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Fußball-Bundesliga: Leverkusen lässt Federn im Derby

Gegen kompakt stehende Kölner kommt Tabellenführer Leverkusen nicht über ein 0:0 hinaus. Werder siegt in Mainz und Stuttgarts Cacau beendet eine perfekte Woche mit einem Doppelpack. Am Sonntag kann der FC Bayern gegen den HSV die Tabellenspitze erobern.

Bayer Leverkusen hat trotz eines Rückschlags den historischen Bundesligarekord perfekt gemacht. Mit dem 0:0 gegen den 1. FC Köln verlängerte die Fußball-Werkself ihre beeindruckende Serie auf 24 Spiele ohne Niederlage. Bayer-Trainer Jupp Heynckes überbot sich quasi selbst: Er war mit dem jetzigen Leverkusener Titel-Rivalen Bayern München in der Saison 1988/1989 vom Start weg 23 Mal ungeschlagen geblieben. Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena verpassten die Leverkusener allerdings im 50. Erstliga-Duell der rheinischen Rivalen den siebten Heimsieg nacheinander.

Der FC, der in Leverkusen letztmals im April 1996 gewonnen hatte und dem 13 Mal nacheinander kein Bundesligasieg gegen Bayer gelungen war, spielte von Beginn an munter mit und suchte auch die Offensive. So musste Nationalkeeper René Adler früh gegen Lukas Podolski klären (4.).

Köln kämpft aufopferungsvoll

Wenig später hatte Bayer-Torjäger Stefan Kießling per Kopf die erste Chance der Gastgeber, die in der 13. Minute vor dem 1:0 standen: Hyypiä köpfte nach einer Freistoß-Flanke von Toni Kroos wuchtig auf das FC-Gehäuse, doch Kölns Schlussmann Faryd Mondragon klärte in höchster Not auf oder knapp hinter der Linie, Schiedsrichter Knut Kircher entschied nicht auf Tor. Auf der Gegenseite musste Adler gegen Freis (33.) sein ganzes Können zeigen, um eine Kölner Führung zu vermeiden.

Bayer war zwar überlegen, aber im Pass-Spiel zu unpräzise. Der FC präsentierte sich speziell in der Defensive besser als zuletzt, aber der Tabellenführer erhöhte in den zweiten 45 Minuten den Druck. Doch auch die Gastgeber fanden kein Mittel, um die aufopferungsvoll kämpfende Abwehr des FC zu überwinden.

Hertha seit 18 Spieltagen Letzter

Für Hertha BSC wird die Abstiegsgefahr immer größer. Die Berliner kassierten am Samstag mit 0:2 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim bereits ihre 15. Saison-Niederlage und bleiben mit mageren 15 Punkten auch nach dem 24. Spieltag das "Schlusslicht" der Fußball- Bundesliga.

Im Berliner Olympiastadion sorgten Hoffenheims Torjäger Demba Ba (35. Minute) mit seinem fünften und Vedad Ibisevic (90.+2) mit seinem neunten Saisontreffer für das bereits elfte Hertha-Heimspiel ohne "Dreier". Die Gastgeber, die nur am ersten Spieltag gegen Hannover 96 (1:0) daheim erfolgreich waren und nun schon seit 18 Spieltagen den letzten Tabellenrang belegen, verpassten damit auch ihr Ziel, die "Rote Laterne" endlich wieder abzugeben. Der Abstand zu Rang 15 beträgt nun bereits fünf Zähler. Hoffenheim punktete dagegen nach zuletzt vier Auswärtspleiten in Serie wieder dreifach.

Partie ohne Höhepunkte

Der SC Freiburg wartet nach dem 1:1 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach auch schon seit zehn Begegnungen auf einen Dreier. Winter-Neuzugang Papiss Demba Cissé (56.) brachte die Breisgauer zwar in Führung, die Roel Brouwers (73.) aber verdientermaßen für die Borussia egalisieren konnte. Immerhin einen Zähler erkämpfte sich auch der 1. FC Nürnberg beim torlosen Gastspiel in Bochum, verlor aber Torjäger Albert Bunjaku (88./Unsportlichkeit) durch die Gelb- Rote Karte. Der VfL verpasste in einer Partie ohne große Höhepunkte zwar den angestrebten Heimsieg, bleibt aber in der Rückrunde weiter unbesiegt.

Cacau - 7 Tage, 7 Treffer

Eine Woche nach seinem "Viererpack" in Köln (5:1) war Cacau für den allmählich Tuchfühlung zu den Europacup-Rängen findenden VfB Stuttgart beim 2:1 (2:1) über Eintracht Frankfurt erneut der Matchwinner. Zwar brachte Benjamin Köhler (39.) die Hessen in Führung, doch mit seinen Saisontreffern sieben und acht (41./45.) drehte Nationalspieler Cacau noch vor der Pause die Partie. Am Ende retteten die Schwaben den knappen Vorsprung über die Zeit.

Bremen gewinnt gegen zehn Mainzer

Nur 40 Stunden nach seinem glanzvollen 4:1-Erfolg in der Europa League gegen den FC Twente Enschede gelang Werder Bremen beim FSV Mainz 05 mit 2:1 (1:1) ein wertvoller Arbeitssieg. Die Hausherren mussten jedoch nach einer umstrittenen Roten Karte für Florian Heller (14./Unsportlichkeit) mehr als 75 Minuten zu zehnt klar kommen. Nach der Werder-Führung durch einen tollen Freistoß von Tim Borowski (32.) schaffte Aristide Bancé (45.) mit dem Pausenpfiff zwar den Ausgleich. Kurz nach Wiederanpfiff traf Sebastian Prödl (50.) aber zum Bremer Erfolg. Für die 05er war es die erste Heimniederlage dieser Saison.

DPA/ins / DPA

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