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Fußball: Platini hält WM in Russland und Katar für "richtige Entscheidung"

Russlands Agieren in der Ukraine-Krise und der Korruptionsverdacht bei der WM-Vergabe ändern für den Uefa-Präsidenten nichts: Die Fußball-WM soll 2018 in Russland und 2022 in Katar stattfinden.

Ungeachtet der politischen Spannungen und Korruptionsvorwürfe hat sich Uefa-Präsident Michel Platini für Russland und Katar als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 positioniert. "Ich habe mit Katar und Russland Länder ausgesucht, die noch nie in den Genuss einer WM-Austragung gekommen sind. Im Blick auf die Entwicklung des Fußballs war das die richtige Entscheidung", sagte der Franzose der "Welt am Sonntag".

Die im Zuge des Ukraine-Konflikts geäußerten Forderungen, Russland die WM wegzunehmen oder das Turnier zu boykottieren, lehnte Platini ab. "Wenn wir über Russland reden, dann sage ich: Es gibt dort eine deutsche Botschaft, die Lufthansa fliegt nach Moskau. Aber die WM darf dort nicht stattfinden? Das verstehe ich nicht. Die Politiker machen es sich zu leicht."

Im Fall Katar sei er "komplett glücklich" damit, dass er dem Emirat seine Stimme gegeben habe. Niemand habe ihn gebeten, dies zu tun. "Das war meine Entscheidung." Der Chef der Europäischen Fußball-Union war in die Kritik geraten, nachdem bekanntgeworden war, dass er sich vor der Abstimmung im Dezember 2010 zu einem Essen im Élysee-Palast mit dem damaligen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem Emir von Katar getroffen hatte.

jen/DPA / DPA

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