor zweimal erfolgreichen Gäste war es nach dem 1:2 gegen Schalke die zweite Niederlage hintereinander.

Cissé vergibt Hundertprozentige


Trainer Robin Dutt konnte danach nicht fassen, dass Cissé in der 51. Minute das leere Tor verfehlt hatte. "Ich kann die Szene nur mit einem Lachen kommentieren. Er hat schon sechs Tore gemacht, das müssen wir das einfach in Kauf nehmen", sagte Dutt und räumte mit Blick auf die Gegentore ein: "Bei den Standardsituationen haben wir noch unsere Defizite."

tis/DPA / DPA

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