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FUSSBALL: Effenberg macht bei Bayern Schluss

Stefan Effenberg werde seinen im Jahre 2002 auslaufenden Vertrag auf keinen Fall verlängern, kündigte Effenbergs Frau und Managerin Martina heute an.

Stefan Effenberg will gehen - Claudio Pizarro soll kommen: Der Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München werde seinen im Jahre 2002 auslaufenden Vertrag auf keinen Fall verlängern, kündigte Effenbergs Frau und Managerin Martina heute in der »Bild-Zeitung« an. »Für uns ist schon lange klar, wohin die Reise geht: Weg aus München und nach England.«

Pizarro verstärkt Sturm

Der Wechsel von Werder Bremens Stürmerstar Pizarro von der Weser an die Isar scheint beschlossene Sache zu sein. Zwar hat der 22 Jahre alte peruanische Nationalspieler bei den Bayern noch nicht unterschrieben, doch steht seit Donnerstag fest, dass er auf keinen Fall in der kommenden Saison für die Bremer auf Tore-Jagd gehen wird. Das bestätigte Werders Sportdirektor Klaus Allofs. Angeblich soll Pizarro, der die Hanseaten für eine festgeschriebene Ablösesumme von 15 Millionen Mark verlassen kann, Anfang der kommenden Woche einen Vierjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von rund 5,5 Millionen Mark unterzeichnen.

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Trotz eines möglichen Engagements des Peruaners erhält Giovane Elber bei den Bayern weiterhin keine Freigabe. Der Brasilianer hatte über familiäre Probleme geklagt. Seine Frau fühle sich in München nicht mehr wohl. Auch Welt- und Europameister Bixente Lizarazu, den es zu Manchester United zieht, muss seinen Vertrag erfüllen.

»Der Verein macht einen Fehler«

Dagegen legen die Bayern Effenberg offenbar bewusst keine Steine in den Weg. Nachdem der Verein sich seit Wochen dagegen sträubt, das Arbeitsverhältnis mit seinem 32-jährigen Star auszudehnen und auf das Alter des ehemaligen Nationalspielers verwies, geht Effenberg in die Offensive: »Der Verein macht einen Fehler, wenn er mich nach dem Alter beurteilt. Bei Spielern wie Matthäus oder mir ist das nicht entscheidend«, glaubt der gebürtige Hamburger, der offensichtlich gekränkt ist über das offensichtliche Desinteresse der Bayern. »Falls ich mit meinem neuen Verein in der Champions League auf Bayern treffen sollte, werden wir sehen was Sache ist«, sagte Effenberg, der einen Verein in London als seine Wunschadresse angab. Neben Chelsea sind auch Arsenal und Tottenham als Kandidaten im Gespräch.

Mit Effenbergs Ausstieg nach der kommenden Spielzeit haben die Bayern im Mittelfeld den Spielraum, um die Nationalspieler Sebastian Deisler (noch Hertha BSC Berlin) und Michael Ballack (noch Bayer Leverkusen) mit der Aussicht auf einen Stammplatz nach München zu locken.

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