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International: Chelsea gewinnt 6 -1 und testet den zweiten Anzug

Fernando Torres traf dreifach beim 6:1-Sieg gegen die Queens Park Rangers. Roberto Di Matteo ließ die für das CL-Finale gelbgesperrten Spieler auf der Bank. Auch der Ersatz konnte überzeugen und die Chance auf Platz vier in der Premier League offen halten. 

Angeführt von Dreifachtorschütze Fernando Torres hat der FC Chelsea seine Chance auf Rang vier in der Premier League gewahrt. Beim 6:1 (4:0)-Torfestival an der Stamford Bridge im West-Londoner Derby gegen die Queens Park Rangers trafen neben dem wiedererstarkten Torres (19./25./64. Minute), Daniel Sturridge (1.), Kapitän John Terry (13.) und Florent Malouda (80.) für Bayern Münchens Champions-League-Finalgegner. Für die vom direkten Wiederabstieg bedrohten Gäste reichte es nur zum Treffer durch Djibril Cissé (84.).

Damit verkürzte Chelsea mit 61 Punkten seinen Rückstand auf den Tabellen-Vierten Newcastle United (62) auf einen Zähler und auf den FC Arsenal (66) auf fünf Zähler. Die Gunners haben ein Spiel mehr absolviert. Tottenham Hotspur (59) empfängt am 36. Spieltag am Sonntagabend die Blackburn Rovers.

Chelsea ohne die drei gelb gesperrten Spieler

Chelsea probierte es überwiegend mit den Spielern, die auch im Champions League-Finale gegen Bayern spielen dürfen. Paulo Ferreira lief für Branislav Ivanovic auf, Michael Essien spielte im defensiven Mittelfeld für Ramires, neben ihm Frank Lampard, sodass Raul Meireles ebenfalls nicht auflaufen musste. Mit John Terry lief nur ein Spieler auf, der gegen Bayern München gesperrt ist. Vorne durften sich zudem Daniel Sturridge mit Fernando Torres und Salomon Kalou probieren.

Chelsea begann mit einem Paukenschlag. Daniel Sturridge zog von der linken Seite nach innen und traf mit einem fulminanten Distanzschuss aus 24 Metern ins lange Eck (1.). Allerdings stand Lampard im Abseits und hatte Keeper Kenny irritiert. Die Führung gab dem Champions League-Finalisten noch mehr Selbstbewusstsein und das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten. John Terry war bei einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle und schädelte zum 2:0 für die Blues ein (13.).

Schon nach zwanzig Minuten schien das Spiel gelaufen und es ging in diesem Takt weiter. Salomon Kalou hatte einen tollen Pass von der rechten Seite auf Fernando Torres gespielt, konnte Keeper Patrick Kenny umkurven und zum 3:0 (19.) treffen. Wenig später versuchte Abwehrspieler Nedum Onuoha seinem Keeper den Ball aus nächster Nähe in die Arme zu köpfen, der konnte die Kugel nicht festhalten und Torres war der Nutznießer, schoss ungehindert zum 4:0 für Chelsea ein (25.).

Mark Hughes konnte nur zusehen

Dass es für die Queens Park Rangers noch um den Klassenerhalt geht, war bis dahin nicht zu sehen. Das Team von Coach Mark Hughes war nach nur 25 Minuten bereits geschlagen. Allerdings wurde QPR zum Ende der erste Hälfte etwas besser, die letzte Chance hatte aber Chelsea; Fernando Torres vergab nach Lampard-Ablage aus spitzem Winkel (44.).

Es dauerte bis zur 64. Minute, ehe Chelsea den nächsten Treffer erzielen konnte. Fernando Torres war von Juan Mata perfekt freigespielt worden, zog in Richtung Tor und schob den Ball an Kenny vorbei zum 5:0. Daniel Sturridge hätte auf 6:0 erhöhen können, doch sein Distanzschuss strich knapp am linken Pfosten vorbei (66.). Den letzten Treffer für Chelsea markierte Florent Malouda. Der mittlerweile eingewechselte Ramires hatte den Ball von der rechten Seite flach in den Sechzehner gepasst, Anton Ferdinand hatte versucht zu klären, doch der Ball landete vor den Füßen von Malouda, der aus drei Metern seinen zweiten Saisontreffer erzielte (80.).

Es geht auch ohne Ivanovic, Meireles und Ramires

Doch den Schlusspunkt setzten die Gäste. Djibril Cissé hatte nach Vorlage von Onuoha zum 1:6 getroffen. Für Roberto Di Matteo hatte es sich gelohnt, Michael Essien und Paulo Ferreira zu testen. Raul Meireles saß 90. Minuten auf der Bank, Ramires kam in der 74. Minute. Der größte Gewinner des Spiels ist allerdings Fernando Torres, der nach seinen drei Treffern vielleicht endlich an der Stamford Bridge angekommen ist.

Neben der Champions League-Persepektive ist es allerdings auch in der Premier League weiter spannend. Chelsea konnte durch den Sieg den Druck auf Newcastle erhöhen. Die Magpies hatten bei Wigan mit 0:4 verloren und haben nun nur noch einen Punkt Vorsprung vor Chelsea. Auch Tottenham ist noch im Rennen um den vierten Tabellenplatz, der zur Champions League-Qualifikation berechtigt.

sportal.de / sportal

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